Frühbucher oder Last Minute: Kaum Unterschiede

6. Juli 2012, 11:49
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Ob man Frühbucher- oder Last-Minute-Angebote nutzt, ist weniger eine Frage des Geldes als der persönlichen Lebensumstände

Ob Last Minute oder Frühbucher, scheint mehr Geschmacks- als Kostensache zu sein. Zumindest zeigt das eine Erhebung von Clever reisen!, die beide Buchungsvarianten untersucht und miteinander verglichen hat. Dabei kommt es vor allem auf den einzelnen Buchungsfall an, ob man Geld sparen kann und wie viel.

Im Durchschnitt sind die Ersparnis-Unterschiede zwischen den beiden Varianten eher marginal. Frühbucher haben rund 180 Euro gespart, Last-Minute-Bucher durchschnittlich 198 Euro. Ein Unterschied von 18 Euro also, der im Grunde weder für noch gegen eine Form der Buchung spricht.

Preisunterschiede im Einzelfall

Im Einzelfall zeigt sich, dass es sehr wohl Unterschiede zwischen Last Minute und Frühbucher gibt. So kostet etwa eine Reise nach Portugal aus der Vergleichsstudie im Frühbucherangebot 91 Euro weniger als das günstigste Last-Minute-Angebot. Bei einer anderen Buchung, nämlich nach Bulgarien, können Frühbucher sogar mehr als 300 Euro gegenüber dem Last-Minute-Angebot sparen. Auch für Tunesien-Reisen lohnt es sich, zur Frühbucher-Variante zu greifen, denn hier liegt die Ersparnis gegenüber Last-Minute-Reisen bei bis zu 444 Euro.

Für Last-Minute-Urlauber besonders kostengünstig war laut Erhebung ein Urlaub auf Korfu oder Gran Canaria, wo bist zu 147 Euro gespart werden konnten. Beim Ägypten-Urlaub sparen Last-Minute-Bucher gegenüber Frühbuchern 219 Euro, bei einer Reise in die Türkei sogar 266 Euro. Und für Schnellentschlossene, die in die Dominikanische Republik reisten, waren sogar 682 Euro Ersparnis zu holen.

Flexibel oder großes Angebot

Der Vorteil bei Last-Minute-Buchungen kommt nur zum Tragen, wenn die Reisenden flexibel sind bei Urlaubsziel und Reisezeit. Dann können sie wirklich Geld sparen. Familien mit Kindern oder Menschen, die an bestimmte Urlaubstage gebunden sind, werden hingegen mit Last Minute kaum Möglichkeiten haben, ein passendes Angebot zu finden. Außerdem sollten Last-Minute-Bucher bei der Hotelauswahl möglichst keine konkreten Vorstellungen und Ansprüche haben.

Frühbucher können hingegen aus der ganzen Palette an Hotelangeboten wählen. Sie profitieren von Frühbucherrabatten und Kinderfestpreisen. Allerdings können sie auf unvorhersehbare und plötzlich auftretende Veränderungen wie eine Krankheit oder eine Kündigung, politische Unruhen oder andere Faktoren nicht reagieren. Bei Umbuchungen oder Stornierungen können hohe Zusatzkosten auftreten. (red, derStandard.at, 6.6.2012)

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    Ob Last Minute oder Frühbucher, hängt vor allem davon ab, wie flexibel man bei der Buchung sein kann und wie hoch die Ansprüche an die Unterkunft sind.

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