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Salzburg - Im Salzburger Landestheater ist am Donnerstag ein führender Mitarbeiter beurlaubt worden, weil er sexistische SMS an eine Mitarbeiterin verschickt haben soll. Bis 16. Juli, der nächsten Tagung des Theater-Ausschusses, sollen die Vorwürfe geprüft werden.
Bekannt sind die Anschuldigungen schon länger, am Mittwoch seien ihm aber weitere Vorwürfe zugetragen worden, begründete der Vorsitzende des Ausschusses, David Brenner, in einer Aussendung diese dienstrechtliche Maßnahme. "Die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes hat mich gestern informiert, dass ihr nun weitere - bisher unbekannte - Vorwürfe mitgeteilt wurden. Diese Information hat sie umgehend an mich weiter geleitet. Beide sind wir der Meinung, dass nun sofortige dienstliche Konsequenzen zu ziehen sind und die Vorwürfe geklärt werden müssen", so Brenner, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass diese dienstlichen Maßnahmen "in keinster Weise" ein Präjudiz darstellen würden.
Vorgeschichte
Der Mann soll vor rund einem Jahr sexistische SMS an seine Assistentin verschickt haben, diese wandte sich an Betriebsrat und Frauenbüro. Anfang dieses Jahres erfuhr dann der politisch besetzte Theater-Ausschuss von dem Vorfall, als der Vertrag des Mannes verlängert wurde. In der Folge kam es zu einem Mediationsverfahren mit dem Ergebnis, dass die Betroffene das Büro wechselte, dem leitenden Angestellten aber unterstellt blieb.
Vor zwei Wochen wurde im Ausschuss erneut über den Fall diskutiert, in der Folge gelangten die Vorwürfe an die Öffentlichkeit. Die Mitarbeiterin wurde daraufhin erneut versetzt und befindet sich seither nicht mehr im Einflussbereich des Mannes. Diese Woche stieg dann der mediale Druck, zuletzt wurde auch über verschiedene Verfehlungen berichtet, die der Manager in früheren Funktionen begangen haben soll, die aber nichts mit sexuellen Übergriffen zu tun haben.
Eine Arbeitsrechts-Expertin und eine Psychologin sollen die neu aufgetauchten Vorwürfe prüfen und mit den Betroffenen und dem Betriebsrat Gespräche führen. Alle Landestheater-Mitglieder können sich an die beiden wenden. Die Beurlaubung sei notwendig, damit unbefangen aufgeklärt werden könne, sagte der Landeskulturreferent Brenner. (APA, 5.7.2012)
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