Gewerkschafts­kritik an AUA-Chef Albrecht

Vida: "Albrechts mexikanische Methoden" seien in Österreich fehl am Platz - Kaske droht mit "weiteren juristischen Schritten"

Wien - Die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida hat am Donnerstag den Vorstand der Austrian Airlines (AUA) heftig kritisiert. AUA-Chef Jaan Albrecht habe "den Bogen eindeutig überspannt", als er die gestern erfolgte konstituierende Sitzung des einheitlichen Betriebsrats von AUA- und Tyrolean-Belegschaft für "nicht gültig" erklärt habe, kritisiert vida-Vorsitzender Rudolf Kaske in einer Presseaussendung.

Kaske will "gegen diese schauderhaften Rechtsansichten" weitere juristische Schritte prüfen. Vida hatte bereits im Mai grünes Licht für einen Antrag auf Nichtigkeit des Betriebsübergangs gegeben. Albrecht sei vermutlich schlecht beraten oder er ignoriere bewusst die Bestimmungen des österreichischen Gesetzgebers zum Schutz der Rechte und Interessen von Betriebsräten und Arbeitnehmern vor der Willkür von Konzernen und ihren Managern.

Der für die Sektion Verkehr zuständige vida-Gewerkschafter Gottfried Winkler richtet in der Aussendung seine Kritik direkt nach Frankfurt: "Auch Manager des Lufthansa-Konzerns haben sich an die Bestimmungen des österreichischen Arbeitsverfassungsgesetzes zu halten", sagte Winkler. Und: "Albrechts mexikanische Methoden haben in Österreich nichts verloren - Arbeitnehmer- und Betriebsratsrechte werden hierzulande nicht ungesühnt mit Füßen getreten." (APA, 5.7.2012)

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