Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Rund ein Drittel aller Menschen infiziert sich im Laufe des Lebens mit den Toxoplasmose-Erregern.
Katzenbesitzerinnen, die an der vom Kot der Tiere ausgehenden Toxoplasmose erkrankt waren, haben möglicherweise ein deutlich höheres Selbstmordrisiko. Das legt jedenfalls eine Studie an 45.000 Frauen aus Dänemark nahe, die jetzt im Journal Archives of General Psychiatry vorgestellt wird.
Danach stieg die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordversuches bei Frauen, die eine Toxoplasmose durchgemacht hatten, um 50 Prozent. Noch signifikanter war der Anstieg bei Selbstmordversuchen mit hohem Gewalteinsatz.
Toxoplasmose wird durch nicht ausreichend gegartes Tierfleisch und durch Katzenkot auf den Menschen übertragen. Hauptwirt ist die Hauskatze. Katzenkot kann selbst in Staubform und noch nach Jahren krankheitserregend wirken. Die Krankheit bleibt in der Regel latent, kann aber auch Lungenentzündung und Hautausschläge auslösen.
Besonders gefährlich für schwangere Frauen
Besonders gefährlich ist die Infektion für schwangere Frauen: Der Ausbruch der Krankheit kann zu Fehlgeburten führen oder Missbildungen sowie schwere Erkrankungen des Neugeborenen verursachen. Die wissenschaftliche Bezeichnung für den Parasiten lautet Toxoplasma gondii.
"Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass T. gondii die Selbstmordversuche der Frauen verursachte", erläuterte der Forscher Teodor Postolache von der Universität von Maryland. "Wir stellten aber eine offensichtliche Verbindung zwischen der Infektion und späteren Selbstmordversuchen fest." Vertiefende Studien seien bereits geplant.
Etwa 30 Prozent aller Menschen infiziert
Rund ein Drittel aller Menschen infiziert sich im Laufe des Lebens mit den Toxoplasmose-Erregern. Sie bilden Antikörper heraus und in vielen Fällen wird die Erkrankung nicht als solche registriert. Der nun vorgestellten Studie zufolge steigt das Selbstmordrisiko mit dem Level an Antikörpern.
Schon seit geraumer Zeit stehen die T. gondii im Verdacht, Schizophrenie und andere Verhaltensauffälligkeiten zu verursachen. Das "Atlantic Magazine" fasste die Verdachtsmomente gegen die Krankheit im März unter dem griffigen Titel "Wie Ihre Katze Sie verrückt macht" zusammen. (APA/red, 5.7.2012)
In Europa gibt es kaum Fälle - In den betroffenen Gebieten am afrikanischen Kontinent fordert die Krankheit aber immer noch Tote
Lymphatische Filariosis: Neuer Wirkstoff tötet Fadenwürmer binnen zwei Wochen ab
113 Erkrankungen - Vier Todesfälle - 2010 waren 63 Patienten wegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis im Spital
Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 52 hospitalisierte FSME-Fälle registriert, im Jahr davor 113
Gute Nachrichten: Aufwändige Desinfektionsarbeiten im Haushalt sind bei Kopflausbefall nicht erforderlich
In Afrika einen streunenden Hund zu streicheln, kann fatale Konsequenzen haben - Wissenschaftler untersucht Hundebandwürmer auf ihre Gefährlichkeit
Silikonölhältiges Kopflausmittel zeigt sich erfolgreich im Kampf gegen Kopfläuse
Mehr als eine Milliarde Menschen sind mit Darmwürmern infiziert - unter anderem auch mit dem Peitschenwurm Trichuris trichiura
Beim Beeren- und Pilzesammeln können Menschen mit den Eiern des Fuchsbandwurmes in Kontakt kommen - Das ist selten, hat aber schwere Folgen
Wiener Wissenschafter fanden Signalmechanismus für Auslösung schwerster Entzündungen durch Hefepilze
Therapie besonders effizient, wenn Behandlung innerhalb der ersten vier Wochen nach Infektion der Mutter beginnt
Die gefürchtete Infektion wird häufiger durch Lebensmittel als durch Katzen übertragen
Madenwurminfektionen sind weit verbreitet - Gesundheitlich ist die Parasitose weitgehend unbedenklich - Der Aufwand sie loszuwerden ist relativ groß
wird wohl vor allem die Lebensqualität vieler Katzen verschlechtern. Toxoplasmose wird wesentlich einfacher durch den Genuss blutiger Steaks und roher, unpasteurisierter Milch übertragen. Wer räumt sein Katzenklo schon mit den Fingern aus, die er sich dann ungewaschen in den Mund steckt?
Entweder etwas ist "signifikant", d.h. unter einer vorab festgelegten Zufallsschranke, oder eben nicht.
Was der STANDARD hier meint, ist die Effektgrösse.
Und eine Odds-Ratio von 1.5 oder meinetwegen 2 heisst doch nur, dass es eineinhalb mal so viele oder doppelt so viele Suizidversuche/Suizide waren. Es geht real um 18 Suizide, bzw. 78 Suizidversuche unter 45.745 Frauen, die über 604.844 Personenjahre hinweg beobachtet wurden (also eine Inzidenz von 1.29 pro 10.000 Jahre versus 1.81 pro 10.000 bei Versuchen). SEHR GEFAEHRLICH. Ich würde Katzenhaltung sofort verbieten.
Es gibt da eine kleine feine Borreliose-Gesellschaft die behauptet, dass es noch viel mehr Symptome gibt. Die geben sich zwar einen seriösen Anstrich, haben aber keinerlei wissenschaftliche Grundlage für ihre Behauptungen. Ohne Borrelien nachzuweisen werden hier hochgefährliche Antibiotika-Therapien an den Patienten durchgeführt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.