Leitbörsen in Fernost schwächer

6. Juli 2012, 12:41
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Japanische Exportwerte unter Druck - Samsung gibt Ergebnisausblick für das zweite Quartal bekannt

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Freitag mehrheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Der Nikkei-225 Index in Tokio gab um 59,05 Zähler oder 0,65 Prozent auf 9.020,75 Punkte nach. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor minimale 9,13 Zähler (minus 0,05 Prozent) auf 19.800,00 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg indessen um 22,23 Punkte oder 1,01 Prozent auf 2.223,58 Punkte.

Ohne klare Linie beendeten die Märkte in Singapur und Sydney die Handelswoche. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.978,55 Zählern und einem moderaten Plus von 7,08 Punkten oder 0,24 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney ermäßigte sich indessen um 10,9 Zähler oder 0,26 Prozent auf 4.199,00 Einheiten.

Da die geldpolitischen Lockerungen mehrerer Notenbanken von Donnerstag bereits erwartet worden waren, lieferten die Zinsentscheidungen kaum nachhaltige Impulse, hieß es aus dem Handel. Nun dürfte vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht der Regierung gewartet werden.

In Tokio sorgte zudem eine Rede der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, für Aufmerksamkeit. Lagarde zufolge würden sich die Aussichten für die Weltwirtschaft weiter eintrüben. Daneben könnte die Krise in Europa negative Auswirkungen auf die japanischen Exporte haben. Zudem stünde ein weiterer Aufwärtsdruck beim Yen den Exportbranchen im Weg, so Lagarde weiter. Derzeit sei die japanische Währung leicht überbewertet.

Dementsprechend ging es für japanische Exportwerte bergab. So verloren Canon 2,50 Prozent auf 3.120 Yen, Konica Minolta gaben 2,34 Prozent auf 625 Yen ab und Sony sanken um 0,36 Prozent auf 1.095,00 Yen. Schwächer tendierten zudem Autowerte. Mazda sackten um 1,89 Prozent auf 104 Yen ab, Mitsubishi Motor büßten 2,47 Prozent auf 79,00 Yen ein und Nissan Motor ermäßigten sich um 0,53 Prozent auf 746 Yen.

In China konnte indessen die Leitzinssenkung der chinesischen Notenbank für deutlichen Auftrieb sorgen, hieß es. Insbesondere waren Immobilienwerte gesucht. So legten Poly Real Estate 5,00 Prozent auf 12,82 Yuan zu und Vanke China zogen um 3,88 Prozent auf 9,65 Yuan an.

Am Handelsplatz in Korea gaben Samsung um 2,03 Prozent auf 1.161.000 Won nach. Der größte Handyhersteller und Weltmarktführer bei Speicherchips und LCD-Fernsehern rechnet für das zweite Quartal 2012 mit dem höchsten operativen Gewinn der Firmengeschichte. Wie Samsung in seinem Ergebnisausblick für die Monate April bis Juni mitteilte, erhöhte sich der Gewinn im Jahresvergleich um fast 80 Prozent auf etwa 6,7 Bill. Won (4,75 Mrd. Euro). Allerdings blieb das Unternehmen damit hinter den durchschnittlichen Erwartungen zurück, hieß es aus dem Handel. (APA, 6.7.2012)

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