Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ein Zollspürhund beim Einsatz.
Zur Hauptreisezeit im Sommer hat auch der Souvenirmarkt Hochsaison: In vielen Ferienorten werden Schmuckstücke oder Schnitzereien angeboten, die aus bedrohten Arten hergestellt sind. Auch Schlangen in Alkohol oder sogar lebende Schildkröten und Papageien wandern über den Ladentisch. Wer jedoch am Flughafen keine amtliche Genehmigung vorweisen kann, kann sich hohe Geldstrafen einhandeln. Am Flughafen Wien-Schwechat unterstützt seit kurzem der neue Artenschutz-Spürhund "Lord", ein zweieinhalb Jahre alte Deutsch-Kurzhaar-Rüde, den Zoll bei der Suche nach geschützten Arten.
"Der Überfluss am Marktstand täuscht - viele der angebotenen Arten sind bereits so selten, dass ihr Handel streng kontrolliert werden muss", sagt Jutta Jahrl vom WWF Österreich. Von Elfenbein über getrocknete Seepferdchen bis hin zur Korallen-Kette: Durch den Souvenir-Handel kommen bedrohte Arten noch mehr unter Druck.
Profitables Geschäft
Der illegale Handel mit Waren aus wildlebenden Arten ist weltweit ein höchst profitables Geschäft, vergleichbar nur mit dem Drogenhandel. Auch für den Zoll stellt der Artenschmuggel eine große Herausforderung dar. Um Schmugglern das Leben schwer zu machen kommen seit einigen Jahren speziell ausgebildete Hunde zum Einsatz.
"Zollhunde arbeiten in mancher Hinsicht effektiver als wir", sagt Regina Eitel, Zollhundeführerin am Flughafen Wien-Schwechat. Sie kontrollieren schnell Gepäckstücke, Postsendungen oder Transport-Container. Die Detektive mit der feinen Nase können lebende Papageien, Reptilien und Affen, aber auch Kaviar, Tigerknochen, Elfenbein oder Nashorn finden.
Artenschutz-Spürhunde europaweit im Einsatz
Das österreichische Finanzministerium, als übergeordnete Stelle der Zollbehörde, und der WWF sind Partner in einem EU-weiten Projekt zur Förderung von Artenschutzspürhunden. Österreich war eines der ersten Länder, das Artenschutz-Spürhunde einsetzte. Auch Behörden in Deutschland, Tschechien, Italien oder Ungarn arbeiten erfolgreich mit den vierbeinigen Kollegen.
Im Rahmen des Projektes, das durch die Generaldirektion Inneres der Europäischen Union gefördert wird, werden bestehende Programme vernetzt und Erfahrungen ausgetauscht. So soll der illegale Artenhandel in ganz Europa wirkungsvoll bekämpft werden.
Der Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen ist neben dem Verlust der Lebensräume die Hauptursache für die Gefährdung vieler Arten. CITES - auch als Washingtoner Artenschutzübereinkommen bekannt - schützt weltweit 30.000 bedrohte Arten durch Handelsverbote und -beschränkungen vor Übernutzung. (red, derStandard.at, 6.7.2012)
Weitere Informationen zu geschützten Arten und gesetzlichen Bestimmungen
CITES
Tel. 01/51
522-1402
Das Verbot gilt für in Europa hergestellte Mittel genauso wie für Waren aus dem Rest der Welt - Bisher gab es noch Ausnahmen
Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag verhandelt ab Juni
Weniger Gier bedeutet weniger Leid und hilft auch den Tieren, sagt Gerhard Weißgrab, Präsident der österreichischen Buddhisten
Bayer und Syngenta entwickeln gemeinsamen Aktionsplan gegen Naturschutzmaßnahme der EU-Kommission
Bereits fünf Prozent der Österreicher ernähren sich ohne Fleisch - Am Freitag wurde in Wien der erste Vegan-Ball begangen
In 25 Jahren habe die Tierschutzorganisation Vier Pfoten einiges erreicht, bilanziert Helmut Dungler und warnt: Der Fleischskandal kann zum Flächenbrand werden
Laut Wissenschaftsminister ist ein Kriterienkatalog, aber kein Ombudsmann geplant
Helmut Dungler hat vor 25 Jahren die Tierschutzorganisation Vier Pfoten gegründet. Im Chat sprach der NGO-Präsident über den Pferdefleischskandal, Haustiere und Tierversuche
Die deutsche Autorin über Täuschungsmanöver der Fleischindustrie und den Schmerz des Verzichts
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung konsumieren immer mehr Chinesen Haifischflossen - Auch europäische Fischer profitieren
Die Philosophin Andrea Yehudit Richter berichtet von "Minding Animals" in Utrecht, der international größten Konferenz über Tierrechte
Novelle des Tierschutzgesetzes soll Mitte Dezember beschlossen werden - In Österreich seit 2005 verboten
EU-Kommission und EU-Rat werden aufgefordert, dass Schlachtvieh nur noch acht Stunden transportiert werden darf
Mit Stimmen von SPÖ und ÖVP beschlossen - Tierschützer sehen große Fortschritte, aber auch Mängel
US-Philosoph Gary Steiner über Tierrechte, moralische Schizophrenie und die Fähigkeit der Tiere, zu leiden
Jan Fabre erhielt mehr als 40.000 Hassmails und wurde tätlich angegriffen
Wen wir mögen, hassen oder verspeisen: Hal Herzogs Buch zur Mensch-Tier-Beziehung liegt nun in deutscher Übersetzung vor
Sex mit Tieren ist hierzulande erst seit 2005 verboten
Tierversuchsfreie Forschung soll finanziell besser gefördert werden, fordert der Bioethiker Norbert Alzmann
Schauspielerin Brigitte Bardot und andere Tierschützer feiern
In der westlichen Welt macht sich ein wachsendes Unbehagen an unserem Umgang mit Tieren bemerkbar
Zu viel Tier auf unseren Tellern verursacht Hunger, dennoch wird sich der Konsum bis 2050 verdoppeln
Von der Kirche verboten, als Armeleuteessen verpönt: Pferdefleisch erlebte erst im 19. Jahrhundert eine Renaissance und hat bis heute einen "emotionalen Makel"
Der Verein Weltethos präsentiert eine Sammlung aus Beiträgen, die Tierethik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten
Wenn ich's richtig erkenne wird Lord am Kettenhalsband geführt, was ich überhaupt nicht verstehen kann, gerade bei Spürhunden. Da hat der doch ständig einen Druck auf dem Hals. Aber die Polizei scheint das Wohl ihrer kleinen Helfer wohl immer nocht nicht groß zu interessieren. Brustgeschirr sollte auch bei denen doch längst Standard sein!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.