Ölpreis etwas höher

5. Juli 2012, 14:04
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Donnerstagnachmittag etwas fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 88,64 Dollar und damit 1,12 Prozent mehr als am Mittwoch. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 102,13 Dollar gehandelt.

Vor allem der Brent-Preis dürfte von latenten Angebotsrisiken profitieren, schreiben die Analysten der Commerzbank mit Verweis auf einen drohenden, länger anhaltenden Streik in Norwegen. Dort sind die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Ölindustrie gescheitert. Am Freitag wollen die Gewerkschaften über eine Ausweitung des Streiks entscheiden. Mit Blick auf die drohende Eskalation des Arbeitskampfes hat der Ölkonzern Statoil die Produktion auf den Ölplattformen in der Nordsee heruntergefahren, hieß es am Markt.

Zudem rücke auch die Iran-Krise wieder verstärkt in den Blickpunkt. Kreisen zufolge wird Japan im Juli kein Öl aus dem Iran importieren, so die Commerzbank-Experten. Außerdem sei es europäischen Versicherungen seit dem 1. Juli untersagt, iranisches Öl gegen Verluste abzusichern.

Daneben warteten die Investoren heute mit Spannung auf die EZB-Zinsentscheidung, hieß es weiter. Erwartungsgemäß hat die EZB den Leitzinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent gesenkt. Darüber hinaus wurde der Einlagesatz von 0,25 Prozent auf 0,00 Prozent reduziert. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.616,75 Dollar und damit kaum verändert zum Mittwochvormittags-Fixing von 1.617,00 Dollar.

Massive Preissteigerungen waren indessen bei Mais und Sojabohnen zu beobachten. Hitze und Trockenheit in den USA hätten Sorgen über größere Ernteausfälle geschürt und die Notierungen damit angetrieben, schreiben die Experten der Commerzbank in ihrem tagesaktuellen Kommentar. (APA, 5.7.2012)

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