Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Panama-Stadt - Japan macht es vor, Südkorea will nun nachziehen: Das Südostasiatische Land plant die Wiederaufnahme der Waljagd für "wissenschaftliche Zwecke". Dies kündigte die Delegation des Landes am Mittwoch bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Panama-Stadt an. Bereits in seinem Eröffnungsstatement betonte Korea seine Enttäuschung, dass das kommerzielle Moratorium noch immer gilt. Der Leiter der Delegation, Joon-Suk Kang, sagte, die Population der Minkwale vor der Küste Südkoreas habe sich erholt und stelle ein Problem für die Fischer dar, da die Meeressäuger die Fischbestände vernichteten. Deshalb habe man die Hoffnung, dass die Walfangkommission die Waljagd wieder erlaube.
Hintergrund der für Wiederaufnahme der Waljagd dürfte freilich nicht wissenschaftliches Interesse sein: Ein einzelner Zwergwal kann bei Auktionen in Korea 30.000 US- Dollar erzielen, die Fischer nennen einen Beifang laut Pro Wildlife daher "Meereslotteriegewinn". Seit den 1990er Jahren steigt die Zahl von Restaurants stark an, in denen Walfleisch angeboten wird: In der früheren Walfänger-Stadt Ulsan waren es 1996 nur 12, 2005 bereits 25 und 2010 sogar 100 Restaurants und Snackbars, auch in der Hauptstadt Seoul wächst ihre Zahl.
"Absolut inakzeptabel"
Walschutzorganisationen reagierten entsetzt. Patrick Ramage, Chef des Walprogramms des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), forderte Südkorea auf, den Plan aufzugeben. Ralf Sonntag, IFAW-Leiter in Deutschland, bezeichnete die Absicht der Koreaner als eine durchsichtige Verschleierung für kommerziellen Walfang. "Dies ist absolut inakzeptabel und letztendlich ein Schlag ins Gesicht für jeden seriösen Meeresforscher", sagte er. "Damit zeigt Korea ganz unverfroren, dass es mit diesen Plänen dem Beispiel Japans folgen will", erklärte Sandra Altherr, Biologin von Pro Wildlife.
Japan rechtfertigt seinen Walfang seit Jahren mit wissenschaftlichen Zwecken. Zu Beginn der Tagung in Panama hatte Japan gemeinsam mit anderen Fangnationen die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik durch die IWC verhindert.
Keine höhere Walfangquote für Grönland
Unterdessen darf Grönland die Jagd auf Wale nicht ausweiten. Ein Antrag Dänemarks für höhere Fangquoten zur Selbstversorgung der Ureinwohner Grönlands ist am Donnerstag abgelehnt worden. Für den Antrag Dänemarks stimmten 25 Länder, 35 waren dagegen und drei enthielten sich der Stimme.
Walschützer zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis. "Alles andere als eine Absage an höhere Quoten für Grönland wäre ein Skandal gewesen," sagte die Biologin Sandra Altherr von Pro Wildlife. Dänemark habe hoch gepokert, aber verloren. "Es ist schockierend, dass Walfleisch in grönländischen Restaurants als Sushi, Carpaccio oder mit Tagliatelle in Tomatensoße gezielt an Touristen verkauft wird." Dies widerspreche einer Selbstversorgung von Ureinwohnern. "Es ist klare Geschäftemacherei mit streng geschützten Tieren." (APA/red, derstandard.at, 5.7.2012)
Erneute Zusammenstöße zwischen Tierschützern und Walfängern in antarktischen Gewässern
Regierung in Tokio muss der Walfang-Industrie jedes Jahr sieben Millionen Euro zuschießen
Künftig sollen jährlich 221 Wale getötet werden
Bis zu 935 Zwergwale und 50 Grindwale sollen bis März in antarktischen Gewässern getötet werden
Tieschützer dürfen sich japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern
Sinkende Nachfrage: Artenschutzorganisation konstatiert Rückgang um 44 Prozent binnen 15 Jahren - Fang von lebenden Delfinen nimmt zu
Walbeobachtungen sind weltweit ein boomendes Geschäft - Auf den Azoren wurden aus Walfängern Walsucher
Nach Protesten nahm die Regierung Walfangpläne zurück, in Ulsan wird aber weiter Walfleisch gegessen
IWC warnt vor Verzehr von Walfleisch - Resolution auf IWC-Jahrestagung einstimmig verabschiedet
Es wird Zeit das wir uns alle Sorgen um die Meere machen! Korea ist nur eines von Tausend Problemen!
Zum einen Mal, ein großes Buh an Japan. Denen sollte man den Walfang verbieten. Es gibt bereits unendlich viele Berichte die besagen das die Japaner einen Überschuss an Walfleisch haben und im Grunde will keiner das Zeug essen weil es wie eine Schuhsole schmeckt (Oder verbieten das zwecks Forschung getötete Tiere gegessen werden dürfen, würde den Fang sofort beenden).
Ein noch größeres Buh an Korea. Die sollten lieber über die Überfischung nachdenken wenn sie soviele Krebstiere, Heringe und Sardinen brauchen das für die Wale nicht genügend übrig bleibt.
wenn Sie behaupten, dass Wal wie Schuhsohle schmeckt, zeugt das nur von Ihrer Borniertheit. Wal schmeckt durchaus wohlschmeckend, es kommt natürlich auf das Teil drauf an... Eine Variation von verschiedenen Stücken kann am Tokyoer Fischmarkt (Tsukiji) verspeist werden.
Ich kann mich nur auf diverse Artikel beziehen die ich gelesen habe. Zum einen: Walfleisch wird als billiger Rinderersatz gekauft, es wird an Schulen (vor allem Grundschulen) verschenkt. Es wird süß-sauer eingelegt, damit die Kinder es überhaupt essen. Ein japanischer Teenager sagte, er isst nicht gerne Walfleisch weil es wie Schuhsohle schmeckt. Und wenn es wieder Überfluss gibt, wird es ins Hundefutter beigemischt.
Bevor ich soetwas befürworte bin ich wirklich lieber borniert ;)
Mein Kommentar soll keinesfalls den Walfang gutheißen. Es geht lediglich darum, geschmackliches Unwissen des Vorposters zu beseitigen: Der Grund, warum Wale gejagt werden, ist, weil sie (gut) schmecken und weil daher eine Nachfrage nach ihnen besteht. Sie sind keinesfalls wie Schuhsohle
Geschätze Population: ~300.000 Tiere
Jährliche Fangquote: ~1.000 Tiere
Population seit Beginn des 20.Jhdt steigend
Nicht immer gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machen, denn sonst glaubt das Alarmgeschrei keiner mehr wenn wirklich mal Feuer am Dach ist
Ein Thema, über das sich trefflich streiten lässt. Fact ist, das wir mit Schimpansen und Bonobos sehr eng verwandt sind. 98,63 % unserers Erbgutes sind mit jenem des Schimpansen ident. Woran wollen wir noch immer festmachen, dass wir kein Tier sind?
>Ist der Mensch ein Tier?
Kommt drauf an welchen Aspekt sie betrachten, sobald Ethik ins Spiel kommt ist die Antwort ein klares Nein.
>Woran wollen wir noch immer festmachen, dass wir
> kein Tier sind?
An der Vernunftbegabtheit und der daraus folgenden Verantwortlichkeit für seine Taten gegenüber anderen vernunftbegabten Wesen
Vernuftbegabtheit und Verantwortungsgefühl gibt es - rudimentär - auch bei anderen Tierarten. Der Mensch ist ein Trockennasenaffe und steht mit allen anderen Arten in direkter Abstammungverbindung. Natürlich ist der Mensch nur eine Art unter vielen. Steht es uns zu, wegen unseres überdimensionierten Gehirns, der Fähigkeit zur besonders ausgereiften Kommunikation und Informationsspeicherung, sowie unserer Fingerfertigkeit überheblich zu sein? Immerhin sind wir in vielen Belangen anderen Wirbeltierarten unterlegen. Natürlich, der Erfolg gibt uns recht (blald sind wir 7 Milliarden), aber genau das könnte zu unserem Untergang führen.
Weil einer oder eine von der Wissenschafts-Red den Artikel geschrieben hat. Und auch Fragen wie Tierschutz und Umweltschutz werden oft hier thematisiert. Wenn sie den Artikel oben lesen, dann sehen sie ja auch, dass sich da eine Biologin zu Wort gemeldet hat.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.