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Mumbai - Indien legt ein milliardenschweres Gesundheitsprogramm auf. Künftig sollen die 1,2 Milliarden Inder umsonst Nachahmermedikamente zur Verfügung gestellt bekommen. Die Pläne seien bereits im vergangenen Jahr verabschiedet, bisher aber nicht veröffentlicht worden, sagten Regierungsvertreter am Mittwoch.
Das Vorhaben hat ein Volumen von 5,4 Milliarden Dollar und ist für internationale Pharmakonzerne wie Bayer, Pfizer, GlaxoSmithKline und Merck ein schwerer Schlag. Indien gilt als Wachstumsmarkt. Die Verschreibung von Originalmedikamenten soll künftig aber mit einer Strafe belegt werden. Ärzte bekommen von der Regierung eine Liste mit Generika, die sie ausgeben dürfen. Profitieren dürften Generika-Hersteller wie Dr. Reddy's und Cipla.
Die Umsetzung der Pläne soll noch vor Ende des Jahres beginnen. Bis April 2017 soll gut die Hälfte der Bevölkerung in den Genuss von kostenlosen Medikamenten kommen. (APA, 5.7.2012)
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Viele hier schreiben, es ginge um patentfreie Medikamente, und verteufeln das profitstreben der Pharmafirmen. Wenn es nicht die Pharmafirmen sind ist es die Finanzlobby, ist es nicht die Finanzlobby so ists die Atomlobby, gehts um Gentechnik ists Monsanto ich habe das Gefühl viele Leute werden mit dieser Welt nicht mehr fertig und geben jegliche Rationalität beim Posten ab, und beschränken sich auf Verschwörungstheorien die keine 5 Minuten der Überlegung standhalten können. Warum ist das so frage ich mich. Ist der Österreicher an sich so paranoid oder ist das ein globales Phänomen. Hinterfragen sich diese Leute eigentlich selbst? Wenn ja wie sehen diese Fragen aus. Wir mögen in einer hochkomplexen Welt leben, aber aufhören zu denken....
Bei allem Verständnis für die Vorbehalte gegenüber der Pharmaindustrie. Aber sich darüber zu freuen, dass die Branche jetzt einmal eine auf den Deckel kriegt, ist ein bisserl verfrüht.
Denn die Pharmafirmen profitieren weiterhin. Nur sind es jetzt halt die, die keine Forschung betreiben, sondern die Entwicklungen anderer für den Profit nutzen.
Ich kann nicht erkennen, warum das eine erfreuliche Sache sein soll.
Andererseits ist es ohne Zweifel zu Begrüßen, dass Inder jetzt endlich Zugang zu Medikamenten haben.
Michael
Dann wird sich eben niemand mehr Forschung, Tests und Zulassungsverfahren antun, wenn am Ende alles fuer die Katz war...
Schon jetzt fahren Pharmafirmen ihre Forschungsbudgets runter, kanadische Wissenschaftler haben moeglicherweise ein Mittel gegen Krebs gefunden, die Tests und Zulassung kosten aber 100 Millionen Dollar und noch mehr, zahlt dzt. keiner...
Gegen den Vorschlag Indiens ist prinzipiell nix einzuwenden, wenn die den Pharmafirmen die die Medikamente entwickelten eine Gebuehr bezahlen...
Natürlich will die Pharmaindustrie kein Mittel gegen Krebs entwickeln. Mit dem Krebs würde ja ein riesiger Markt für sie verschwinden..
Außerdem finde ich dass die private Profitgier als einziger Incentive ein Medikament zu entwickeln ohnehin ein Schwachsinn ist. Wir brauchen international vernetzte staatliche Entwicklungsprogramme für Medikamente, ausgerichtet nach Notwendigkeit und wie man am meisten Menschenleben retten kann bzw. das Leben von einer möglichst großen zahl an Menschen verbessern kann. Am besten unter dem Dach der UNO. Heute werden Medikamente ja hauptsächlich für Krankheiten entwickelt die eher in den reichen Ländern vorkommen. Nach der Devise, wer weniger zahlen kann ist weniger wert (und soll verrecken)
Sie tun ja so, als ob es nur eine einzige Pharmafirma gaebe, die entscheidet, was entwickelt wird.
Es reicht, wenn nur eine einzige Firma das ominoese Mittel gegen Krebs findet. Denn diese Firma wird dadurch wahnsinnig viel Geld verdienen. Und dieser Firma sind alle anderen herzlich egal.
Oder glauben Sie auch, dass sich die Hersteller von Generika um die anderen Pharmafirmen kuemmern?
Michael
Nach ihrer Logik würden handelsübliche Glühbirnen auch 100 Mal solange brennen (technich überhaupt kein Problem und auch kaum teurer in der Herrstellung). Tun sie aber nicht, weil die Produzenten wissen, dass sie dann viel viel weniger verkaufen würden.
Wenn Sie daran glauben dass genau im Bereich der Pharmaindustrie ein von Kartellen völlig unbeeinflusster fairer Wettbewerb herrscht wo die besten Produkte auch dann auf den Markt kommen wenn sie den Herrstellern insgesamt schaden, dann ist das ihre Sache, ich glaube nicht daran.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, worauf die Missgunst gegen die Pharmaindustrie beruht.
Das liegt daran, dass sich mir nicht erschließt, in welcher Hinsicht diese Branche schlimmer sein soll als andere.
Wenn ein Artikel über was-weiß-ich Autokonzerne kommt, ist das Klima meist anders. Ich habe letztens einen Artikel über eine angesehene Firma aus einer anderen Branche gelesen, wo einem das kotzen kommen könnte. Aber der Ruf wurde wohl davon kaum berührt.
Das ist jetzt wirklich Neugier, kein Trolling. Warum hat die Pharmaindustrie so einen schlechten Ruf?
Nichts gegen den Plan an sich, er ist in einem armen Land wie Indien sicherlich notwendig, den oben zitierten Satz finde ich aber irritierend: Wie sieht es denn bei Medikamenten aus, wo erwiesen ist, dass die Generika NICHT wirkungsgleich mit den Originalen sind (etwa Immunsuppressiva)? Im schlimmsten Fall - und bei 1,2Mrd. Menschen wird der sicher öfters auftreten - kostet diese Regelung einige Menschen ihr Leben (bzw. ihr Spenderorgan).
http://de.wikipedia.org/wiki/Gene... n_Generika
Ball flach halten - wir werden nicht sterben!
was wollen sie mir damit sagen? der patentschutz ist erforderlich, dass pharmafirmen das für forschung und werbung (klar!) investierte geld wieder mit einem gewinn verdienen können. wenn jetzt jedes land hergeht und seine eigenen medikamente nachproduziert kommt die forschung mangels geld zum erliegen. alternativ könnte man den gesamten sektor verstaatlichen.
weil die Gefahr bestünde, dass dadurch die gesamte Erforshung und Entwicklung enorm verteuern würde und ineffizient werden würde!
Da verschiedene Pharmafirmen miteinander konkurieren und ihr Kosten in einem gewissen Bereich halten müssen, was bei staatlichen Institutionen nicht der Fall ist
Nicht nur die Hersteller der Originale, sondern auch nicht-indische Generikahersteller werden jetzt keinen Fuß mehr auf den indischen Markt bekommen während indische Pharmafirmen jetzt schon den asiatischen und osteuropäischen Raum mit deren Generika überschwemmen.
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