De Villota verlor rechtes Auge

4. Juli 2012, 19:52
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Zustand wegen Schädelbruchs weiter kritisch, aber stabil - Große Anteilnahme der Formel-1-Community

London - Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota hat bei ihrem schweren Unfall ihr rechtes Auge verloren. Das gab Marussia-Teamchef John Booth bekannt, nachdem de Villota im Addenbrookes-Krankenhaus von Dienstagnachmittag bis Mittwochfrüh operiert wurde. Insgesamt sei der Zustand der bei Geradeaus-Tests auf dem Flugfeld im englischen Duxford schwer verunglückten spanischen Testpiloten kritisch, aber stabil, teilte das Team mit.

Die 32-jährige Spanierin, die bei dem Aufprall an der Laderampe des Team-Lkw einen Schädelbruch erlitt, ist nicht die einzige Testpilotin in der aktuellen Formel 1. Die mit dem österreichischen Williams-Teilhaber verheiratete Schottin Susie Wolff (29) ist beim britischen Rennstall vierte Fahrerin und offizielle Entwicklungspilotin.

Wolff reagierte wie die komplette Formel-1-Familie von Fernando Alonso bis zum deutschen Marussia-Stammfahrer Timo Glock via eines sozialen Netzwerkes auf den Unfall. "Ich habe Bauchschmerzen, nachdem ich von Marias Unfall gehört habe. Bitte, bitte, bitte, lass sie okay sein", hatte Wolff, die ihren ersten Test noch vor sich hat, am Dienstagabend getwittert. Eine offizielle Reaktion des Williams-Teams gab es vorerst nicht.

De Villota ist die Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota. Marussia ist 2009 aus dem Virgin-Team entstanden und eines von drei Nachzügler-Teams, das bisher noch keinen WM-Punkt geschafft hat. Im Vorjahr hat der russische Automobilhersteller Marussia die Mehrheit am Rennstall erworben. Aktuelle WM-Piloten sind Glock und der Franzose Charles Pic.

"Ihre Familie möchte den Teams von Neurologen und plastischen Chirurgen danken", sagte Teamchef Booth in dem Marussia-Statement. "Dennoch muss ich mit großer Traurigkeit mitteilen, dass Maria durch die Verletzungen, die sie erlitten hat, ihr rechtes Auge verloren hat", erklärte Booth, der sich wenige Tage vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone für die Anteilnahme bedankte. "Wir sind überwältigt von den zahlreichen Genesungswünschen." (APA, 4.7.2012)

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