Hypo-Aufarbeitung: Schlecht beraten

Kommentar | Renate Graber
4. Juli 2012, 19:51

Die Hypo Alpe Adria müsste noch viel mehr erledigen, als nur Gutachter einzustellen, damit nicht wieder die Steuerzahler zum Zug kommen

Seit zweieinhalb Jahren gehört die Hypo Alpe Adria den p. t. Steuerzahlern. In dieser Zeit ist viel geschehen - und auch wieder nicht. Das Geschäft hat sich nicht verbessert, zum tonnenschweren Rucksack voll mit faulen Krediten (in Zahlen: zehn Milliarden Euro) kommt nun die Flaute auf dem Kernmarkt der einstigen Landesbank, also in Südosteuropa. Und: Die Bank braucht bald frisches Eigenkapital oder wenigstens Garantien vom Staat, sollte die Idee einer "Bad Bank" Wirklichkeit werden.

Zugegeben, zum Teil sind das Probleme, die das Management unter Gottwald Kranebitter geerbt hat. Wie die Bank ihre Vergangenheitsbewältigung organisiert, das ist hingegen hausgemacht. An die hundert Anzeigen hat die "CSI-Hypo" erstattet, gekostet hat sie allein 2011 rund 16 Millionen Euro. Herausgekommen ist bis dato wenig. Die gnadenlosen Streitereien zwischen Vorstand, Finanzprokuratur (Anwalt des Staates), externen Juristen und Aufsichtsrat sind legendär. Die Lösung: Die CSI wurde aufgelöst, nun gibt es einen externen Koordinator.

Zu glauben, dass so Effizienz in die Sache kommt, wäre freilich verfehlt. Ein zentrales Gutachten (Kosten: fast eine Million Euro) zu möglichen Forderungen gegen die Exeigentümer BayernLB liegt zwar seit Mai auf dem Tisch. Die Folge ist lediglich ein Rattenschwanz an neuen Gutachten und Kosten. Die Hypo holt nämlich zum Gutachten weitere vier ein. Zahlen dürfen das die p. t. Steuerzahler. (Renate Graber, DER STANDARD, 5.7.2012)

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3 Postings
Weshalb kein Beitrag vom Hypo-Martinz-Birnbacher-Prozeß

Ist es dem "Standard" egal, was im Süden Österreichs so abläuft, am Landesgericht. Da gehts ja nur um so Lapalien wie einen Bankverkauf, darum wie eine Bank so unter der Hand verkauft wird. Um Millionenhonrorare für quasi null Leistung. Wenn ein kleines Bezirksamt ein paar neue PC-s anschaffen will bedarf es einer Ausschreibung, eine Landesbank (Hypo Alpe Adria) darf ganz einfach unter der Hand verscherbelt werden. Verkaufsberater ist der eigene Steuerberater, bravo Herr Dr. Martinz, sie können wirtschaften, fragt sich nur für wen. Also, lieber Standard: warum keine Berichterstattung vom Prozess???!!!

Is halt lächerlich dass die Bank von Leuten geführt werden darf, die gegen das Finanzministerium arbeiten... und das gestützt von der Verhaberten Kärntner Justiz die auf ihre blauen und ehemals blauen Günstlinge aufpassen muss.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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