Mehr Lärmschutz auf A8 "wird geprüft"

4. Juli 2012, 19:24
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Für Bürgerinitiative war Treffen mit Ministerin Bures weder Erfolg noch Misserfolg

Wien/Linz - Von einem "Erfolg" würde Stephan Rechberger nicht sprechen, von einem "Misserfolg" allerdings ebenso wenig. Zumindest hat Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) den lärmgeplagten Anrainern der Innkreisautobahn bei einem Treffen am Dienstag in Wien zusätzlichen Schutz angekündigt. Warum bei dem stellvertretendem Obmann der Bürgerinitiative (BI) "Schutzgemeinschaft Lebensraum A8" dennoch kein so rechter Optimismus aufkommen will? Meistens habe man nur ein "Es wird geprüft" zu hören bekommen.

Aktueller Grund für das Treffen war der Start der zweiten Bauetappe der Generalsanierung der A8 von Meggenhofen bis Haag. Statt der gesetzlich festgelegten Maximalhöhe von 5,5 Metern sollen die Lärmschutzwände dort deutlich niedriger werden. Im Mai blockierten Anrainer deshalb eine Woche lang täglich die Autobahn.

Section-Control gefordert

Am Dienstag richteten sie ihre Forderungen direkt an Bures. Eine der wichtigsten: Wenn schon die Lärmschutzwände nicht so hoch wie angekündigt ausfallen (was noch nicht hundertprozentig feststeht), müsse eine Section-Control eingerichtet werden. Denn statt der nachts erlaubten 60 Stundenkilometer rauschten die Lkws mit knapp 90 dahin.

Hieß es vom Ministerium bisher, die Section-Control sei per Gesetz keine Lärmschutzmaßnahme, zeigt sich Bures jetzt gesprächsbereit. Nach Abschluss der Sanierung im Sommer 2013 sollen Lärmmessungen erfolgen. Im Jahr darauf werde man sich dann mit der BI zur Evaluierung treffen und anhand der Prüfergebnisse entscheiden. Bis dahin stellte sie die Errichtung einer Radarkette in Aussicht. (ker, DER STANDARD, 5.7.2012)

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