Die lange Suche nach dem "Higgs"

  • Vor vier Jahren nimmt der LHC im CERN den Betrieb auf.
    foto: apa/epa/fabrice coffrini

    Vor vier Jahren nimmt der LHC im CERN den Betrieb auf.

Vor fast 50 Jahren wurde das Boson erstmals postuliert

1964 Der theoretische Physiker Peter Higgs sagt das später nach ihm benannte Teilchen voraus. Zwei weitere Forschergruppen kommen in diesem Jahr zu einer ganz ähnlichen Annahme.

1994 Der Rat des Cern, des Europäischen Kernforschungszentrums, beschließt den Bau des Large Hadron Colliders (LHC), eines rund 27 km langen und Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleunigers. Eines des Ziele ist der Nachweis des Higgs-Bosons.

1995 Das Fermilab in Chicago, die Konkurrenz zum Cern, entdeckt bei seiner Suche nach dem Higgs das Top-Quark, das auf Basis von Peter Higgs' Annahmen vorausgesagt wurde.

2008 Nach langer Testphase nimmt der LHC bei Genf im September den Betrieb auf.

2011 Die beiden LHC-Experimente Atlas und CMS finden unabhängig voneinander Hinweise auf die Existenz des Higgs-Bosons, die aber statistisch noch nicht abgesichert sind. Ähnliche Resultate kommen vom Tevatron in Chicago, der im September geschlossen wird.

2012 Der LHC erhöht nach der Winterpause die Intensität der Kollisionen. Am 4. Juli bestätigen die beide unabhängigen Projektteams am LHC die Existenz eines neuen Elementarteilchens. (bnw, DER STANDARD, 5.7.2012)

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