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Beim heurigen Linzer Pflasterspektakel vom 19. bis 21. Juli wird es wieder Feuer-Performances geben.
Linz - Das Linzer Pflasterspektakel von 19. bis 21. Juli bindet heuer auch die Kulturszene der Stadt ein. Die neue Local-Art-Schiene umfasst vier Produktionen. Insgesamt werden bei dem internationalen Straßenkunstfestival 400 Künstler aus rund 40 Ländern und - Schönwetter vorausgesetzt - 220.000 Besucher erwartet. Das Programm wurde am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit Vizebürgermeister Erich Watzl (ÖVP), Kulturdirektor Julius Stieber und der Leiterin des Straßenkunstfestivals, Kathrin Paulischin, vorgestellt.
Das Pflasterspektakel bevölkert auch heuer wieder zahlreiche Plätze in der City. Bei Schlechtwetter wird das gesamte Programm an eigene Regen-Locations verlegt. Bereits Tradition haben die Kaleidoskop-Nächte, bei denen die Höhepunkte des Tages als Variete-Shows zu sehen sind, die musikalischen Nightlines in Innenstadt-Lokalen, die Feuer-Performances sowie das Kinderprogramm. Klanghöfe bieten durchgehendes Musikprogramm. Eigene Pflaster-Hocker aus Karton, die Besucher um drei Euro erstehen und überall hin mitnehmen können, beugen müden Beinen und Kreuzschmerzen vor.
Freie Linzer Szene wird erstmals eingebunden
Erstmals wird heuer auch die freie Linzer Szene eingebunden. Diese habe seit langem mehr Wertschätzung gefordert, so Watzl. Diesem Wunsch wolle man mit der Local-Art-Schiene nachkommen. Mit an Bord sind der KunstRaum Goethestraße mit dem Projekt "Weiße Katzen - Sieben Leben". Drei überlebensgroße Samtpfoten werden dabei den öffentlichen Raum erkunden. Der Bildhauer und Maler Matthias Claudius Aigner mixt in seinem "Live Atelier unplugged" verschiedene Kunstformen. Der Musentempel zeigt sein Theaterstück "Rozznjogd" und Radio FRO will ein Radio-Ballett auf die Beine stellen. Über Kopfhörer erhalten die Teilnehmer dabei Choreographie-Anweisungen.
Das zum dritten Mal vergebene Pflasterspektakel-Produktionsstipendium in der Höhe von 10.000 Euro geht diesmal an "Reclaim! / Maracatu" der österreichischen Gruppe Novo Toque. Das Musiktheaterstück erzählt von Unterdrückung und Rückeroberung. Maracatu ist eine afrobrasilianische Musikform, Reclaim! eine globalisierungskritische Bewegung, die sich vor allem dem öffentlichen Raum verschrieben hat.
Das Budget des Pflasterspektakels beträgt 210.000 Euro. "Das entspricht einem Euro pro Besucher. Damit ist es die günstigste Kulturveranstaltung überhaupt, natürlich mit entsprechender Umwegrentabilität", erklärte Stieber. Für die Besucher ist der Eintritt frei, für manche Produktionen sind Platzkarten erforderlich. Die Künstler freuen sich über Hutgeld. (APA, 4.7.2012)
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