Brüssel teilt EMI und Universal Bedenken zu Fusion mit

4. Juli 2012, 13:32
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EU befürchtet dominierende Stellung bei Musik im Internet

Brüssel - Im Streit um die Übernahme des Musikkonzerns EMI Music durch seinen Konkurrenten Universal hat die EU-Kommission den Unternehmen ihre Bedenken mitgeteilt. Wie am Mittwoch aus informierten Kreisen in Brüssel verlautete, erklärten die Wettbewerbshüter der Kommission, wie die Fusion aus ihrer Sicht den Wettbewerb im Musikmarkt beeinträchtigen könnte. Das bedeutet, dass sich für die EU die vorläufigen Verdachtsmomente gegen eine zu starke Stellung des künftigen Unternehmens bestätigen. Im März hatte Brüssel eine eingehende Prüfung eingeleitet.

Der Plan zum Kauf von EMI durch Universal, die weltweite Nummer eins im Musikgeschäft, für umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro war im November angekündigt worden. In der Zwischenzeit meldete Brüssel Bedenken insbesondere zum Musikgeschäft im Internet an. Das künftige Unternehmen dürfe keine so starke Stellung einnehmen, dass es "den Markt für Internet-Musik zulasten der Kunden und der Musiker" umgestalten könne, erklärte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia im Juni. (APA, 4.7.2012)

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