Werbung bringt Piraterie-Seiten das meiste Geld

  • Filmportale mit Streams auf Serien und Kinofilme verdienen am meisten mit Werbung.
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    Filmportale mit Streams auf Serien und Kinofilme verdienen am meisten mit Werbung.

Google will bei Werbetreibenden und Kreditkartenunternehmen ansetzen

Die Content-Industrie wirft Streaming-Portalen wie dem abgeschalteten kino.to vor, Millionen mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Filme und Serien zu verdienen. Eine neue Studie besagt nun, dass die Seiten am meisten durch Werbung verdienen.

67 Prozent mit Werbung

Filmportale, die auf Filme- und Serien-Streams anderer Seiten (sogenannte File-Hoster) verweisen, ziehen demnach hinter P2P-Filesharing die meisten User an und wachsen am schnellsten. 67 Prozent der Portale finanzieren sich durch Anzeigen, wie die im Auftrag von Google und der Verwertungsgesellschaft PRS For Music in Großbritannien erstellte Studie besagt.

Kreditkartenunternehmen sollen blockieren

Für Google sei die effektivste Methode, um gegen Piraterie vorzugehen, bei den Werbetreibenden anzusetzen. Unternehmen sollten einen selbstregulatorischen Verhaltenskodex aufsetzen und nicht auf solchen Seiten Werbung schalten. Auch Kreditkartenunternehmen sollten nach Ansicht von Google für derartige Seiten blockiert werden. (red, derStandard.at, 4.7.2012)

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25 Postings
Die Frage ist...

...wo soll man denn bitte im Internet Filme legal schauen?

Ich fordere die Medienindustrie zu einer Antwort auf!

Super, total dafür!

Google akzeptiert keinerlei Werbeschaltungen auf den Google-Seiten mehr von Unternehmen, die bei content-sharern und Streaming-Portalen werben, diese kennen, schon mal dort waren, ähnlich heißen, sich kritisch zu DRM äußern ua. und finden deren Seiten auch nichtmehr im Google-Search.
Die Begriffe streaming, share, gratis, etc werden von der Google-Suche ausgenommen.
Bitte starten!

super, total dafür!

"Die Content-Industrie wirft Streaming-Portalen wie dem abgeschalteten kino.to vor, Millionen mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Filme und Serien zu verdienen."

Warum wirft sie das nicht auch Google vor?

Früher wäre es absolut gegen die Cracker-Group-Ehre gewesen, auch nur einen Cent mit Warez zu verdienen.

Die Portalbetreiber haben nur mit den Releasegroups genau nix zu tun.

auch 14 jährige cracker werden

erwachsen und müssen die miete für ihre wohnung bezahlen...

... die gehen dann aber meistens Vollzeit arbeiten und verdienen ihr Geld legal. :'D

"Unternehmen sollten einen selbstregulatorischen Verhaltenskodex aufsetzen und nicht auf solchen Seiten Werbung schalten."

Bei der Werbung die dort meistens läuft, werden die angesprochenen Unternehmen über einen "Verhaltenskodex" maximal lachen. ;)

Und jetzt stelle man sich vor, ein offizielles werbefinanziertes Streamingportal mit Anzeigen von Toyota, Apple, Puma, whatever...

...anstatt dubiosen Sexseiten.

Nicht so einfach -- aus wirtschaftlicher Sicht.

Auch wenn kino.to damit Mio. verdient hat, sind damit nicht die Umsatzziele zu erreichen, die sich die Contentindustrie pro Stream wünschen würde.

Und solange die nicht willens sind, sich die Preise massivst nach unten diktieren zu lassen, wird sich nichts ändern (und so unvernünftig, wie sich das auf den ersten Blick anhört, ist das auch nicht: wenn sich ein extrem niedriger Preis einmal als legal in den Köpfen festsetzt, sind die 25 Euro Bluerays Geschichte). Insofern würde das möglicherweise sogar negative Auswirkungen aufs Gesamtgeschäft haben; zumindest derzeit.

Dass es aber kommen wird, ist keine Frage, halt zunächst nicht mit aktuellen Sachen, die dann weiter piratiert werden...

Da es eher dubiose bzw am gesellschaftlichen Rand stehende Firmen sind, die auf streaming Seiten werben, wird soetwas vermutlich nix bringen.
Mydirtyhobby.com wird's recht Wurscht sein, wie das Image der Seite in der Gesellschaft gesehen wird.

na wer häts gedacht, dass sie das geld nicht durch den verkauf von software, musik und filmen verdienen...

Ja ich

vergönne denen jeden Cent.

Ich nicht.

Bei Filesharing von Privat zu Privat kann man ja meinetwegen noch diskutieren, aber wenn jemand mit den Werken anderer MILLIONEN verdient, ohne die Künstler, und die die das finanzielle Risiko getragen haben (Verwerter) finanziell zu entschädigen, dann sehe ich da keinen Gesichtspunkt, nach dem das gut ist.

Ausser pubertäres "Die böse Contentindustrie ist doch eine Mafia und ich vergönne denen jeden Schaden, aber meine Lieblingsfilme sollen sie bitte schon weiterproduzieren und es gibt ja eh 17 Beispiele von Musikern, die übers Internet großgeworden sind und die sollen eh alle von Konzerten leben und sich nicht aufpudeln und wie komme ich dazu, für irgendwas überhaupt zu bezahlen, die nehmen doch den armen Künstlern das Geld weg" natürlich

nachdem uns durch die werbung

eingeredet wurde "geiz ist geil", "bin ja nicht blöd" etc. wundern sich die "kreativen", dass jetzt niemand mehr bereit ist einen fairen preis zu bezahlen...

und andererseits fällt es mir schwer mitleid mit einer branche zu haben, die die abschaffung der privatsphäre fordert und kleine kinder auf absurde beträgen verklagt...

Ich muss Faeryl zustimmen

Die Welt ändert sich, ob das nun die Künstler und Verleger wollen oder nicht. Vertriebswege werden so oder so neu erfunden werden. Wenn ein Film 1€ kosten würde, wäre ich der beste Kunde.

dann soll die contentindustrie mal von ihren veralteten vertriebswegen runter.

einerseits maulen, weil alle so phöse raubmordkopieren und andererseits an längst überholten vertriebswegen festhalten wollen, geht halt auch nicht.

und moderne vertriebswege schließen einfach ein, dass man es immer on demand konsumieren kann. ist einfach so.

Für Google sei die effektivste Methode, um gegen Piraterie vorzugehen, bei den Werbetreibenden anzusetzen. Unternehmen sollten einen selbstregulatorischen Verhaltenskodex aufsetzen und nicht auf solchen Seiten Werbung.

Heute "Piraterie-Webseiten",
Morgen "Abtreibungs-Info-Webseiten" und
Übermorgen "P0rn0-Webseiten" ...

Wo wird das nur hinführen?

bitte nicht allzu ernst nehmen: zu chatroulette und der wertschätzung der schönheit der anonymen allgemeinheit.

Ah geh?

Standard? nichteinmal die APA?

Die Content-Industrie wirft Streaming-Portalen wie das abgeschaltete kino.to vor, Millionen mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Filme und Serien zu verdienen.

Unternehmen sollten einen selbstregulatorischen Verhaltenskodex aufsetzen und nicht auf solchen Seiten Werbung.

Mir wird schlecht...

geh die marketing/verkaufsabteilung hat doch keine ahnung. 2 in der früh auf twitch.tv: werbung für actimel mit barbara karlich, bebe. die sehen sich nach den meistbesuchten seiten aus einem land um und kaufen stur werbeflächen und -anzeigen. da sieht sich die mehrheit der verantwortlichen nicht einmal an, in welchem zusammenhang zu welcher zeit ihre werbung geschaltet wird, geschweige denn statistiken zu popupblockern auf besagten seiten (sofern technisch möglich).

Die Unternehmen, die auf Filmportalen Werbung schalten, sind genauso "seriös" wie die Filmportale selbst.

genau, deshalb werden sie sich auch nicht an einen "Kodex" halten.

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