Frankreich: Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen Microsoft

4. Juli 2012, 12:46

Verdacht des Steuerbetrugs über Geldstörme an ausgelagerte Firmen

Wie Gigaom nun berichtet, ist in Frankreich der Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen den Software-Riesen Microsoft bekannt geworden. Die französischen Behörden ermitteln gegen Microsoft, da der Verdacht aufgekommen ist, das Unternehmen hätte Steuerbetrug begangen. 

Umgehen der Körperschaftssteuer

Konkret wird Microsoft verdächtigt auf geheimen Weg Geld über ausgelagerte Firmen geleitet zu haben, um Körperschaftssteuer zu umgehen. Das französische Magazin Le Canard Enchaîné hatte die Vorwürfe aufgebracht, nachdem in Microsofts französischem Hauptquartier eine Steuerüberprüfung stattgefunden hat. Das Magazin behauptet, die Behörden würden genau untersuchen, ob Microsoft in den letzten vier Jahren ein anderes Unternehmen in Frankreich geführt hat, ohne dafür Steuern zu zahlen.

Vermeiden vs. Umgehen von Steuern

Körperschaftssteuern werden laut Gigaom von vielen Unternehmen, so auch Amazon oder Google, über Umwege vermieden, indem Geld umgeleitet wird. Die Körperschaftssteuer in Frankreich beträgt 33 Prozent. Gesetzeslücken würden dies im komplizierten Europäischen Steuerrecht ermöglichen und die Methoden sind oftmals sogar legal, wenn es um die Vermeidung von Steuern geht. Das Umgehen der Steuern sei jedoch illegal. (iw, derStandard.at, 4.7.2012)

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Wenn Steuerrecht so einfach und eindeutig wäre, gäbe es keinen Bedarf nach einem Steuerberater.

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