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Liebe Leserinnen und Leser von "Winders Wörterbuch",
wie doch die Zeit vergeht: Am 8. März 2005 sind die ersten drei Einträge dieses Wörterbuchprojekts online gestellt worden ("Einspritzpumpe", "Beinschinkensemmel", "Ich freu mich!"). Jetzt, im siebten Jahr seines Bestehens, hat der Autor das Gefühl, dass die Zeit für etwas Neues gekommen ist und er sich von der langen Wörterbuch-Routine verabschieden möchte: In der gewohnten Form wird es dieses Projekt nicht mehr geben.
Ich danke allen Leserinnen und Lesern, die das Forum über die Jahre hinweg mit viel wunderbarem und witzigem Wortmaterial versorgt und zu seiner Lebendigkeit beigetragen haben. Über kurz oder lang werde ich sicher ein neues Online-Projekt in Angriff nehmen - einstweilen kommentiere ich auf Twitter gelegentlich den einen oder anderen Wörterfund, der mir bemerkenswert erscheint.
Nochmals Danke und alles Gute!
Christoph Winder
(derStandard.at, 10.7.2012)
Wenn die Araber aufmucken
Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
Handfeste Hinweise
Nüchterne Zusammenarbeit
Mit dem Kopf gegen die Wand
Wenn Mimen in die Jahre kommen
Preise als Parodien
Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
Landsmannschaftlicher Sprachstolz
Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Pars pro toto
Verbalisiertes Kleingebäck
Unliebsame Überraschungen
Schleichwerbung von unten
Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
Ein brünstiges Verbum
Nationale Pendants zu Germano-Promis
Schmückende Beiworte
Ein Wort für den Whirlpool
Metaphorisch verwendete Geräte
Eine uralte Formulierung im Computermilieu
Ein Mittel gegen Kopfbeschwerden
Süchtigmachende Silbenkombinationen
Eine Metapher geht in die Luft
Aus dem Mundwerk der Handwerker
Urlaub auf poetisch
Was ist daran böse?
Schamvolle Schreibweisen
Ein Rückwanderer
Man spürt den Frühling
Ein Prachtformulierung im Radio
Entspannende Aktivitäten aller Art
Verwirrend am Schutzweg und anderswo
Nicht nur zu den Frankfurtern
... ist derb, aber anschaulich
Ironischer Tribut an sprachliche Anstandsvorschriften
In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
Nicht mehr ganz taufrisch
Kein Land wie jedes andere
Jetzt mit erweiterter Bedeutung
Wenn etwas auf die Nerven geht
Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
Hinweis auf ein kleines Übersetzungsproblem
Amtshandlung mit einem neuen Begriff
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
Hallo Lagos und trauernde Mitkonsorten!
Susa hier - ich hab das mit den Mitpostern irgendwie nicht durchschaut und mir einen neuen (alten) Nick angelegt.
Schade um die schöne Wörterbuchtradition und unsere herrliche Blödelei. (Gar nicht schade hingegen um ein Forum, in dem man nicht einfach auf "ignore" klicken kann. Ich hätt auch drauf gepfiffen.)
Wenn's euch freut, könnten wir uns auf Twitter neu formieren. Bitte Follow und kurzen Tweet mit "wwzg" und altem Nick an @et0sha. @christophwinder freut sich sicher auch. :)
Oder ihr schneit mal bei http://etosha.weblog.co.at rein und kommentiert dort, ich lege euch in meinem Blog sogar eine eigene Seite an, wenn ihr wollt.
Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit für euch alle! Susa.
Dank dir herzlichst für die Nachricht, liebe Susa/Etosha!
Ich hab ja Twittern immer abgelehnt, aber ich denk, es ist wie du sagst, eine neue Spielwiese...und zum Spielen war ich immer aufgelegt...
Friedliche Festtage für dich und für alle, um die du dich sorgst!
Bis bald!
frostige... äh frohe Festtage! Apropos Frust...äh Frost:
"Der Winder ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an.
Er scheut nicht süß noch sauer.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
hasst warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er sich totlachen.
Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort und hier,
gut Regiment zu führen,
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren".
( frei nach Matthias Claudius)
Die "legasthenischen Aussetzer" kommen - zumindest bei mir - nur vom Hudeln! Wahrscheinlich habe ich es auch deswegen nicht gewagt, Kinder in die Welt zu setzen :-)
Sachliche Romanze
Als sie einander sieben Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
Der Zwölf-Elf
Der Zwölf-Elf hebt die linke Hand:
Da schlägt es Mitternacht im Land.
Es lauscht der Teich mit offnem Mund.
Ganz leise heult der Schluchtenhund.
Die Drommel reckt sich auf im Rohr.
Der Moosfrosch lugt aus seinem Moor.
Der Schreck horcht auf in seinem Haus.
Desgleichen die Kartoffelmaus.
Das Irrlicht selbst macht Halt und Rast
auf einem windgebrochnen Ast.
Sophie, die Maid, hat ein Gesicht:
Das Mondschaf geht zum Hochgericht.
Die Galgenbrüder wehn im Wind.
Im fernen Dorf schreit ein Kind.
Zwei Maulwürf küssen sich zur Stund
als Neuvermählte auf den Mund.
Hingegen tief im finstern Wald
ein Nachtmahr seine Fäuste ballt:
Dieweil ein später Wanderstumpf
sich nicht verlief in Teich und Sumpf.
Der Rabe Ralf ruft
So viele rote Stricherl? Da muss jemand sehr, äh frustriert sein, weil das WINDERsche Wörterbuch nicht weitergeführt wird!
Interesanterweise bei fast jedem Posting 10 oder 11 Rote. Das sieht beinahe schon nach einem konzertierten IT-Angriff aus :-)
Da gab's doch einmal etwas: "Bin schon weg, bin schon wieder da..."
Das Ende des WINDERschen Wörterbuches bedauere ich wirklich!
Die neue "Mitposter"-Funktion hat etwas für sich! Bis heute war ich niemandes Follower. Aber bei "lagos", "cooldown" und "Steak vom Milchlamm" bin ich leider schwach geworden :-) Die Neugier ist halt doch eine nicht zu unterschätzende Kraft.
gibt´s da nicht ein ein Problem mit der Wiener Zeitung am Mittwoch...?
"Wiener Mittwoch-Zeitung' erscheint ab Montag nur mehr Dienstag und Freitag mit Ausnahme vom Aschermittwoch. Die Rehdagdion"
(frei nach Karl Valentin)
...und dann frage ich mich:
"Warum machst du das"?
Ich vermute , ich vermisse vertraute PosterInnen, die ich in anderen Standardforen nicht mehr finden kann. Schade!
Ich denke, ich bin wohl ein bissl zu sentimental!
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