Frankly Speaking

Kommentar |

Was eine Partei von und mit Frank Stronach dem Land brächte

Auf Facebook und Twitter werden bereits Vergleiche mit dem legendären Auftritt von Otto Waalkes in der "ZiB 2" gezogen. Das ORF-Interview mit Frank Stronach, Ex-Magna-Chef, Pferdeliebhaber und neuerdings Anwärter auf eine neue Partei, war am Dienstag tatsächlich äußerst skurril. Noch bevor Interviewerin Lou Lorenz-Dittlbacher eine Frage stellen konnte, begann Stronach seine Ausführungen in der Manier einer Sprechpuppe mit Wackelkontakt und Batterieproblemen.

Inhaltlich brachte Stronach kaum Neues: Seine Kritik am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), den er kurzerhand als EMS bezeichnete, ist durch seine Inseratenkampagnen bereits hinlänglich bekannt. Zudem ist diese Kritik auch keine Unique Selling Proposition (um auch hier ein wenig im Stronach-Style zu schreiben), weil er sie mit FPÖ und BZÖ teilt. Erstaunlich war, wie offen er die Rückkehr Österreichs zum Schilling forderte. Diesen Quatsch-Populismus leistet sich im Moment kein handelnder Politiker. Selbst der auf die Regierungsbeteiligung schielende Strache ist im Vergleich zu Stronach in diesem Punkt fast konstruktiv.

Sollte sich nun bis Herbst tatsächlich jemand kaufen lassen, um für Stronach einzureiten und seine "Wahrheit" zu predigen, oder sollte sonst irgendwie eine Partei aus der Inseratenkampagne werden, dann brächte das vor allem eines: einen saftigen Populismus-Schub für den Wahlkampf. Strache und Bucher hätten dabei einen neuen Konkurrenten, der sich noch mehr Unsinn leisten kann als die beiden Oppositionsparteien, die aus unterschiedlichen Gründen (Futtertrog vor Augen, Überlebenskampf) zur Mäßigung gezwungen sind.

Es braucht mehr Sachpolitik und keine Show des reichen Onkels, der nicht immer so erfolgreich war, wie er es gerne gewesen wäre. Oder, frankly speaking im Stronach-Style: Österreich darf nicht Austria werden. (Rainer Schüller, derStandard.at, 4.7.2012)

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    Korruption als Parteiprogramm.
    Einfach ehrlich - einfach Frank.

    Stronach erinnert mich sehr an Onkel Dagobert

    und unsere Politgößen könnten locker als Comic Figuren auftreten:
    für die Panzerknacker würden wir locker 10% der Politprominenz verpflichten, Donald Duck mit seiner blauen Mütze, dessen Neffen beim VSSTÖ und dessen Freundin Daisy Obfrau der Grünen ist
    Für Gustav Gans gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

    Altersstarrsinn und Rüpelhaftigkeit im TV sind noch lange kein Programm!

    Wir wissen auch ohne den Strohsack-Franzl was in unserem Land faul ist. Er hat auch schön profitiert, wohl zu wenig! Eigentlich haben wir genug Ungustln in der Regierung da muß der uns nicht auch noch die Seinigen aufs Auge drücken.

    Vielleicht

    finanziert ja Stronach den nächsten Wahlkampf von H.-P. Martin ;-)

    das waer DIE hetz'...

    ...ich freuert mich wie ein frischlackiert's hutschpferd auf die diskussion, wenn sich stronach vom weißen zornbinki wieder abwendet.

    Solange ein Mandatar wie der Verseschmied Großruck..

    ..das Parlament mit seiner Dichtkunst erfreut, ist auch Platz für andere Sonderlinge..

    Das Ohrensausen bei Rotschwärzchen fängt offensichtlich an...

    Für diese ganzen Austronordamerikaner muss man sich echt genieren - und das heißt einiges bei den Figuren die sich hierzulande lächerlich machen...

    Rainer Schwachsinn!

    Herr Schüller! Stronach ist Nr. 1015 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Aber es bleibt Ihnen vorbehalten, ihn als nur mäßig erfolgreichen "Onkel" zu bezeichnen.

    Und ähnlich unsachlich ist der Rest Ihres Kommentars. Klar, Kommentar. Da darf man ja alles schreiben, ohne Gefahr zu laufen, an Faktischem gemessen zu werden. Und das will ausgekostet sein!

    Fordern wir nicht immer in letzter Zeit endlich Politiker, die sich nicht im NLP-Speech ergehen? Die nicht aalglatt wie Teflonpfannen agieren? Und dann sitzt ein ganz anderer endlich im Studio, und den Kommentatoren fällt nichts anders ein, als sich über ihn lustig zu machen?

    Ich kann Sie nicht ernst nehmen, denn Sie haben keine Maßstäbe.

    der schueller hat keine maßstaebe?...

    ...nach welchen ihren solchen beurteilen sie das?

    FORBES ist ein kriterium der politischen kompetenz fuer sie?

    "da sitzt ein ganz anderer im studio". wir haben zwei verschiedene sendungen gesehen: mich hat das erratikum ganz, ganz stark an HPM erinnert.

    ich bin von GUTEN politikern gaenzlich anderes gewohnt als was ihr frankie-boy da ablieferte.

    Was Sie widerlegen wollen, hab ich nicht behauptet.

    1. Nach solchigen, die mir zu eigen sind.

    2. Forbes: Politische Kompetenz? Es ging um das Absprechen des Erfolgs! Den kann FS vorweisen. Und Forbes registriert dies.

    3. Wir haben dieselbe Sendung gesehen - halten Sie den Konflikt aus!

    4. Endlich: Ja, ich bin auch anderes und bessers gewohnt. Ich hab ja nicht behauptet, der Stronach ist so super. Aber - und das scheint Ihnen entgangen zu sein - er ist deutlich ANDERS. Er ist (bei all seiner patscherten Performance) angreifbar, hat klare Botschaften. Damit kann man sich orientieren: Will ich das oder will ich das nicht. Sonstige Politiker drücken sich vor dieser Klarheit.

    der speech im TV war aber NLP pur...

    ...und gute geschaeftsleute sind seltenst gute politiker: kontraere qualitaeten gefordert.

    Save us!

    Frankie-Boy soll bitte unbedingt kandidieren und der FPÖ so ein paar Prozenterl abknüpfen...ansonsten schaut es dunkel(-blau)für Ös nächste Zukunft aus!
    Dank im Voraus,Frank!
    (der gestrige "Runde Tisch" hat doch drastisch aufgezeigt,wie sehr SP/VP und v.a auch die Grünen argumentativ dzt. im Eck stehen...ein leichtes Spiel für rechte Populisten!)

    Wenn man argumentativ in der Ecke steht, dann ist es in der Regel so das es ganz einfach keine sachlichen Argumente mehr FÜR die Sache gibt für die man sich einsetzt.

    In so einem Fall ist es wurscht ob Rechts oder Links in der Ecke steht oder austeilt, weil derjenige der in der Ecke steht auf JEDEN FALL somit beweisst das es keine rationalen Gründe mehr für die Richtigkeit seines Zieles gibt.

    d.h. v.a. daß es in Ö eben keine ernstzunehmende oppositionspartei gibt-oder wollen sie allen ernstes die Fpö als akzeptabele alternative empfehlen??!!

    Am Anfang hat mich der Gedanke an den Politiker Stronach eher belustigt...

    ...aber dann ist mir eingefallen, wer oder was zur Zeit unser Bundeskanzler ist.

    wer oder was...

    lol, der tag ist gerettet

    unterirdisch??

    hab mir das Interview jetzt angesehen, und fand es (inhaltlich) gar nicht soooooo unterirdisch...okay Frankie ist ein alter, wahrscheinlich rechthaberischer und egozentrischer Mann, aber wie er agierte erklärt sich viel aus dem Stil wie er ihn aus Nordamerika gewohnt ist (Wahrheit...true and fair view......)...und über die Dominanz der Finanzwirtschaft über die Realwirtschaft brauchen wir wohl nicht mehr zu streiten (wir handeln mit Papierln ist kein schlechter Spruch). Im Vergleich zu so manchem öst. Politiker gilt der alte Leitspruch: besser präpotent als impotent.

    dummerweise

    ist der self-made-millionär und werkzeugmacher beides.

    frank würde uns viel zu lachen bringen

    der zib auftritt hat lugner niveau

    "Was eine Partei von und mit Frank Stronach dem Land brächte" wurde wo beantwortet?

    Nicht?

    "Sollte sich nun bis Herbst tatsächlich jemand kaufen lassen, um für Stronach einzureiten und seine "Wahrheit" zu predigen, oder sollte sonst irgendwie eine Partei aus der Inseratenkampagne werden, dann brächte das vor allem eines: einen saftigen Populismus-Schub für den Wahlkampf."

    War aber eh ein ziemlich langer Artikel, da kann man schon mal gedanklich ein Pauserl einlegen...

    "(...) dann brächte das vor allem eines: einen saftigen Populismus-Schub für den Wahlkampf."
    Sprich: nix gscheits.
    Bittesehr.

    "Sehr was Gscheits!"...

    Könnt doch sogar "sehr was Gscheits" bringen:
    Nämlich zumindest ein paar Prozenterl weniger für die FPÖ!
    Ansonsten ist zu befürchten,daß Ös nächste Zukunft ziemlich dunkel(-blau!)ausschauen wird!!
    Somit Dank im Voraus an Frankie-Boy!!!

    (wer gestern den "Runden Tisch" gesehen hat weiß wie schwach-verlogen SP/VP und auch Grüne geworden sind...ein leichtes Spiel für rechte Populisten...)

    "... Manier einer Sprechpuppe mit Wackelkontakt und Batterieproblemen ..."
    "... Quatsch-Populismus ..."
    "... saftigen Populismus-Schub ..."
    "... noch mehr Unsinn ..."

    und dann noch:
    "Es braucht mehr Sachpolitik ..."

    zuerst im kommentar andere überzeugungen unsachlich (ohne argumente) abqualifizieren und dann mehr sachpolitik fordern.
    wenn die polit sachlicher werden soll, dann kann das nur funktionieren, wenn es die politischen kommentare auch werden.

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