Universitätsring in Wien: Erste Straßentafel enthüllt

Ansichtssache |

Jahrelang war eine Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings im Gespräch, jetzt ist der alte Name Geschichte: Der Ringstraßen-Abschnitt rund ums Schottentor heißt künftig Universitätsring

Mittwochvormittag wurde das erste neue Straßenschild des vor kurzem umbenannten Universitätsrings, vormals Dr.-Karl-Lueger-Ring, enthüllt

foto: florian bayer/sarah dyduch

Unirektor Heinz Engl (li.) und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) präsentierten die erste neue Tafel direkt bei der Uni Wien.

foto: florian bayer/sarah dyduch

Auch der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo (li.) war bei der Enthüllung dabei.

foto: florian bayer/sarah dyduch

"Die Umbenennung ist ein entscheidender Schritt hin zum sorgsamen Umgang mit der Vergangenheit", sagte Mailath-Pokorny. Karl Lueger sei zwar ein historisch wichtiger Bürgermeister gewesen, allerdings auch bekennender Antisemit.

foto: florian bayer/sarah dyduch

Schon die Ankündigung der Umbenennung hatte großes mediales Interesse hevorgerufen; auch bei der Enthüllung war es so.

foto: florian bayer/sarah dyduch

"Die neue Bezeichnung Universitätsring bringt die Verbindung zwischen Stadt und Universität in besonderer Weise zum Ausdruck", meinte Rektor Heinz Engl.

foto: florian bayer/sarah dyduch

Die ersten neuen Tafeln - die restlichen folgen in den nächsten Wochen.

foto: florian bayer/sarah dyduch

Auch die Bauten am neuen Universitätsring tragen noch ihre alte Anschrift, in den nächsten Tagen werden aber alle Schilder ausgetauscht. (Florian Bayer/Sarah Dyduch, derStandard.at, 4.7.2012)

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Auch Google hats schon brav umbenannt:

http://maps.google.at/maps?q=wi... n&t=m&z=16

Auch wenn sie das wohl etwas falsch verstanden haben. :-D
Aber ein schöner Lacher gleich mal in der Früh :-D

Da mein gestriger Beitrag nicht freigeschalten wurde:

Begründung, weshalb auch "Universitätsring" als Ausdruck von Antisemitismus durchaus seine (historische) Berechtigung hätte

Quelle: http://science.orf.at/stories/1700034/

Was sagen Sie angesichts Ihrer Behauptungen dazu, dass der Dr.-Karl-Lueger-Ring auch auf Betreiben der Uni Wien in Universitätsring umbenannt wird?

Das ist, um es hart zu formulieren, eine Augenauswischerei. Rein historisch und etwas zynisch betrachtet hat für das Hauptgebäude der Uni Wien ein Antisemit als Straßennamensgeber bestens gepasst. Falls die Umbenennung wirklich kommt, sollte man der Gerechtigkeit und der Opfer wegen zumindest eine Tafel anbringen, die ehrlich auf die Geschichte nach 1918 eingeht

Die Dohnal als Namensgeberin war nicht möglich?
Lieber ein einfallsloses "Universitätsring"?

Schade, in Wien gibt es Straßen welche nach Blumen, Fußballer, Tiere... benannt sind, aber so gut wie keine Frau ist. Warum? Jetzt war wieder eine Möglichkeit da, es wurde auch vorgeschlagen, aber ein Gegenstand (Gebäude) hat diesmal vor einer Frau zu stehen.

Wieso denn gerade eine Frau? Nach einer Transgenderperson ist noch keine einizge Straße benannt. Ich finde erst wenn es genausoviele Transgenderstraßennamen gibt, wie Verkehrsflächen, die nach Frauen benannt sind, sollten die Damen der Schöpfung wieder beginnen aufzuschreien. Denn sonst muss man annehmen, dass es ihnen keineswegs um Gleichstellung geht, sondern einzig und allein um ihre Geschlechtsdominanz. Und gerade die werfen sie den Männern doch vor.

Es ist ja eh DIE Straße, DIE Gasse. Ist alles weiblich.
Reicht das nicht?

und DIE universität...

...ist was im gegensatz zu donahl, meyer lansky?

Gratulation, es hat zwar lange gedauert, aber nun haben wir einen Antisemiten zumindest teilweise getilgt.

Nun bitte das Denkmal von Che Guevara auch noch entfernen, der ist um keinen Deut besser...

Am angemessensten wäre allerdings Dr. Heinz Engl-Ring

Und jedesmal, wenn das Rektorenamt wechselt, wird umbenannt, um die Magnifizenz dieser hohen Würdenträger, die ohnehin wie Patriarchen in ihrem Haus agieren, zu betonen. Eigene Fahrspur am Ring wäre auch diskutabel.

Am Besten Wechselrahmen auf alle Straßenschilderpfosten. Denn man kann ja nicht im Ernst davon ausgehen, dass ausgerechnet der heutige Zeitgeist auch in ein paar Jahrzehnten noch unveränderte Zustimmung findet.

der heutige zeitgeist...

...zeigt sich dann in namen wie strengerstrafenhauptallee, prangergasse und park der anonymen anzeige.

Ich wär ja für ...

"Ing.-Richard-Lugner-Ring" gewesen :)

mir wäre auch Hering recht gewesen

Aber nur mit der Änderung eins Straßennamens wird die Geschichte auch nicht korrigiert.
Man sollte den Namen Lueger aus sämtlichen Geschichtsbüchern streichen.
Ganz einfach weg damit, so, als hätte es ihn nie gegeben. Nach einiger Zeit ist er dann auch aus dem Gedächtnis der Menschen verschwunden, und alles ist wieder in Ordnung.
Gleiches sollte man auch mit den Hörbigers, Mosers und wie sie noch alle heißen, tun.
Für ein sauberes Österreich.

Streichung ist es keine, man soll ja nicht vergessen.

Aber man kann im 21. Jh. schon aufhören Leuten zu huldigen und zu ehren, die Dreck am Stecken haben.

Was hat die Schach-Staatsmeisterin Eva Moser Böses getan? (außer dass sie mehrmals gegen mich beim Simultan gewonnen hat)

1984?

Sarkasmus, oder?

Wird ihnen aber schwer fallen, allen Kurzsichtigen ihr Che Guevara Tshirt abzunehmen...

Für ein sauberes Österreich, ohne Ehrung von Verbrechern... ;)

Weg mit dem alten Hetzer

PS: Hätte man für die feierliche Enthüllung den Ort nicht vorher etwas würdevoller (Pfosten vom schlimmsten Schmutz gereinigt) vorbereiten können?

würdevoller? wofür? nur weil sich ein paar kaspern in der stadtregierung eingebildet haben eine straße umbenennen zu müssen.

verstehens mich nicht falsch, ich find den namen universitätsring eh nicht schlecht, allerdings frag ich mich wofür der ganze schmafu überhaupt notwendig ist. sowas sinnloses..

bekommen die dort ansässigen firmen eigentlich die kosten für die neuen drucksorten, stempel etc. ersetzt oder müssen die einfach damit leben, dass hier einige wiener kommunalpolitiker besser als gut sein wollten?!

Vergangenheit aufarbeiten

Es geht hier nicht um irgendein Straßennamen. Es ist eine Ehre für eine Person, wenn eine Straße nach ihr benannt wird. Eine Stadt würdigt damit diese Person. Demnach ist es allerhöchste Zeit, dass dieser Straßenname ausgetauscht wird. Alle anderen, die antisemitische Personen würdigen gelich mit! Sonst wird das mit der Aufarbeitung des 3. Reiches nie was!
Und die Kosten für die Anrainer belaufen sich auf ein paar Euro, das werden die wohl schaffen!

Es kann nicht alles auf der Welt nach dem Schema Antisemit / kein Antisemit beurteilt werden. Ein Bürgermeister mag Antisemit gewesen sein oder nicht, antisemitische Hetze als Propagandamittel ausgenutzt haben oder nicht... das ist eine von vielen Seiten. Dennoch kann man sagen, daß die *anderen* Aspekte die Benennung des Ring-Abschnittes nach ihm durchaus rechtfertigen.

guten morgen,

die 1918-Version hätte mir persönlich besser gefallen "Ring des 12 Novembers" (Ausrufung der 1. Republik) - auch Ephrussi-Ring hätte doch was gehabt.

siehe bitte wiki

Sind wir eine kommunistische Diktatur?
Ring des irgendwas-Datum. Wie das klingt!

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