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Die Olympischen Sommerspiele in London stehen vor der Tür. Viele Vermieter sehen darin offenbar eine große Chance, ordentlich Reibach zu machen. "In Westlondon werden Wohnungen teilweise zu Mieten von 10.000 Pfund (rd. 12.500 Euro) pro Woche ausgeschrieben", berichtet Alix McAlinden, Geschäftsführer von Engel & Völkers in London-Chelsea, in einer Aussendung.
Freilich bewegen sich auch abgesehen davon manche Preise in der britischen Metropole schon im - großen - Bereich jenseits von Gut und Böse. Für Eigentumswohnungen in den bevorzugten Lagen Chelsea, Kensington, Knightsbridge und Belgravia werden Kaufpreise von 3.500 Pfund verlangt - und zwar pro Quadratfuß. Rechnet man das in Quadratmeter und Euro um, kommt derzeit laut aktuellem Kurs die stolze Zahl von 46.902 heraus. Also schon fast 47.000 Euro pro Quadratmeter.
Bis zu 93.000 Euro möglich
Und das ist noch lange nicht der Gipfel. Bei Stadthäusern mit "sehr hochwertiger Ausstattung" seien sogar bis zu 5.000 Pfund pro Quadratfuß bzw. 66.300 Euro pro Quadratmeter möglich, so McAlinden weiter. Im exklusiven Neubauprojekt "One Hyde Park" in Knightsbridge kann man sogar bis zu 93.000 Euro pro Quadratmeter loswerden.
Der Wohnimmobilienmarkt in London übertreffe traditionell die Entwicklung auf dem Markt im übrigen Großbritannien, so der Luxus-Makler weiter. Die steigenden Preise in den bevorzugten Lagen entkoppeln sich zunehmend vom nationalen Immobilienmarkt. Verantwortlich ist hauptsächlich die starke Nachfrage aus dem Ausland. "Man muss aber auch in London selbst den Gesamtmarkt vom Premium-Markt unterscheiden. Der Markt ist hier so eng, dass selbst ein leichter Nachfragerückgang keine großen Preisnachlässe nach sich ziehen würde", so McAlinden.
In den vergangenen drei Jahren sind die Preise im Top-Segment im Schnitt um 23 Prozent gestiegen. Heuer dürfte sich die Verteuerung vergleichsweise ein wenig abschwächen, bisher registriert man Anstiege von bis zu zehn Prozent im Vorjahresvergleich.
Ausländische Käufer pushen den Markt
"Vermögende Ausländer" würden weiterhin die Preisentwicklung im absoluten Top-Segment bestimmen, Wohnimmobilien in einer Londoner Top-Lage seien für viele Vermögende eben nach wie vor ein Statussymbol. Viele Käufer kommen aus der Finanzbranche, weiß McAlinden. "Rund 58 Prozent der Käufer verfügen über genügend Eigenkapital und sind nicht auf eine Finanzierung angewiesen. 55 Prozent sind private Anleger, 45 Prozent institutionelle Investoren."
Anfragen aus Festland-Europa haben mit den Turbulenzen in der Euro-Zone noch einmal deutlich zugenommen, berichtet der Engel-&-Völkers-Experte. "Die Käufer sind zu rund 60 Prozent Ausländer, die ihr Geld außerhalb der Eurozone anlegen wollen. 2010 und 2011 waren es besonders Griechen, darauf folgten wohlhabende Spanier und Italiener."
Auch die Nachfrage durch Russen, Kasachen und Chinesen sowie Kunden aus dem Mittleren Osten nehme aber kontinuierlich zu. Nicht zuletzt wegen der Olympischen Spiele: Diese hätten neben den Auswirkungen auf die Kurzzeitvermietung nämlich auch einen "nachhaltig positiven Effekt" auf den Wohnimmobilienmarkt, glaubt McAlinden - und meint damit in erster Linie wohl das Makler-Business: "Die durch das Sportereignis ausgelösten Investitionen in die Infrastruktur, Anbindung und Entwicklung von Wohnraum werden zusätzlich ausländische Investoren anziehen." (red, derStandard.at, 4.7.2012)
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ist die blase schon geplatzt. die engländer betreiben den volkssport sich in bessere häuser hochzukaufen und waren oft der meinung ihre immos wären werthaltig.
in manchen gegenden uks sind die träume schon geplatzt.
die planung, wenn die kinder auf der uni sind, kaufen wir ein kleineres haus, zahlen mit dem gewinn die uni und den lebensabend, geht sich für viele nicht mehr aus.
Papi hat mir damals zum 21er ATS 50.000 geschenkt. Ich habe mir ein Einzimmer-Appartement - 22m2 - in London gekauft. In einer studentisch verlausten Gegend, vor 30 Jahren. Gebraucht hatte ich es nicht, aber in Wien war und ist das ein echter Prestige-Aufrissmagnet. Aktuell wirft es ca. € 350/Woche Mieteinnahmen ab und hat mir über die Zeit meine Wiener Eigentumswohnung (68m2) finanziert.
Warum so viel gekauft wird liegt daran das viele Millionäre ihr Geld vor den Regierungen in Sicherheit bringen wollen. Dank der Enteignungsstrategie zB der Franzosen wandern jetzt Millionen nach GB. Irgendwann wird dann die Blase in GB/London zsammenbrechen und Milllionenwerte vernichtet. Warum fördert man nicht Investitionen der Reichen in die Wirtschaft? Damit wäre viel mehr geholfen.
Franzosen sicher auch, aber soweit ich weiß, sind die meisten Käufer momentan reiche Chinesen, die (aus verständlichen Gründen) ihrer eigenen Regierung nicht trauen und ihr Geld in "sicheren" Häfen parken wollen.
Langfristig geht das nicht gut. Die marode Wirtschaft GBs wird von reichen Ausländern subventioniert. Irgendwann platzt die Blase und dann werden diese wohlhabenden Menschen England für das sehen, was es ist: eine verregnete, altmodische Insel mit schlechtem Essen.
der dann Sätze wie 'Die Londoner Immo-Blase platzte völlig überraschend' und/oder 'Die neue Krise war für niemanden vorhersehbar' absondert, sollte man hochoffiziell mit nassen Fetzen aus dem Land jagen.
Immerhin ist London ein Knotenpunkt der Finanzwelt und zieht damit alle möglichen Reichen bzw. Investoren an.
Und hinter denen kommen Heerscharen von denen die reich werden wollen oder auch nur am Kuchen teilhaben wollen. Das kann man mit den Bauerndörfern Wien, München oder Berlin überhaupt nicht vergleichen.
Das spielt sich um etliche Level höher ab.
Natürlich können die Preise fallen, aber die brit. Regierung hat am Anfang der Bankenkrise gezeigt, daß sie , mit Steuergeld, massiv gegenzusteuern gewillt und in der Lage ist.
Ich habe in punkto London keine Befürchtungen.
Die anderen engl. Städte leiden allerdings darunter.
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