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Zwischen den kritischen Fragen der Jugendlichen: Unterrichtsministerin Claudia Schmied.
Wien - Stolz sollen wir auf sie sein können, sagt Claudia Schmied auf die Frage von STANDARD-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid nach ihrem Wunsch für eine zukünftige Schule.
Die Unterrichtsministerin stellte sich letzten Mittwoch bei der Diskussionsreihe "Zukunft am Wort", die vom STANDARD und dem ORF Wien veranstaltet wird, den kritischen Fragen von Jugendlichen. Diese wurden durch Björn Puhr, Schulsprecher am BG Hollabrunn, und Franz Kien, Schüler der HLT Retz, vertreten. Das Podium wurde vom Politikanalyst Peter Plaikner komplettiert. "Wie sieht die Zukunft der Schulen aus?" war der Titel der angeregten Debatte im Dschungel Wien.
"Sich auf die Vielfalt einzulassen und sie wertzuschätzen, das halte ich für ein Grundprinzip", spricht sich Schmied für die Förderung individueller Stärken aus: "Jeder von uns kann irgendetwas besonders gut, jeder von uns kann Elite sein."
Noten abschaffen
Die jugendlichen Diskutanten sind einverstanden, ihnen ist aber das Beurteilungssystem mit Ziffernnoten ein Dorn im Auge. Kien wünscht sich individuelle, mündliche Beurteilung. So würde den Schülern Spaß am Lernen vermittelt werden. "Viele Schüler lernen kurzfristig und vergessen den Stoff schnell wieder."
Eine gewisse Ineffizienz des Bildungssystems zeigen auch die Zahlen von Plaikner: In Österreich wird verhältnismäßig viel Geld pro Schüler in Bildung investiert, bei der Pisa-Studie werden aber vergleichsweise schlechte Ergebnisse erzielt. Im Gegensatz dazu beruft man sich immer wieder auf die skandinavischen Länder.
Auch Puhr bringt ein Beispiel aus Finnland ein: "Dort können Noten erst ab der fünften Klasse des Gymnasiums vergeben werden. Verpflichtend ist eine Notengebung erst ab der siebten Klasse", spricht auch er sich für ein alternatives Notensystem aus.
Die Bildungsministerin möchte jedoch an den Zahlennoten festhalten. Wir würden in einer Zeit leben, in der man auch nach der Schulzeit, ständig beurteilt werde. "Aber nicht wie in der Schule, wo eine Note allgemeine Gültigkeit hat", konterte Puhr.
Auch forderten beide Jugendlichen, alte Strukturen wie den Unterrichtsbeginn um acht Uhr und die Einteilung der Schulstunden zu überdenken. "Die erste Stunde ist verschwendet", weil sie zu früh beginnt, sagte Puhr. Und: Niemand könne 50 Minuten konzentriert zuhören. Offen für Veränderung ist Schmied beim Konzept des Elternsprechtags. Dieser sollte stattdessen ein "Eltern-Schüler-Lehrer-Sprechtag" sein.
Aus dem Publikum meldeten sich viele Schüler und Lehrer zu Wort. Eine Lehrerin kritisierte die Abschaffung der Leistungsgruppen: "Jetzt sind meine schwachen Schüler negativ und deutlich weniger motiviert." Die Ministerin sprach sich dagegen klar gegen die Einteilung in verschiedene Könnensstufen aus und dafür, zu ermöglichen, "dass Schüler mit unterschiedlichem Wissensstand voneinander lernen".
Politikexperte Plaikner brachte einen weiteren Aspekt ein: "In meiner Generation war die Matura der Schlüssel zu sozialem Aufstieg. Das gilt heute nicht mehr." Er erkennt eine "erschreckende Entwicklung": Ausgerechnet in wirtschaftlich begünstigten Gebieten - etwa in Tourismusregionen - zeichne sich vermehrt Bildungsfeindlichkeit ab: Immer weniger Schüler machen hier Matura. "Da muss man entgegenarbeiten, denn unsere wirtschaftlichen Erfolge sind in der Bildung verankert", argumentierte Plaikner.
Bildungspolitische Blockade
Auch die großen Themen Ganztagsschule und Zentralmatura fanden ihren Platz in der Diskussion. Einhellig gestanden die Diskutanten eine gewisse "Blockade" ein, was bildungspolitische Reformen in Österreich betrifft. Diese liege im ewigen Den-anderen-Schlechtmachen, ist Kien überzeugt. Vonseiten der Politik, aber auch der Medien. Man konzentriere sich rein auf das Negative, nicht auf die Fortschritte.
Daher hob Schmied abschließend die positiven Aspekte der Reformen der letzten Jahre hervor, etwa das verpflichtende Kindergartenjahr. Auch Puhr zeigte sich optimistisch. Es gebe bereits genügend Ideen und Ideale zur Verbesserung der Schule - "aber wir brauchen endlich Wege, um diese auch umzusetzen." (Tarek Diebäcker, Anna Schnabl, DER STANDARD, 4.7.2012)
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und china als der weisheit letzter schluß genannt...
kennt jemand diese schulsysteme wirklich...
drill gehorsam leistung...in china ist der lehrer der liebe gott...dort würde es ein schüler niemals wagen irgendetwas anzustellen...
österreich müsste 3 x soviel geld in schulbildung investieren um so ein system technsich auf die beine zu stellen,eine komplette illusion...
vom restlichen mal ganz zu schweigen...
zu pisa...wenn man schon monate nur für so einen test lernt oder gedrillt wird, ist es leicht dort gut abzuschneiden...
siehe china japan finnland...
keine noten mehr...später anfangen...keine tests...und die klugen und die dolme gleichzeitig unterrichten...dann kommt sicher was dabei raus...wohl rein zufällig und nicht geplant...
ich kann mir vorstellen wie das auf jemanden wirken muss der jahrelang unter ziffernnoten in die schule ging, aber ziffernoten stellen ein äußerts ineffizentes Beurteilungsschema dar, sie geben keine wirkliche information über den aktuellen wissenstand des schülers, denn sein wir uns mal ehrlich, jeder weis wie leicht eine note durch schummeln bei tests oder schleimen beim lehrer beinflusst werden kann, da finde ich ein verbales beurteilungsblatt das von zwei bis drei lehrkörpern(im zuge von modularer-Mehrstufenklassenpädagogik) verfasst wird wesentlich besser,so funktionierdende Modelle gibt es seit 13 jahren und sie laufen ohne beschwerden... also nichts verurteilen was auf den ersten blick seltsam wirkt^^
die soll einmal zeigen, wie ein kind mit lernproblemen oder anderen beeinträchtigungen elite sein kann, die meisten menschen fühlen sich nur mehr verarscht von solchen phrasen, wer elite sein darf, bestimmen eh nur diese parteihanseln und wollen den anderen vorlügen, dass jeder aufstiegschancen hat. in den großen unternehmen snf nur 2%, die aufgestiegen sind, der rest sind lauter typen, die von iohren altvorderen reingschoben wurden. die soll doch ander für deppat halten
Mir ist klar, dass Sie damit meinen, dass diese Veranstaltung keine Veränderungen in unserem Schulsystem bringt, allerdings muss man auch sehen, das damit das Thema stärker gewichtet wird, und wenn zumindest 10 Österreicher sich jetzt Gedanken zum Schulsystem machen, hats schon was gebracht.
dann lebten wir in paradiesischen Zeiten, da wir derzeit im Monatstakt Kommando vor oder zurück oder ganz etwas anderes aus dem Ministerium empfangen.
Leider ist Veränderung nicht immer Verbesserung. Im Fall der österreichischen Schule hat sich der Begriff "Reform" zu einem Synonym für das Gegenteil entwickelt.
Wer etwas von Bildungssystemen versteht, weiß, dass Diskussionen über Bildungsreformen offen, ehrlich und vor allem gleichberechtigt ablaufen müssen. Sonst gibt es nur Frustration und innere Emigration bei den Akteuren. In Österreich wird aus vollen Rohren auf die Lehrer/innen geballert, von denen man sich dann die Ausgestaltung einer besseren Schule erwartet.
Das ist schlicht und einfach unrealistisch.
in die Elite wird man geboren.
-Sein können- ist die Lüge der Postmoderne, die Karotte die vor den Esel gespannt wird. Die Triebkraft des Konsumwahns, die Eitelkeit der Mittelmässigen und letztlich das Ressentiment der Unterschicht.
Bei meinem Schweiss !
Kann einmal jemand der Frau die Normalverteilungskurve erklären? Abgesehen davon - die diagnostische Qualitäten von Noten ist miserabel, wozu benötigen wir ein Instrument, dass im Endeffekt kaum etwas aussagt? Entweder bemüht man sich um wirklich sinnvolle Benotungen oder man schafft sie ab.
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