EU: Download-Games müssen weiterverkauft werden können

  • "Das wird den Markt für digitale Distribution aufrütteln."
    foto: sony

    "Das wird den Markt für digitale Distribution aufrütteln."

Industrievertreter sprechen von weitreichenden Folgen für die Industrie

Per Download erworbene Software und Videospiele müssen laut einem Entscheid des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) weiterverkauft werden können. Das am Dienstag gefällte Urteil geht, wie berichtet, auf einen Rechtsstreit zwischen der Firma UsedSoft und dem Konzern Oracle hervor. Das deutsche Unternehmen UsedSoft handelt mit gebrauchten Software-Lizenzen. 

Egal, ob Download oder DVD

Mit dem Verkauf der Software seien die Rechte des Herstellers an der betreffenden Kopie erschöpft, erklärten die Luxemburger Richter zur Begründung. Dabei könne es keine Rolle spielen, ob es sich um eine CD-Rom oder DVD oder aber um eine "nichtkörperliche Kopie" aus dem Internet handelt. Sehe der mit dem Verkauf geschlossene Lizenzvertrag ein dauerhaftes Nutzungsrecht vor, sei dies nicht an den Erstkäufer gebunden. Allerdings dürfe der Erstkäufer die Software für den Weiterverkauf nicht kopieren.

Industrie auf den Kopf gestellt

Das Urteil dürfte weitreichende Folgen für die Videospielindustrie haben, die immer stärker von Download-Verkäufen lebt. Frank Gibeau, Label-Manager des weltgrößten Videospielherausgebers Electronic Arts, schätzt, dass zumindest sein Konzern bereits "in naher Zukunft" komplett auf Digital-Verkäufe umgestiegen sein wird.

Der Download-Vertrieb über Portale wie Steam, Origin, PSN, Xbox Live oder Mobile-Shops wie Apples App Store und Google Play boomt. Dementsprechend dramatische Auswirkungen erwartet Green Man Gaming-Chef Paul Sulyok für den Digital-Markt. "Das wird den Markt für digitale Distribution aufrütteln. Auf lange Sicht bedeutet das große Veränderungen. Origin und Steam müssen Mechanismen entwickeln, mit Hilfe derer Kunden die Aktivierung von Download-Inhalten rückgängig machen können, um sie an Zweitkäufer weiterreichen zu können", sagt Sulyok gegenüber Eurogamer. (zw, derStandard.at, 4.7.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 211
1 2 3 4 5

Im neuen User Agreement von Steam meine ich auch schon Andeuteungen in diese Richtung gelesen zu haben.

Nicht schlecht.

Erst ACTA, jetzt das. Geht es bergauf ?

hey und wie sieht es mit online gekauften filmen, musik und büchern aus, wie verkauft man die weiter?

Bin kein Jurist, aber ausfechten müßte man es sicher.
Klingt aber nach ähnlicher Materie, als Laire würd ich sagen: analog.

hoffentlich werde ich dann entlich stronghold 3 los (dieses bugzersetzte spiel hätte nie verkauft werden dürfen --frechheit )

Einfach bei Ebay einstellen, verkauft sich sicher so lange Sie nicht extrem viel verlangen.
Aber das Spiel war wirklich überhaupt kein würdiger Nachfolger für die guten Teile davor.

ja leider

MArketing

ned so ganz deins?

wie ist das mit Apps?

Ein paar würde ich gerne weiterverkaufen

schließt das einen "online pass" mit ein? weil das ist ja momentan der aktuellste trick gebrauchte spiele wertlos zu machen

Was für ein gutes Urteil!

Nur wie lange wird es dauern bis sich bei Steam und Konsorten was ändert?

Jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung und weiter so.

bei steam und co wär's ja noch recht leicht umzusetzen, aber für spiele die nicht über solche plattformen daherkommen bedeutet das, dass die hersteller einen permanenten onlinezwang relativ leicht rechtfertigen koennen.

Die schließt ja nicht aus, dass die Anbieter an einem Weiterverkauf mitverdienen dürfen.

Sprich ein kleiner Betrag / %-satz des Erzielten Verkaufspreises geht an den Anbiert + Produzent.
Ähnlich einer E-Bay Gebühr ode so.

Sehe da nicht ein so großes Problem, vor allem wenn die Titel einen guten MP besitzen, wird dieser nicht so oft weiterverkauft. Ich selbst behalte mir auch die guten SP Titel.

Wenn ich vllt. einmal zu alt bin um zu Spielen, es die Plattformen noch gibt, der Verkauf nach wie vor möglich ist und es meine Kinder nicht interessiert, könnte man es weiterverkaufen :). Zumindestens kann man Titel verkaufen die einem selbst nicht besonders zu sagen.

Wenn ich Software X kaufe...

... später einmal nicht mehr brauche und verkaufe, wieso soll ich AN IRGENDJEMAND eine "Gebühr" zahlen, wenn ich es einfach so an den Mann bringen kann?

Diese "Weiterverkaufsgebühr" wird sicherlich in die neuen Produkte eingepreist werden. So laufts ja immer.

Weil sie die Plattformkosten tragen müssen, sowohl Hersteller als auch Vertreiber.

Sie müssen bei E-Bay doch ebenfalls Gebühren bezahlen. Im Normalfall wird ein SW-Produkt so kalkuliert, dass dies eben die Bereitstellung nur für den einen Kunden kalkuliert werden. Nun benutzen es auf einemal durch Weiterverkauf, zig verschiedne und es kommt nicht mehr herein und die Betriebskosten bleiben.

Alternativ könnten in Zukunft einfach die Preise noch höher sein.
Ich könnte es einsehen, dass zumindestens der Vertreiber eine Gebühr einheben könnte. So werden zumindestens nicht die Gesamtkosten auf den Erstkäufer abgeladen. Die Frage ist ob die wirklich so fair agieren würden und nicht einfach teuer werden + Gebühren einheben.Dann hilft nur Boykott

Das hat Potential. Muss man für Gebrauchtspiele zukünftig nicht mehr extra in einen Shop fahren sondern kann es bequem von daheim aus erwerben. Find ich klasse.

find ich gut - phöse EU!

Ihr kennt sie sicher alle - die EU-Jammerlappen. Die phöse EU, sooo schlecht und sooo unendlich böse halt. Aber ab und zu fällt die EU Entscheidungen, welche für uns Kunden/Bürger gut sind - so wie diese jetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=BbOedZN3Sb4

Also gut. Mal abgesehen von sanitären Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der öffentlichen Ordnung, der Bewässerung, Straßen, der Wasseraufbereitung und der allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die Römer JE für uns getan?

nur weil du dir..

..gerne für JEDES game/zusätzlichen download >50€ aus der tasche ziehen lässt, heisst das nicht, dass alle second-hand-gamer jammerlappen sind, nur weil ihnen dieses vermarktungsmodell nicht passt. es geht hier ums prinzip, schliesslich hängt hier ein ganzer branchenzweig dran, der mit einem schlag eingestampft würde. gamestop und playtime und wie sie alle heissen, wären geschichte. deine individuelle meinung ist dem kollektiv ziemlich egal. umgekehrt ist es wohl auch so, zumindest liest man es so raus.
p.s. du kannst ruhig weiterhin "böse" verwenden, wir verstehen es auch so ;)

Du solltest N7s Post nochmals lesen...

...und vielleicht ein wenig den Sarkasmus einschalten, dann klappts auch mit dem Verstehen. Er hat nämlich in keinem Wort einen Second-Hand-Gamer als Jammerlappen bezeichnet ;)

ACTA

.... so ganz nebenbei.

und deine argumentation gegen das urteil ist schon sehr schräg. wenn ich ein spiel fertig gespielt habe, warum soll ichs dann nicht weitergeben dürfen. dieses selbstverständnis des dauerkonsums ist schon erschreckend.

gut..

..hab ich den weiterverkauf von dl-games halt eben mit dem secondhand markt verwechselt. aber wo liest du bitte, dass ich GEGEN einen weiterverkauf bin? und dein geschwollenes gelaber zum dauerkonsum ist auch fein, aber zielt ein wenig an der sache vorbei. kreuzspinnen finde ich viel erschreckender..

Hey, schon lange nix mehr von dir gehört - du hast mich wie immer missverstanden. Mit EU-Jammerlappen meinte ich die Leute, die den ganzen Tag über/gegen die EU jammern/bashen. Das hat nix mit der Spiele-Industrie zu tun. Ja, für sehr gute Spiele gebe ich gerne € 50 aus, keine Frage.

PS: So wie manche Helden "Fanbois" schreiben, schreibe ich gerne phöse ... weil es den Sarkasmus noch mehr unterschreicht ;-)

juhu ein second hand appstore!!

Posting 1 bis 25 von 211
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.