Bürgerprotest stoppt Schwermetall-Fabrik

4. Juli 2012, 08:33
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Behörden der chinesischen Stadt Shifang lenken ein. Die Anrainer befürchteten Umweltschäden durch Kupferlegierungs-Fabrik

Peking - Nach heftigen Protesten Tausender Anrainer verzichten die chinesischen Behörden auf den geplanten Bau einer Fabrik für Schwermetalle. Die südwestchinesische Stadt Shifang werde das Projekt nicht umsetzen, sagte der Chef der örtlichen Kommunistischen Partei, Li Chengjing in der Nacht auf Mittwoch. Das Bauvorhaben hätte viele Jobs geschaffen und der Stadt Geld eingebracht, ergänzte er. Seiner Regierung sei es aber nicht gelungen, den Bürgern die Vorteile des Projekts zu erklären.

Gegen den Fabrik-Neubau hatten am Montag und am Dienstag tausende Menschen demonstriert, weil sie durch die Verarbeitung von Schwermetallen Umweltschäden befürchteten. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Umweltfragen sind in China, wo das rasante Wachstum nicht selten auf Kosten des Umweltschutzes geht, immer häufiger Anlass für Proteste. (APA, 4.7.2012)

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    Die Bürger von Shifang protestieren trotz massiver Drohungen der Behörden.

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    21 von der Polizei verhaftete Bürger sind mittlerweile wieder entlassen.

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