US-Ölpreis mit schwacher Tendenz

4. Juli 2012, 14:06
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag etwas schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 87,04 Dollar und damit 0,71 Prozent weniger als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 100,00 Dollar gehandelt und damit um 0,68 Prozent tiefer als zuletzt.

Nach den jüngsten Zugewinnen kamen die Ölnotierungen im heutigen Verlauf etwas zurück. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung vor allem auf Gewinnmitnahmen sowie auf die etwas schwächer tendierenden Aktienmärkte. Der Euro gab gegen den US-Dollar etwas nach.

Angebotsrisiken rückten nach Meinung der Commerzbank zuletzt in den Fokus und werden als Erklärung für die jüngste Preisstärke herangezogen. Vor allem die Situation rund um den Iran sorge für Unruhe. Aus Sicht der Commerzbank-Analysten sollte sich der Markt nun verstärkt nach den Fundamentaldaten richten und auch der Liquiditätssituation mehr Aufmerksamkeit schenken.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.617,00 Dollar und damit etwas höher zum Dienstagvormittags-Fixing von 1.608,50 Dollar. Im Zuge der allgemeinen Erholung bei den Rohstoffen am Vortag hatte auch der Goldpreis wieder etwas an Terrain gutmachen können. Die nun verbesserte Stimmung an den Finanzmärkten, ein schwächerer US-Dollar und die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in Europa haben zuletzt für Auftrieb bei dem Edelmetall gesorgt.

Nicht nur Kurzfristspekulanten trugen zum gestrigen Preisanstieg bei. Vielmehr haben eher langfristig orientierte Investoren Gold gekauft, geht aus der aktuellen Commerzbank-Studie hervor. Die Gold-ETFs haben laut Bloomberg am Dienstag Zuflüsse verzeichnet und ihre Bestände auf einen Rekordwert ausgeweitet. Die Commerzbank interpretiert die Zuflüsse klar als Stärke. Dies dürfte eine gute Basis für den von ihr erwarteten nachhaltigen langfristigen Preisanstieg bieten. (APA, 4.7.2012)

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