Paszek scheitert im Viertelfinale an Asarenka

3. Juli 2012, 20:30
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21-Jährige verliert gegen eine groß aufspielende Viktoria Asarenka - Sieges­lauf zu Ende, Selbstvertrauen gestärkt - Weißrussin: "Es war schwer für mich"

London - Tamira Paszek hat am Dienstagabend auf dem Center-Court von Wimbledon zwar wie vor einem Jahr im Viertelfinale gegen Viktoria Asarenka verloren, aber viele Sympathien und Fans gewonnen. Die 21-jährige Vorarlbergerin zeigte, warum sie zuvor neun Matches in Folge ungeschlagen geblieben war und nicht weniger als drei Top-Ten-Spielerinnen in kürzester Zeit geschlagen hatte. Paszek musste sich diesmal erst nach 1:49 Stunden mit 3:6 6:7 (4) der Weißrussin beugen.

Der fehlt nun nur noch ein Sieg, um wieder die Nummer-eins-Position zu erklimmen. Asarenka muss dazu allerdings am Donnerstag auch die vierfache Wimbledonsiegerin Serena Williams bezwingen.

Paszek konnte den Center-Court erhobenen Hauptes verlassen, 2011 war sie von der starken Asarenka noch mit 6:3 6:1 vom Platz gefegt worden, doch die Leistungssteigerung zwölf Monate später war gewaltig. Der erste Satz ging vom Resultat her mit 6:3 noch glatt aus, dauerte aber 45 Minuten. Was Asarenka in diesem Durchgang aber letztlich unverletzbar machte, war ihr Aufschlag: Lediglich ein einziger Punkt gelang Paszek bei den Service-Games der Weltranglisten-Zweiten und Australian-Open-Siegerin dieses Jahres. Asarenka nützte hingegen letztlich den insgesamt siebenten Breakball zur 5:3-Führung und servierte danach zur 1:0-Satzführung aus.

Winner mit Vor- und Rückhand

Satz zwei verlief von Beginn an noch ausgeglichener, allerdings hatte Österreichs Nummer eins vor allem im dritten Game besonders mit ihrem Aufschlag zu kämpfen. Danach ging es bis zum 4:4 mit dem Aufschlag, ehe Asarenka der Dornbirnerin das Service zu null abnahm. Dies schien die Vorentscheidung zu sein, denn Paszek hatte ja bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Breakchance vorgefunden.

Doch die enorme mentale Stärke und der Kampfgeist der Eastbourne-Siegerin kamen noch ein weiteres Mal zum Vorschein: Die immer wieder sowohl von der Vorhand als auch von der Rückhand mit Winnern punktende Paszek erkämpfte sich doch tatsächlich das Rebreak zum 5:5, gab neuerlich den Aufschlag ab und schaffte es dennoch ins Tiebreak.

Drama im Tie-Break

In diesem führte Paszek mit 2:0 und hielt bis zum 3:3 mit, ehe sich Asarenka einen 6:3-Vorsprung und damit drei Matchbälle verschaffte. Einen Matchball wehrte die immer wieder vom Publikum angefeuerte "Mimi" - wie sie genannt wird - noch mit einem krachenden Rückhand-Gewinnschlag ab, dann aber war es vorbei. Asarenka jubelte ausgelassen. Sie wusste, dass dieser Sieg weit mehr wert war, als noch jener vor einem Jahr.

"Die Spiele waren wirklich knapp. Wir haben beide im zweiten Satz das Service gut gehalten. Es gab viele Rallyes von der Grundlinie, es war schwer für mich", lobte Asarenka die jüngste Viertelfinalistin des diesjährigen Turniers. Zum Match gegen Williams meinte sie: "Es gibt keine schwierigere Gegnerin als Serena Williams. Aber im Halbfinale gibt es keine leichte Gegnerin mehr."

Paszek kann sich mit einem Preisgeld in Höhe von 145.000 Pfund (180.000 Euro) sowie 500 WTA-Punkten trösten. Sie wird laut WTA-Prognosen in den Top 40 bleiben und ab Montag auf Platz 36 aufscheinen. Ihr bisher bestes Ranking verpasst sie damit vorerst um eine Position. Und Wimbledon 2012 ist für sie noch nicht vorbei: Sie steht mit Julian Knowle im Mixed-Achtelfinale. (APA, 3.7.2012)

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    Tamira Paszek hat wieder Vollgas gegeben, allein, ihre Gegnerin war einfach zu stark.

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