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Washington - Die internationalen Truppen in Afghanistan können bald wieder über den Landweg von Pakistan mit Nachschub versorgt werden. Die Regierung in Islamabad beendete die im November nach einem US-Luftangriff auf einen pakistanischen Grenzposten verhängte Blockade der Nachschubrouten, wie US-Außenministerin Hillary Clinton am Dienstag mitteilte. Clinton entschuldigte sich dabei für die Verluste des pakistanischen Militärs bei dem Angriff.
Ihre pakistanische Kollegin Hina Rabbani Khar habe sie in einem Telefonat informiert, dass die Übergänge nach Afghanistan wieder öffnen würden, erklärte Clinton in Washington. Der US-Luftangriff, bei dem Ende November 24 Grenzsoldaten getötet worden waren, hatte in Pakistan Empörung ausgelöst. "Wir verschreiben uns einer engen Zusammenarbeit mit Pakistan und Afghanistan, um zu verhindern, dass dies erneut passiert", versprach die US-Außenministerin.
Entschuldigung
Islamabad hatte unter anderem eine Entschuldigung der USA zur Bedingung für die Wiedereröffnung der Routen nach Afghanistan gemacht. Der Landweg von Pakistan nach Afghanistan ist einer der wichtigsten Versorgungswege für die internationalen Streitkräfte am Hindukusch. Die NATO und das US-Militär mussten während der siebenmonatigen Blockade auf längere und teurere Nachschubrouten durch Russland und Zentralasien ausweichen.
Beim NATO-Gipfel im Mai in Chicago war eine Lösung noch gescheitert. Damals hatte Pakistan hohe Transitgebühren für die Passage der Nachschubkonvois verlangt. Clinton erklärte, dass Islamabad von dieser Forderung nun abgerückt sei. "Das ist eine handfeste Demonstration von Pakistans Unterstützung für ein sicheres, friedliches und wohlhabendes Afghanistan und unsere geteilten Ziele in der Region", sagte die Ministerin.
Der Oberbefehlshaber der internationalen Afghanistantruppe ISAF, US-General John Allen, begrüßte in Kabul das Ende der Blockade und würdigte die "Opfer", die von der pakistanischen Armee im Kampf gegen den Terror erbracht würden. In Pakistan waren am Dienstag ranghohe Regierungsvertreter und Militärangehörige des Landes zu Beratungen über die Aufhebung der Blockade zusammengekommen.
Die Öffnung der Landwege durch Pakistan ist auch für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan von großer Bedeutung. Das Material könne nun "zu viel geringeren Kosten" heimgeholt werden, sagte Clinton. Alle ausländischen Kampftruppen sollen bis Ende 2014 vom Hindukusch abziehen. Bis Mitte kommenden Jahres wollen die NATO und die USA die Sicherheitsverantwortung weitestgehend in die Hände der afghanischen Sicherheitskräfte legen.
(APA, 3.7.2012)
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