Gründung einer Stronach-Partei ist wahrscheinlich

  • Es ist beinahe fix: Stronach gründet eine Partei.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Es ist beinahe fix: Stronach gründet eine Partei.

Schuldenbremse, weniger Verwaltung und Flat Tax als wichtigste Punkte - Kandidat wird noch gesucht, Wolf sagt ab

Der Industrielle Frank Stronach will laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" eine neue Partei gründen. Gespräche mit dem BZÖ und der ÖVP seien ohne Erfolg verlaufen, so Stronach. "Ich habe mich entschlossen, neu anzufangen und nicht eine bestehende Partei zu unterstützen", sagte der Austrokanadier.

Als die wichtigsten Punkte seiner Partei nennt Stronach "eine Schuldenbremse, weniger Verwaltung und eine Flat Tax". Derzeit macht er Stimmung gegen den Euro-Rettungsschirm (ESM) (derStandard.at berichtete). Der Name für seine Partei steht noch nicht fest, soll aber bis August gefunden werden. Bisher hat der Gründer des Autozulieferers Magna das Frank-Stronach-Institut gegründet, mit dem er sein politisches Vorhaben vorbereiten will. Laut Stronach hat das Institut bereits 2.000 Unterstützer, 70 davon habe er persönlich getroffen.

Kandidaten gesucht

In der "ZiB 2" ruderte Stronach am Dienstag ein wenig zurück. Die Entscheidung, ob er eine Partei gründet, wolle er im Herbst treffen. Stronachs Wunschkandidat für die Führung einer neuen Partei, der Manager Siegfried Wolf, will offenbar nicht in die Politik wechseln. Auf die Aussagen des austro-kanadischen Industriellen, der ihn für einen "sehr guten Bundeskanzler" halten würde, wollte Wolf am Mittwoch nicht eingehen. In einem vor den Aussagen Stronachs aufgenommenen Ö1-Interview betonte Wolf jedoch, dass er sich in der Wirtschaft sehr wohl fühle und dort auch bleiben wolle.

Er wäre aber "gerne bereit", einer etwaigen neuen Partei, die Stronach unterstützten würde, "mit Rat und Tat" zur Seite zu stehen. Für eine solche Partei würde der frühere Magna-Manager, der jetzt in Russland tätig ist, durchaus Chancen sehen. Wenn jemand die Initiative dazu ergreifen würden, dann würde es "am Zulauf nicht scheitern", meinte Wolf unter Hinweis auf die steigende Unzufriedenheit. (red, derStandard.at, 3.7.2012)

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