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Halbseitige Täuschung: Das Männchen (M) zeigt sich dem Weibchen (F) im Balzkostüm, etwaigen Männchen (A) hingegen präsentiert es sich als Weibchen.
Die beiden Videos zeigen das verblüffende Verhalten der Tintenfische in freier Wildbahn (oben) und im Labor (unten).
Tintenfische gelten als die Schlaumeier unter den Weichtieren - von Krake Paul selig, dem verstorbenen Tippkönig der WM 2010 einmal ganz abgesehen. Die Tiere, die über einen hervorragenden Sehsinn verfügen, sind auch grandiose Verwandlungskünstler: Mit einem System von muskelgesteuerten Blenden in der Haut können sie ihre Färbung verändern, wie sie es gerade brauchen.
Mit ihrer weichen und flexiblen Haut sind sie zudem imstande, dreidimensionale Strukturen nachzubilden - und etwa giftige Feuerfische nachzuahmen oder nicht besonders wohlschmeckende Algen.
Täuschen und Tarnen kommt aber nicht nur bei Feinden zum Einsatz, sondern auch in der Kommunikation innerhalb der Art - und vor allem: beim Sex. So etwa konnte der US-Biologe Roger Hanlon mit Kollegen beobachten, dass männliche Riesensepien im Südpazifik, die nicht allzu groß gewachsen waren, sich als Weibchen "verkleideten", um an den größeren Männchen vorbei erfolgreich zu ihren Sexualpartnerinnen zu gelangen und sich mit ihnen auch zu paaren.
Flirt-Camouflage
Die ultimative Flirt-Camouflage entdeckte nun aber nun ein Team um Culum Brown von der Macquarie-Universität Sydney beim südpazifischen Tintenfisch Sepia plangon. Wie die Forscher im Fachblatt Biology Letters der Royal Society berichten, schaffen es die Männchen nämlich perfekt, sich einerseits mit gezielten Signalen an das auserwählte Weibchen heranzumachen, dabei gleichzeitig für andere Männchen in der Nähe völlig unschuldig zu wirken.
Wie das geht? Ganz einfach: Sie zeigen den Weibchen auf einer Seite des Körpers die schönste Paarungsfärbung, tun aber auf der anderen so, als gehörten sie selber zum weiblichen Geschlecht. Dieses erstaunliche Verhalten beobachteten die Forscher an freilebenden Tintenfische in der Bucht von Sydney. Diese "halbseitige Täuschung" war erstaunlich häufig, sie konnte bei 39 Prozent aller Begegnungen der Geschlechter beobachtet werden, wenn eine Rivale in der Nähe zusah.
Doch damit nicht genug: Auch während des Sexualakts behielten die Tiere die weibliche Färbung nach außen bei und verhinderten so vermutlich eine Störung durch andere Männchen. (tasch, DER STANDARD, 4.7.2012)
Abstract
Biology Letters: It pays to cheat: Tactical deception in a cephalopod social signalling system
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Wieso denke ich grad an meinen Exfreund...Wir beide gleich groß, er eher dünn, beide langhaarig, sind ab und zu mal als lesbisches Pärchen oder auch nur er von hinten angemacht worden.
Manchen war sogar der Bart vorne wurscht. :D
Ha, ich habe seine Strategie durchschaut!
Seid das ihr beiden?
http://www.youtube.com/watch?v=geOHAEBUxFg
:-DDD
sehr klug
aber dass das zuschauende maennchen nicht begreift was abgeht, da sie ja sicher auch selber den trick kennen, ist auch erstaunlich. vielleicht leiden die unter dem ronaldo syndrom und koennen sich nicht vorstellen andere koennen auch so klug sein wie sie selber.
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