Japanischer Chiphersteller Renesas streicht 5.000 Stellen

3. Juli 2012, 16:09
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Abbau von 12 Prozent der Arbeitsplätze soll 430 Mio. Euro im Jahr bringen

Der Sparkurs des defizitären Chipherstellers Renesas nimmt Gestalt an: Der japanische Konzern will rund 5.000 Arbeitsplätze streichen und sich in den nächsten drei Jahren von der Hälfte seiner 19 Fabriken in der Heimat trennen. Der Abbau von zwölf Prozent der Stellen solle jährlich umgerechnet 430 Millionen Euro einsparen, teilte die weltweite Nummer fünf der Branche am Dienstag mit. In Medienberichten war zuvor über den Wegfall von bis zu 14.000 Jobs spekuliert worden.

Massive Verluste

Der weltgrößte Hersteller von Mikrokontroller Chips für Autos hat im vergangenen Jahr erneut einen massiven Verlust eingefahren. Der harte Wettbewerb und das schwierige konjunkturelle Umfeld hatten bereits den heimischen Rivalen Elpida aus der Bahn geworfen, der im Februar Insolvenz anmeldete. Auch Renesas ist im Rennen um immer kleinere und schnellere Chips mit Branchenführern wie dem südkoreanischen Samsung-Konzern zuletzt immer weiter zurückgefallen. (APA/Reuters, 3.7.2012)

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