Österreich verkauft weiter Staatsanleihen an Private

3. Juli 2012, 15:14
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Aktuell 50.000 Konten auf "bundesschatz.at"

Wien - Im Gegensatz zu Deutschland ist in Österreich derzeit kein Ausstieg aus dem direkten Verkauf von Bundeswertpapieren an private Anleger vorgesehen. "Ein Auslaufen ist nicht geplant", so der Sprecher des Finanzministeriums, Gregor Schütze, am Dienstag auf Anfrage. Das deutsche Finanzministerium wird wie berichtet den Vertrieb von Privatkundenprodukten aus Kostengründen per Jahresende einstellen

In Österreich können Privatanleger seit 2002 über die bei der Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA eingerichtete Homepage "www.bundesschatz.at" mit dem staatlichen Triple-A geratete staatliche Wertpapiere erwerben. Angeboten werden Laufzeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren. Die Bundesschätze seien eine "spesenfreie und sicherer Alternative zum Sparbuch", so die ÖBFA.

Gratis Kontoführung

Bundesschatzscheine sind mündelsichere Wertpapiere. Die Kontoführung erfolgt kostenfrei, die Mindesteinlage beträgt 100 Euro. Käufe und Verkäufe können rund um die Uhr online abgewickelt werden. Aktuell sind laut ÖBFA bei bundesschatz.at über 50.000 Konten registriert. Große Nachfrage gebe es derzeit für Produkte mit einem bis sechs Monaten Laufzeit. Dafür zahlt der Staat den privaten Anlegern derzeit 0,2 bis 0,6 Prozent Zinsen. Der Volumensanteil der Bundesschätze an der Finanzschuld des Bundes liege im einstelligen Prozentbereich. In der Verwaltung sind derzeit 2,5 Personen beschäftigt. Das Produkt wird nicht aktiv beworben. (APA, 3.7.2012)

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