Gewerkschaft warnt vor zu viel Kompetenzen für medizinische Hilfskräfte

3. Juli 2012, 14:42
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Gesetzesvorlage ermöglicht komplizierte medizinische Anwendungen für Assistenten - Die Ausbildung dafür fehlt, sagt die Gewerkschaft

Wien - Das "Medizinische Assistenzberufe-Gesetz", das am Freitag den Nationalrat passieren soll, stößt bei der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) auf heftige Ablehnung. Die allgemein akzeptierte Regierungsvorlage vom Mai sei von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) "eigenmächtig" dahingehend abgeändert worden, dass nun auch Hilfsberufe mit komplizierten medizinischen Anwendungen betraut werden, empörten sich Gewerkschaftsvertreter am Dienstag in einer Aussendung. Sie forderten den Minister auf, diese Änderung wieder rückgängig zu machen.

Hilfskräfte nicht genügend ausgebildet

Konkret erlaubt das Gesetz den Röntgenassistenten künftig die Durchführung von Computer-Tomographie (CT) und Magnetresonanz-Anwendungen (MR). Für beide Anwendungen würden keine Standards vorherrschen, weshalb sie "zwingend spezifisches und vertiefendes Wissen und Verständnis" voraussetzen, das Hilfskräfte nicht aufbringen können. Das mehrjährige Studium werde nun durch eine einjährige Ausbildung ersetzt, was "gesundheitspolitisch unverantwortlich" sei und die Patientensicherheit gefährde. Man versuche auf diesem Weg, die Berufsgruppe der Radiologietechnologe durch billige Hilfskräfte zu ersetzen, fürchteten die Gewerkschafter ein Preisdumping. (APA, 3.7.2012)

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