Journalisten-KV: VÖZ unterstreicht Verhandlungsbereitschaft

3. Juli 2012, 14:13
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Gewerkschaft bespricht Vorgangsweise beim Präsidium am Mittwoch - Offene Punkte u.a. Tarife, Sonderzahlungen, Quinquennien

Wien - Rechtzeitig vor dem Präsidium der Journalistengewerkschaft GPA-djp am Mittwoch, hat der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) am Dienstag noch einmal schriftlich seine Gesprächsbereitschaft beteuert. Am Mittwoch will die Gewerkschaft ihre weitere Vorgehensweise nach dem Abbruch der Verhandlungen Mitte Juni beraten. Die Verleger wollen die Gespräche auf Grundlage der aus ihrer Sicht bereits akkordierten Ergebnisse weiterführen.

Die Gewerkschaft bestreitet allerdings, dass es akkordierte Ergebnisse zum Thema Tarifgehälter gibt und will die Tarifstruktur noch einmal diskutiert wissen. Daran scheiterten die Verhandlungen zuletzt. Auch aus Sicht der Arbeitgeber gibt es noch offene Punkte, die meisten davon betreffen die Regelungen für neueintretende Dienstnehmer. Keine Einigung gibt es bisher auf die Höhe des zweiten Quinquenniums, das laut VÖZ bei acht - laut Gewerkschaft bei zehn Prozent liegen soll.

Geht es nach den Arbeitnehmern sollen Überstundenpauschalen bei den Sonderzahlungen berücksichtigt werden, die Verleger wollen dies nicht. Dissens gibt es unter anderem auch bei der Kündigungsfrist, den Urlaubsansprüchen und der Gerätepauschale. Endgültig festgesetzt werden müssen auch noch die Tarifgehälter für Neueinsteiger - laut VÖZ auf Basis der am 12. Juni ausgetauschten Positionen. Offen sind unter anderem auch noch die Übergangsbestimmungen für bestehende Dienstnehmer.

Die Journalistengewerkschaft will am Mittwoch beim Präsidium die weitere Vorgehensweise abstimmen, wie Gewerkschaftsvertreter Franz C. Bauer der APA sagte. Auch bei den Arbeitnehmern herrsche die Überzeugung, dass ein Kollektivvertrag abgeschlossen werden sollte. Der VÖZ betonte in seinem Schreiben, jederzeit zu kurzfristigen Terminvereinbarungen bereit zu sein. (APA, 3.7.2012)

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