Jeder fünfte Österreicher denkt an einen Jobwechsel - Umfrage

12. Juli 2012, 10:13
posten

Jeder fünfte Österreicher denkt an einen Jobwechsel - Umfrage Jobvermittler Monster GmbH: "Jüngere Arbeitnehmer setzen sich intensiver mit Wechsel auseinander"

Jeder fünfte Österreicher denkt an einen Jobwechsel - Umfrage
Jobvermittler Monster GmbH: "Jüngere Arbeitnehmer setzen sich intensiver mit Wechsel auseinander"

Wien (APA) - Jeder fünfte unselbstständig erwerbstätige Österreicher denkt an einen Jobwechsel. So lautet das Schlüsselergebnis der "Monster Jobwechslerstudie 2012", durchgeführt in den vergangenen Monaten. Knapp 70 Prozent der befragten Mitarbeiter ziehen keinen Arbeitsstellenwechsel in Betracht. "Festzustellen ist, dass sich die jüngeren Arbeitnehmer intensiver mit dem Wechsel auseinandersetzen als ältere", analysierte Barbara Riedl-Wiesinger vom Jobvermittler Monster Worldwide Austria am Dienstag in einer Aussendung.

Ein weiterer Unterschied sei bei Menschen mit höherer Bildung festzustellen: Sie tendierten weniger häufig dazu, über einen Jobwechsel nachzudenken, als Pflichtschulabgänger, so Riedl-Wiesinger. Nach Branchen wenig wechselaffin sind laut Umfrage etwa auch Staatsdiener bzw. Verwaltungsbedienstete mit nur 13 Prozent. Am häufigsten an einen Jobwechsel denken Personen im Dienstleistungssektor mit 25 Prozent.

Menschen, die an einen beruflichen Wechsel denken, tun dies zu einem Drittel wöchentlich - diese stünden "kurz vor dem Absprung", folgerte Riedl-Wiesinger. Zwei Drittel denken weniger häufig an einen Wechsel.

Hauptgrund für die Wechselgedanken sei mit 49 Prozent das Gehalt, was damit zusammenhänge, "dass in Österreich schon seit Jahren bei den unselbstständig Erwerbstätigen keine Reallohnzuwächse festzustellen sind", so die Fachfrau. 29 Prozent wollen ihre Stelle wechseln, weil sie keine Aufstiegsmöglichkeiten sehen, 23 Prozent weil sie gerne etwas Neues ausprobieren wollen, 22 Prozent wegen eines nicht guten Betriebsklimas, 21 Prozent weil sie sich weiterentwickeln wollen, 6 Prozent weil sie sich gemobbt fühlen.

Insgesamt sieht laut Studie aber nur jeder zehnte Arbeitnehmer ein schlechtes Betriebsklima in den heimischen Betrieben. Trotz der weit verbreiteten Überzeugung von einer rauer gewordenen Arbeitswelt (56 Prozent der Österreicher erklärten dem Meinungsforschungsinstitut IMAS kürzlich, man müsse jetzt im Beruf mehr leisten als früher) sei das berufliche Glücksgefühl über mehr als drei Jahrzehnte hinweg auffallend konstant geblieben. "Dies ist umso erstaunlicher, als dass sich in dieser Zeitphase tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt vollzogen haben", so Riedl-Wiesinger.

Insgesamt wurden im Rahmen der Umfrage von Ende April bis Mitte Mai 1.000 Österreicher "Face-to-Face" befragt. Davon waren 538 unselbstständig erwerbstätig. Die IMAS International GmbH betreute die Umfrage wissenschaftlich.

(S E R V I C E - Weitere Ergebnisse - auch nach Bundesländern - finden sich auf der Internetseite http://www.reichl-presseportal.at/monster.at

 

Share if you care.