Navsop: "Unhackbares" Navi-System als GPS-Rivale

3. Juli 2012, 13:32
84 Postings

Neues System nutzt alle verfügbaren Signale zur Positionsbestimmung

Das Rüstungsunternehmen BAE Systems hat ein Navigationssystem entwickelt, das gegen Ausfälle und gezielte Störungen geschützt sein soll, berichtet die BBC. Zusätzlich zu GPS nutzt Navsop alle verfügbaren Funksignale zur Positionsbestimmung.

Gesamtes Funkspektrum wird abgesucht

Der Standort wird bei Navsop (kurz für Navigation via Signals of Opportunity) mittels WLAN, Mobilfunk, Fernseh- und Radiosendern sowie Radar bestimmt. Das System sucht dabei das gesamte Funkspektrum ab. Bei mehreren, verfügbaren Quellen wird die Position mittels Triangulation bestimmt.

Auch in Gebäuden

Dadurch funktioniere das System auch unterirdisch und in Gebäuden. So könnte es in Zukunft beispielsweise von der Feuerwehr zur Orientierung in stark verqualmten Gebäuden genutzt werden. Ein besonderer Vorteil sei zudem, dass es nicht manipuliert werde könne. GPS kann beispielsweise durch sogenannte Jammer und Spoofer gezielt gestört oder gefälscht werden. Schon Ende 2011 haben Forscher nachgewiesen, dass sich so Drohnen kapern lassen (der WebStandard berichtete).

In Zukunft ganz ohne GPS

Anfangs werde Navsop noch stärker auf GPS angewiesen sein. Je länger es sich im Einsatz befinde, desto mehr werde das System "dazulernen" und irgendwann ganz auf GPS verzichten können, erklärt BAE-Forscher Ramsey Faragher. Da Navsop mit vorhandener Infrastruktur funktioniere, müsse zudem nicht erst ein teures Netz aufgebaut werden. (red, derStandard.at, 3.7.2012)

  • Navsop nutzt alle verfügbaren Funksignale zur Positonsbestimmung.
    foto: bae

    Navsop nutzt alle verfügbaren Funksignale zur Positonsbestimmung.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Forscher warnen, dass GPS besonders störungsanfällig ist und so etwa Drohnen gekapert werden können.

Share if you care.