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Der "Tote Soldat" wird demnächst untersucht. Angeblich soll darin eine Kapsel mit nationalsozialistischen Schriften versteckt sein.
Wien - Nach den Diskussionen um die Streichung eines Kriegsverbrechers aus den Totengedenkbüchern in der Krypta am Äußeren Burgtor, plant Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) jetzt eine komplette inhaltliche und formale Umgestaltung der Innenräume des "Heldendenkmals", so der Pressesprecher des Ministers. Der Epitaph des Toten Soldaten, in dem der Bildhauer Wilhelm Frass angeblich eine Kapsel mit nationalsozialistischen Schriften versteckt haben soll, werde noch in den nächsten Wochen untersucht.
Kränze entfernt
Mit dem Abbau der Vitrinen, der Entfernung der Kränze sowie der Kranzschleifen, der Gedenktafeln der Vereine und der Abbildung des Staatsvertrags sei der erste wichtige Schritt zur Umgestaltung bereits gesetzt worden, heißt es aus dem Büro des Ministers. Auch das elektronische Gedenkbuch für Gendarmerie und Polizei wird entfernt. Die Totengedenkbücher werden derzeit im Verteidigungsministerium zwischengelagert, sie sollen an das Kriegsarchiv weitergegeben und dort wissenschaftlich untersucht werden. Eine erneute Präsentation in der Krypta ist nicht vorgesehen.
Untersuchung mit Knopflochkameras
Die nächste ganz konkrete Maßnahme sei die Untersuchung des Toten Soldaten mit Hilfe von Röntgen, Ultraschall und Knopflochkameras. Diese Techniken machen ein komplettes Abheben der Marmorfigur überflüssig. So soll einerseits dem Denkmalschutz Rechnung getragen werden, aber auch das Gerücht um die Kapseln mit nationalsozialistischen Inhalten abgeklärt werden. Jedes Jahr legen Bundespräsident und Bundesregierung am 26. Oktober in der Krypta Kränze nieder, um den Gefallenen der Weltkriege zu gedenken.
"Würdevolles Gedenken"
"Ziel ist es, ein würdevolles Gedenken an die Opfer der Weltkriege und des Faschismus zu ermöglichen", so der Pressesprecher der Verteidigungsministers, Stefan Hirsch. Dazu soll die Militärhistorische Denkmalkommission unter der Leitung des Historikers Dieter Binder von der Universität Graz in den kommenden Wochen ein Konzept für die Umgestaltung vorlegen. Auch Burghauptmannschaft und Bundesdenkmalamt werden einbezogen. Dabei geht es aufgrund des denkmalgeschützten Außenbereichs von Krypta und Weiheraum vor allem um die Umgestaltung der Innenräume.
Auch nach der Entfernung von Kränzen und Totengedenkbüchern bleibt die Krypta für die Öffentlichkeit zugänglich, nur in der Zeit der Untersuchung des Toten Soldaten ist sie geschlossen. Am 26. Oktober werde die Kranzniederlegung zum ersten Mal sicher ohne zweifelhafte Bezüge zum NS-Regime stattfinden, so Hirsch. Die Umgestaltung unter der Leitung der Denkmalkommission werde in mehreren Schritten Erfolgen, die noch über den Nationalfeiertag hinausgehen. (APA, 3.7.2012)
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ist meiner meinug nach grabschaendung. Dieses denkmal wurde zum andenken an die gefallenen beider weltkriege errichtet.
Die suche nach einer angeblichen kapsel zeigt bloss hysterie in der wir uns wieder einmal befinden. Denn an der geschichte aendert das gar nichts.
Abbau von Vitrinen, entfernung von kraenzen und gedenktafeln, weit ist es mit uns gekommen dass soviele das gutheissen und bejubeln.
Auch AH wurde bejubelt bei seinem einmarsch in oesterreich und wahrlich von nicht wenigen.
Und jene die so " zufrieden " sind mit dieser grabschaendung haben wohl vergessen dass dieses denkmal auf zum andenken einiger ihrer familienangehoerigen errichtet wurde, denen es nicht gegoennt war das leben zu geniessen.
Gedenken sollte aber nicht Nachdenken ersetzen.
Nachdenken mach aber erst Sinn wenn man sich neuen Erkentnissen stellt. Ich persönlich fände es äußert bedenklich vor eine Statue der Toten des Krieges zu gedenken, wenn diese nationalsozialistischen Gedankengut in sich trägt. Gedenken bleibt auch Gedenken wenn man es schafft die Vergangenheit klarer und differenzierter zu betrachten.
die ein wenig Nachhilfe brauchen: http://www.raketa.at/2011/09/2... miamoasch/
...na jetzt weiß ich immerhin wieder mal wohin die Steuergelder verschwinden. So einen Blödsinn habe ich zuletzt gelesen, als die Grünen forderten das Lueger Denkmal nach rechts zu neigen.
HABEN WIR KEINE ANDEREN PROBLEME IN UNSEREM LAND???
Sie meinen wohl den größten Bürgermeister aller Zeiten, wie Adolf so treffend bemerkt hat...
Am Besten man lässt ihn so wie er ist. Damit alle an seiner Größe teilhaben können, nicht.
Zu viel nachdenken über Vergangenes ist wohl immer noch schädlich für den "Volkskörper". Oder etwa nicht?
Wolfsschanzengasse (Floridsdorf), 1965 benannt. In diesem Gebiet lag eine Befestigung, die während des Dreißigjährigen Kriegs 1645 die Stadt Wien vor befürchteten Angriffen der Schweden schützen sollte. Durch den Linzer Frieden konnte diese Gefahr abgewendet werden. Die Gasse hieß vorher Obere Haidschüttgasse. Siehe auch Auf der Schanz im 23. Bezirk Liesing.
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