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London - Irland, seit Ende 2010 vom europäischen Rettungsschirm finanziert, unternimmt einen weiteren Gehversuch zur Rückkehr an die Märkte. Am Donnerstag will das Euroland erstmals seit September 2010 Geldmarktpapiere mit einer kurzen Laufzeit von drei Monaten platzieren, wie die nationale Schuldenagentur NTMA am Dienstag mitteilte. Insgesamt sollen Papiere über 500 Mio. Euro an private Investoren versteigert werden.
Bereits im Jänner hatte die NTMA ältere Anleihen erfolgreich gegen Anleihen mit längerer Laufzeit getauscht und damit das Vertrauen der Anleger getestet. Zuletzt waren die fiktiven Zinsen für irische Anleihen mit einer Laufzeit von neun Jahren auf 6,35 Prozent gefallen. Das ist niedriger als vor dem Sprung unter den Rettungsschirm im Herbst 2010.
Analysten sehen in den Vereinbarungen des EU-Gipfels vergangene Woche in Brüssel den entscheidenden Hebel für Irland. Hierdurch kann können die irischen Banken auf den Rettungsschirm zugreifen.
Die Platzierung der Kurzzeit-Anleihen ist die erste Auktion von Staatstiteln seit Irland unter den Euro-Rettungsschirm EFSF geschlüpft war. An den Kapitalmarkt, wo langlaufende Staatsanleihen begeben und gehandelt werden, soll das Land nach derzeitigem Stand im Laufe des kommenden Jahres zurückkehren. Die Mittel des Rettungsschirms reichen nach Berechnungen des Finanzministeriums in Dublin bis Ende 2013. (APA, 3.7.2012)
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