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Harald Leitenmüller, CTO bei Microsoft Österreich
Anlässlich des ersten Geburtstags von Office 365 hat Microsoft in Wien zum Rückblick eingeladen und gleichzeitig rechtlich Relevantes zum österreichischen Datenschutzgesetz und den Herausforderungen der Cloud in Österreich erläutert.
Sicherheit wird in Frage gestellt
Harald Leitenmüller, CTO bei Microsoft Österreich, bezeichnet Office 365 als eines der erfolgreichsten Produkte von Microsoft. "Da die Cloud im Moment ein zentrales Thema in der Branche ist, muss man sich als Provider fragen, wie man es richtig macht", so Leitenmüller. Einer von Microsoft gesponserten IDC-Studie über die Fragen, die sich Unternehmen bei der Auswahl der Cloud stellen zufolge, halten 45 Prozent aller Unternehmen Sicherheit als größte Barriere. Davon sind 71 Prozent darüber besorgt, dass die Daten verloren gehen. Der Kontrollverlust über die eigenen Daten ist ebenfalls eine große Sorge der Unternehmen, die sich für die Abgabe ihrer Daten in die Cloud entscheiden.
EU Model Clauses
"Unsere Kunden müssen zu jeder Zeit wissen, was mit ihren Daten passiert", erklärt Leitenmüller weiter. Microsoft sei das einzige Unternehmen, das vertraglich an EU Model Clauses gebunden ist. Diese Model Clauses sollen personenbezogene Daten, die innerhalb der EWR weitergegeben werden, schützen. Auch Google hat vor einiger Zeit angekündigt sich diesen Model Clauses zu verpflichten, einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht.
Die rechtliche Lage
In Österreich liegt laut Anwalt Kurt Retter die Letztverantwortung immer beim Kunden beziehungsweise Auftraggeber. Wer seine Daten in die Cloud abgibt, hat rechtlich gesehen immer noch die Verantwortung dafür, kann die dafür geforderten Sicherheitsbestimmungen allerdings leichter handhaben, weil sie nicht bei ihm liegen. Das Abgeben von Daten an einen Cloud-Anbieter ist laut Gesetz eine "Überlassung" und keine "Übermittlung" von Daten, muss daher nicht der Datenschutzkommission gemeldet werden. Zertifizierungen bei Cloud-Providern sind ein guter Anhaltspunkt für Auftraggeber, um sicherzugehen, dass die Daten sicher verarbeitet werden. Diese Verantwortung liegt bei jedem Unternehmen selbst. Außerhalb des EWR-Raums muss laut Retter ein gutes Datenschutzniveau im entsprechenden Land herrschen, um den Export von Daten durchführen zu können. Länder, die dieses Niveau laut EU erreichen, sind zum Beispiel Argentinien oder die Schweiz. Wer also kein eigenes Rechenzentrum mit aufwändigen Zertifizierungsprozessen aufbauen möchte, muss sich einen ensprechenden Anbieter suchen.
Initiative für Bildungseinrichtungen
Die Office 365 Bildungsinitiative umfängt eine Cloud-basierte Produktivitätslösung für Bildungsinstitute. Exchange-basiertes E-Mail, Sharepoint, Lync und Office Web-Apps sind inkludiert und kostenlos für Bildungseinrichtungen zu haben. Extras wie Office Professional Plus und ein nach außen offenes Lync sind kostenpflichtig. Als eine der ersten Fachhochschulen hat die FH Krems diese Lösung implementiert. Markus Bamberger, CIO der Fachhochschule Krems, hat an seiner Fachhochschule ein Jahr lang Office 365 getestet. Ab Herbst wird es das Online-Office flächendeckend für alle Studierenden geben. Studierende können Office 365 für das Teilen von Terminen und Dokumenten verwenden, miteinander videochatten und E-Mails schreiben. Damit würde das Rechenzentrum massiv entlastet werden und man könne sich auf andere Herausforderungen konzentrieren, so Bamberger. Insgesamt gibt es Office 365 in 88 Ländern und 32 Sprachen. Auch Unternehmen wie Thalia, das SOS Kinderdorf und das Vorarlberger Medienhaus setzen auf die Cloud-Lösung. (iw, derStandard.at, 3.7.2012)
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Was ist an einer Schule hoch, die ihren Studenten eine unerlernbare, verschlossene, entfernte Wunder-Blackbox zur Verfügung stellt, bei der man lediglich lernen kann bunte Knöpfchen zu drücken und sich in völlige Abhängigkeit eines nicht vertrauenswerten Anbieters zu begeben?
wie es programmiert ist. Auch sollten Studenten zusätzliche Funktionen integrieren können, wenn gewünscht.
Alles mit MS Office nicht möglich, daher für eine Hochschule ungeeignet.
In einer Hochschule verschlossene Black Box Technik zu verwenden ist sinnfrei.
Nicht umsonst haben sich in wirklichen Hochschulen freie Technologien durchgesetzt.
Der freie Austausch von Wissen ist eine zentrale Philosophie in der Wissenschaft.
Proprietäre Technologien sind Geheimtechnologien, die es absichtlich technisch und/oder lizenztechnisch unmöglich machen sie zu verstehen, sie für alle Zwecke zu gebrauchen, sie zu veränderen und diese Veränderungen weiterzugeben.
Niemand ausser Microsoft kann MS-Office verstehen und anpassen. Das Produkt ist proprietär, der Sourcecode streng geheim.
Gegen proprietäre Produkte sprechen ihre Unfreiheit.
Sie können vom Anwender nicht vollständig verstanden, nicht uneingeschränkt verwendet, nicht verändert und auch nicht weitergegeben werden.
Gerade in einer Schule sind diese Einschränkungen fatal, insbesondere da es ja featuremäßig gleichwertige aber vollständig freie (im Sinne der Freiheiten verwenden, verstehen, verändern, verbreiten) Lösungen gibt.
http://libreoffice.org
Das stimmt nicht ganz. Sie können Funktionen etc machen, soviel Sie wollen. Welche Funktion hätten's denn gerne, die ihnen nicht gelingt?
Der Source Code ist zwar Propriäter, aber trotzden gibt's eine Umgebung in der Sie entwickeln können.
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Aber gerade wenn's wirklich programmieren wollen machen's das nicht gerade in Office, sondern - wenn's schon Office vverwenden wollen - übergeben Sie nur Daten und verwenden das Office als Frontend.
Libreoffice ist nett, aber eben ein Spielzeug.
Ja fügt einem Office nicht einfach eine kleine fehlende Funktion hinzu, sondern man schreibt gleich ein neues oder wartet auf den grossen Meister bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Oder man erträgt ein Misssfeature / Bug geduldig und gehorsam anstatt es einfach zu fixen (für alle).
Gerade Wissenschaftler / Studenten brauchen flexible Lösungen und keine starren, fremdbestimmten die zu einer ungesunden Abhängigkeit führen.
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