Irans Vizepräsident: Talmud an Drogenproblemen schuld

3. Juli 2012, 11:55
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UN-Drogenbüro verurteilt antisemitischen Sager von Rahimi

Wien - Nach antisemtischen Äußerungen des Ersten Vizepräsidenten des Iran, Mohammad Reza Rahimi, hat der Leiter des in Wien ansässigen UNO-Büros zur Bekämpfung der Drogenkriminalität (UNODC), Juri Fedotow, den iranischen Vertreter beim UNODC zu sich zitiert. Rahimi hatte anlässlich des "Internationalen Tages gegen den Drogenmissbrauch" am vorigen Dienstag in Teheran nach Angaben der Nachrichtenagentur FARS u.a. erklärt, das Drogenproblem in der Welt habe seine "Wurzeln in den Irrlehren im religiösen Buch der Zionisten, dem Talmud".

Fedotow habe dem iranischen Vertreter gegenüber seine "Bestürzung" und seine "ernste Besorgnis" über die Äußerungen des Vizepräsidenten zum Ausdruck gebracht, hieß es in einer UNODC-Aussendung vom heutigen Dienstag. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon habe offizielle Vertreter des Iran wiederholt aufgefordert, derartige antisemitische Aussagen zu unterlassen. Die Worte Rahimis seien nicht bei einer UNO-Veranstaltung gefallen, wurde betont.

Im Iran werden als "Zionisten" den Staat Israel unterstützende Juden bezeichnet. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad sorgte in der Vergangenheit bei Auftritten vor der UNO-Generalversammlung mit anti-israelischen Tiraden für Eklats. (APA, 3.7.2012)

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