Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Rund zwei Drittel der österreichischen Unternehmen brauchen für die Neubesetzung ihres Einkaufschefs mehr als acht Monate. Ein Fünftel benötigt vier bis sechs Monate. Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatung Penning Consulting, von Kerkhoff Consulting und dem Forum Einkauf des Österreichischen Produktivitäts-und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ), für die 175 Unternehmen befragt worden sind. Nicht einmal 20 Prozent der befragten Unternehmen haben für strategische Positionen im Einkauf einen internen Nachfolger parat. 31 Prozent sind aber auch der Meinung, dass externe Bewerber die fachlichen Anforderungen häufig nicht erfüllen.
"Österreichische Unternehmen offenbaren eklatante Lücken in der Rekrutierung neuer Einkaufsmitarbeiter. Obwohl eine Besetzung sehr lang dauert und die Bewerber häufig nicht über die passende Eignung verfügen, entwickelt man intern keine Nachfolger. So lässt sich in einer ungünstigen Situation über Monate eine ganze Abteilung lahm legen", so Stephan Penning, Geschäftsführender Gesellschafter von Penning Consulting in einer Aussendung. Auch die Rekrutierung eines strategischen Einkäufers dauere bei 56 Prozent der Unternehmen länger als acht Monate.
Selbst bei Facheinkäufern (56 Prozent) und Sachbearbeitern (57 Prozent) schafft es nach eigener Angabe die Mehrheit der Unternehmen nicht, die Positionen innerhalb von acht Monaten neu zu besetzen. Immerhin gelingt es einem Viertel der befragten Unternehmen, Sachbearbeiter innerhalb von zwei Monaten einzustellen.
Wenig Investition in Ausbildung
"Die erhobenen Zahlen verdeutlichen, dass in den vergangenen Jahren viel zu wenig in die Ausbildung von Einkäufern investiert worden ist", so Gundula Jäger, Geschäftsführerin von Kerkhoff Consulting Österreich. Es gebe in Europa kaum Universitäten, die speziell Einkaufs- und Supply-Chain-Spezialisten ausbilden. Gleichzeitig würden bei stets komplexer werdenden internationalen Lieferketten aber genau diese Leute benötigt. Und das führe nun zu einer angespannten Personalsituation.
"Gute Einkäufer kennen häufig gute Einkäufer", so Jäger. Dementsprechend werde diese Möglichkeit zur Personalgewinnung von viel zu wenigen Unternehmen eingesetzt, um Vakanzen schnell zu besetzen. Auch externen Rat, wie Beratung durch Personalberater nutzen weniger als die Hälfte der befragten österreichischen Unternehmen (49 Prozent). (red, derStandard.at, 3.7.2012)
Nur einer von sieben Bewerbern schafft das Aufnahmeverfahren - viele scheitern am Deutschtest, einige an ihren Tattoos
27 der Dax 30-Unternehmen praktizieren das Personalkarussell - Die häufigste Zielgruppe sind Nachwuchsführungskräfte
Wie die diskrete Jagd nach Jobkandidaten funktioniert, erzählt Headhunterin Annette Kinnear
Welche Haltungen, welche Strukturen braucht es, damit das Betriebsklima nicht krank macht?
Recruiting für Schlüsselpositionen: Woran es in Unternehmen mangelt und was für eine gute Performance der Neuen zu tun ist
Global Player der Pharma- und Biotechnologie wurden von Mitarbeitern als Arbeitgeber bewertert - drei Konzerne unter den globalen Top 20
30 Prozent der Firmen ignorieren Initiativbewerbungen - Zu ihrem Schaden, meint Helmuth Stöber von "Career's Best Recruiters"
Für jede fünfte offene Stelle fehlen inländische Bewerber, vor allem Fachkräfte und Lehrlinge. Die demografische Entwicklung vergrößert das Loch an Arbeitnehmern
Studie "Career's Best Recruiters" nimmt Rekrutierungsmaßnahmen von Unternehmen unter die Lupe
Gelebte Employer-Value-Proposition
30 Prozent sind auf Plattformen wie Xing, Facebook oder Twitter aktiv
Zeitarbeitsmarkt entwickelte sich unterschiedlich
Übergewicht bringt berufliche Nachteile - Tübinger Wissenschaftler untersuchen Vorurteile gegenüber Adipösen
Deutsche Arbeitgeber sind professioneller - Hälfte der Initiativbewerbungen bleibt unbeantwortet
Statt Bewerber anzulocken, ernten Unternehmen oft nur Spott und Häme - Ein paar Beispiele für blamable Firmenauftritte - Kennen Sie welche?
Industrieunternehmen "zu alter Stärke zurückgefunden" - Rekrutierung wird immer wichtiger
NGO-Verzeichnis mit speziellen Infos zu Jobs, Praktika und Freiwilligenarbeit
Börsegang "denkbar", Kapitalmarktfähigkeit in drei Jahren - Umsatz 2011 knapp unter einer Milliarde - Wachstumspotenzial in Osteuropa und durch zusätzliche Services
Monster ließ die "Recruiting Trends 2012" erheben - Acht von zehn Bewerbungen erreichen Unternehmen auf elektronischem Weg
Gleichstellung von Zeitarbeitern mit dem Stammpersonal ist das Ziel eines neuen Gesetzes, die Arbeitskräfteüberlasser drohen mit Auflösung des KV
US-Verteidigungsministerium verweist die Volksarmee in China auf Platz zwei - Walmart und McDonald's auf weiteren Plätzen
Medizinkonzern Fresenius führt das Ranking in Deutschland an
Aus der Sicht von Unternehmen und Absolventen - Studie von Haniel und Kienbaum zu Traineeprogrammen in Deutschland
Als Nicht-Fachmann denke ich, da gibt es vermutlich psychologische und "kulturelle" Momente, welche über Prestigefragen und wohl auch Entlohnungsfragen hinausgehen und mehr mit Kommunikation zu tun haben, nämlich mit der Bewältigung von wirtschaftlicher Abhängigkeit von anderen Unternehmen. Drückt das auf das Selbstbewußtsein der übergeordneten Manager? Es braucht hier vielleicht zuviel soziale und kommunikative Intelligenz - darauf scheint mirauch das "Symptom" hinzuweisen - welche man an vorgeordneter Stelle nicht zu leisten willens oder fähig ist. ?
kurz zusammengefasst: Kerkhoff Consulting berät Unternehmen in Einkaufsangelegenheiten und bildet (mit der Uni St Gallen?) supply manager aus (schaut's doch einfach mal auf deren HP). Das mit der Ausbildung hätte ich so verstanden...
Kerkhoff gibt eine Studie in Auftrag, und was kommt dabei raus (siehe Artikel)?
Na nona, es gibt keine guten Einkäufer... ist es doch deren business Einkäufer "auszubilden" und Unternehmen zu beraten.
Zum Vergleich:
http://derstandard.at/anzeiger/... inkäuferin
http://beste-stellen.salzburg.com/job/Einka... &pi=0&li=0
Was fällt auf?!
Es gibt eine Korrelation zwischen veröffentlichtem Mangel und Bezahlung. Beispiel gefällig? Pflege, Pflegeberufe, Zukunft in der Pflege... tönt es allerorten. Bei einem Blick auf die gebotenen "Gehälter" wendet man sich mit Grausen ab. In Deutschland nennt man das Aufstocker: so wenig Bezahlung, daß der Staat die Bezahlung auffetten muß um Hartz4 Niveau zu erreichen. Der Zusammenhang mit dem Einkauf? Bei einer Bewerbung einfach mal nach Einkaufsvolumen fragen, Lead Buyer Konzepte ins Spiel bringen und in die fragenden Gesichter der Personalisten blicken. WAS wollten Sie gleich noch für diese Stelle bezahlen???
Wenn man als Unternehmen tatsächlich glaubt, daß so etwas nötig ist, um als Einkäufer tätig sein zu können, dann liegt das Problem aber eh ganz woanders.. auch bei komplexen Geschäften ist dieser Firlefanz nicht nötig, doch heutzutage zählen Hausverstand und (in Berufsjahren) erlangtes Können bei weitem nicht soviel wie ein einziger Abschluß an einer Universität oder FH, so gering die tatsächlichen Fähigkeiten dieser Person dann auch sein mögen.
Es würde mich interessieren wie lange es dauert, bis genügend Leute in den entsprechenden Positionen draufkommen, daß es auch anders geht und der Spezialisierungs-/Ausbildungswahn nicht zwangsläufig die gewünschten Ergebnisse/Personen hervorbringt, wenn man anders erworbene Kenntnisse ignoriert.
trotz Rotstriche haben Sie recht, weil wenn es um fachliche Dinge geht, muss F&E den Einkauf machen, da Einkäufer nicht immer fachlich so nahe am Produkt arbeiten. Für die reine organisatorischer Einkäuferarbeit benötigt man Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen, für beides benötigt man keine speziellen Ausbildungen. Einkaufsentscheidungen passieren auch oft in der Geschäftsleitung. Ist die auch gemeint mit "Gute Einkäufer sind rar?"
Die F&E Abteilung kennt alle Tricks gut geschulter Verkäufer? Weiß mit der wechselweisen AGB Problematik umzugehen? Definiert und bewertet ökonomisch Garantieleistungen? Kennt den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung? Macht Projektpreise und setzt Rahmenverträge auf? Hat einen Marktüberblick, und auf dem PC läuft täglich der Ticker mit der aktuellen Rohstoff-Preisentwicklung? Die Folgen von M&A kann die F&E Abteilung abschätzen, zyklische Preisforderungen der Lieferanten abwehren ("Inflation") und akzeptiert "letzer Preis" des Gebietsleiters? Aber sicher. Konsignationsläger wachsen auf Sträuchern und ein Einkäufer benötigt keine Ausbildung. Er setzt sich immer mit der "BILLIGER!!" Forderung souverän gegen Konzerne durch.
..qualifizierte einkäufer gäbs wahrscheinlich schon (ich glaube nicht, dass meine bekannte ein einzelfall ist), nur sind die arbeitgeber nicht attraktiv genug. zumindest in vorarlberg, wo die qualifizierten arbeitnehmer die möglichkeit haben, weit besser bezahlte stellen in der schweiz zu suchen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.