EZB-Mitarbeiter beklagen hohen Arbeitsdruck

3. Juli 2012, 11:02
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Seit Beginn der Finanzkrise 2008 hat die Europäische Zentralbank immer mehr Aufgaben übernommen: Jetzt funken die Mitarbeiter SOS

Frankfurt/Main/Hamburg - Arbeitnehmervertreter haben die Führung der Europäischen Zentralbank (EZB) einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Überlastung der eigenen Mitarbeiter gewarnt. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, sprach die Gewerkschaft IPSO in einem Brief an EZB-Chef Mario Draghi und die anderen Mitglieder des Direktoriums von einer "akuten Gefahr" für die Euro-Notenbank. Die EZB sei nicht angemessen mit Personal ausgestattet, um ihre gegenwärtigen Aufgaben zu erfüllen, von künftigen, immer wichtigeren Aufgaben ganz zu schweigen, schreibt die IPSO den Angaben zufolge in dem Brief.

Die Gewerkschaft bezieht sich bei ihrer Kritik laut "FTD" auf eine Umfrage unter 715 Beschäftigten der EZB. Demnach klagten 80 Prozent von ihnen über eine hohe Arbeitsbelastung. Fast 20 Prozent hätten angegeben, die Arbeitsbelastung beeinflusse ihre Leben massiv, und 16 Prozent hielten die Folgen für Gesundheit und Privatleben für "ernst". (APA, 3.7.2012)

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    80 Prozent der EZB-Mitarbeiter klagen über eine hohe Arbeitsbelastung.

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