Spritpreise in der Türkei am höchsten

3. Juli 2012, 10:47
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Sprit ist in den meisten Urlaubsländern teurer als in Österreich, neben der Türkei finden sich Italien und England an der Spitze

Wien - Die hohen Sprit-Preise im Ausland vergällen Urlaubern oft die Freude am Herumfahren. Laut einer neuen Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kosten Treibstoffe in vielen Ländern mehr als in Österreich, etwa auch in den Nachbarstaaten Italien und Deutschland. Bei Benzin und Diesel absolut an der Spitze der Preisskala steht die Türkei, bei Eurosuper sind ferner noch Italien, die Niederlande, Griechenland, Irland, Dänemark und Großbritannien ganz oben zu finden, Schlusslichter sind Bulgarien und Rumänien mit starken Preisabschlägen. Günstiger als in Österreich ist Eurosuper aber auch in Spanien und Kroatien. Diesel ist am teuersten in der Türkei, Großbritannien, Italien, Irland, Schweden und der Schweiz, am billigsten unter anderem in Luxemburg, Bulgarien, Kroatien, Rumänien.

Im beliebtesten Urlaubsland der Österreicher - in Italien - kostet eine 50-Liter-Tankfüllung aktuell um 17,40 Euro (Eurosuper) bzw. 15,20 Euro (Diesel) mehr als in Österreich. Die höchsten Spritpreise Europas finden sich derzeit in der Türkei, England, Italien und Holland: In der Türkei kostet eine 50-Liter-Füllung Diesel umgerechnet 85,50 Euro - um 18,25 Euro mehr als in Österreich bzw. um 25,65 Euro mehr als in Europas "Diskonter" Luxemburg. Für einen vollen Tank Eurosuper sind in der Türkei 95 Euro zu berappen, um 24,65 Euro mehr als in Österreich bzw. gleich um 34,45 Euro mehr als im Nachbarland Bulgarien, dem billigsten Anbieter in Europa.

In Kroatien ist es günstiger

Günstiger als in Österreich tankt man derzeit auch im Urlaubsland Kroatien, wo 50 Liter Diesel rund 3 Euro weniger als hierzulande und 50 Liter Eurosuper rund 2 Euro weniger kosten. In Österreich sind für diese Menge Diesel 67,25 Euro zu zahlen, für Eurosuper 70,35 Euro.

VCÖ-Experte Markus Gansterer verweist darauf, dass auch Klimaanlagen im Sommer besondere Spritfresser sind. Diese Kühlungen können sich pro 100 km Fahrtstrecke mit 0,1 bis 2,1 Liter zusätzlichem Treibstoffverbrauch niederschlagen, geht aus einer Untersuchung des deutschen Autofahrerklubs ADAC hervor. Überland waren es bei den Testfahrzeugen zwischen 0,1 und 0,7 l/100 km mehr, in Ortsgebieten durch mehr Stop-and-Go-Phasen rund ein Dreiviertel Liter bis 2,1 Liter. Insgesamt pushten die Klimaanlagen den Spritkonsum bei den fünf Testautos im Schnitt zwischen 5,2 und 19,9 Prozent in die Höhe. (APA, 3.7.2012)

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    foto: öbb

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