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Madrid - Kleiner Hoffnungsschimmer am spanischen Arbeitsmarkt: Im Juni ging die Zahl der registrierten Arbeitslosen deutlich zurück. Im Monatsvergleich sank die Zahl nach Angaben des Arbeitsministeriums vom Dienstag um 98.853 Personen und damit etwa doppelt so stark wie zuvor von Volkswirten erwartet. Aktuell sind rund 4,62 Millionen Menschen in Spanien arbeitslos gemeldet.
Ein Rückgang im Juni ist zwar nicht ungewöhnlich, da der große Tourismussektor Spaniens von dem Höhepunkt der Feriensaison profitiert. Der jüngste Rückgang war aber spürbar stärker als üblich und so groß wie noch nie seit Beginn der Erhebung.
Spanien leidet seit langem unter einer sehr hohen Arbeitslosigkeit, der höchsten in der gesamten Europäischen Union. Derzeit ist fast jeder vierte Spanier in erwerbsfähigem Alter arbeitslos. Noch schlimmer ist die Situation bei Jugendlichen unter 25 Jahren. Hier liegt die Arbeitslosenquote über 50 Prozent und mit Abstand am höchsten in Europa.
Regierung erwägt Anhebung von Steuern
Spanien hat zusätzliche Sparanstrengungen angekündigt, um seine Haushaltsziele zu erreichen, kündigte unterdessen Wirtschaftsminister Luis de Guindos an. Seit vergangener Woche ist klar, dass die angepeilte Senkung des Defizits für dieses Jahr auf 5,8 Prozent von 8,9 Prozent ohne zusätzliche Maßnahmen nicht zu schaffen sein wird. Die Regierung erwägt nun eine Anhebung verschiedener Steuern, um die konjunkturell bedingten geringeren Einnahmen auszugleichen.
Mit Blick auf die Töne aus den Niederlanden und Finnland, die jüngsten EU-Gipfelbeschlüsse für leichtere Banken-Hilfen zu blockieren, sagte Guindos, einzelne Euro-Länder hätten nicht die Möglichkeit, solche Beschlüsse zu kippen. (APA, 3.7.2012)
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sieht hier anders aus: http://www.querschuesse.de/eurozone-... -mai-2012/
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