"Sensationsfund": Wertvolle Waldseemüller- Karte in München entdeckt

Ansichtssache | 3. Juli 2012, 10:17

In der Münchner Universitätsbibliothek haben Forscher ein bisher unbekanntes Exemplar der Waldseemüller-Weltkarte gefunden. Zwei Forscherinnen entdeckten die wertvolle, rund 500 Jahre alte Karte zufällig in einem unscheinbaren Bibliothekseinband aus dem 19. Jahrhundert - zwischen zwei Drucken zur Geometrie, wie Bibliotheksdirektor Klaus-Rainer Brintzinger sagte. "Wir haben einen Sensationsfund gemacht."

Es handelt sich um eine etwas jüngere und kleinere Globuskarte des Freiburger Kartographen Martin Waldseemüller (1470 - 1522), dessen drei Quadratmeter große Weltkarte berühmt geworden ist. Sie gilt als "Geburtsurkunde" Amerikas, weil der neu entdeckte Kontinent dort erstmals unter der Bezeichnung "America" auftaucht. Waldseemüller gilt als "Taufpate". Bei der Namensgebung hat er sich allerdings geirrt. Er hielt den Seefahrer Amerigo Vespucci für den Entdecker des Kontinentes, nicht Christoph Kolumbus. (APA, 3.7.2012)

foto: lmu dpa/iby
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was da noch alles

in Archiven und Museen herumgammelt ?

Vespucci hat Amerika entdeckt:

Als erster Europäer hat er kartographisch den Kontinent (bei Venezuela und Kolumbien) erforscht, während Kolumbus "nur" die Westindischen Inseln- Nomen est Omen- entdeckte.

Na ja, Kolumbus war auch der erste, der das Festland erreichte, seine Karten waren auch wichtiger als die von Vespucci, nur hat er halt an seiner Asienobsession festgehalten.

Zum Glück.

Cristofika klingt irgendwie nicht gut.

mit "crist" im Namen wäre das ja noch mehr ein Bibeljesuschristusgodsowncountry- Land als es jetzt eh schon ist.
Der Humanismus dankt Herren Vespucci und Herren Waldseemüller für diese Tat.

Colonia auch nicht wirklich

kolumbien?

wie waers damit?

Es offenbart sich eine noch immer grassierende Weltsicht

"Was der Europäer nicht kennt, gibt es nicht..."

OK Wer sonst hat um diese zeit weltkarten gezeichnet

die eine reale Grundlage hatten, richtig niemand ausaser in Europa und da lief das Know How in Deutschland zusammen und der herr hat ganz einfach erkannt dass da ein neues Land war und hat es benannt er hätte es auch A d W nennen können

DAs Know-how lief bei den deutschen Kosmographen zusammen, aber protegiert wurde das alles von Frankreich.

Herzog von Lothringen ist nicht Frankreich

Trotzdem stand Frankreich dahinter, darüber gibt es Untersuchungen

sorry, aber wenn du da ein bisschen weiterforscht, stellt sich diese Hypothese als hanebuecherner Unsinn heraus, ueberwiegend sogar mit plumpen Faelschungen.

http://www.1421exposed.com/

Ich habe das jetzt nicht gelesen, aber ganz egal was da drinne steht, Tatsache bleibt, dass in Europa Know How zusammenfloss und dort auch für die Praxis, d.h. kommerzielle und koloniale Expansion genutzt wurde. Wenn sie jetzt die chinesischen Seefahrer des 15. jahrhunderts erwähnen wollen, dann sind die halt genau das Bespiel dafür, dass das Know How eben nicht genutzt wurde; und die arabischen und indischen Seegfahrer sind auch über den indischen Ozean (und angrenzende Teile des pazifik) nicht hinausgefahren.

die apa

verblödet einem unter der hand: er hielt amerigo vespucci nüsse für den entdecker, sondern er meinte, dass dessen verdienste um die kartografierung und beschreibung amerikas zu würdigen seien und er deswegen als eigentlicher entdecker des landes ANZUSEHEN sei. daher schlug er ihn als namensgeber vor. da die kontinente aber alle weiblich sind, machte er aus americo "america"

http://de.wikipedia.org/wiki/Mart... e_von_1507

Die APA kann nicht mehr verblöden!

Unterschätzen Sie die APA nicht!

Was soll denn an der Karte so wertvoll sein?

Heute bekommt man für ein paar Euro viel genauere Karten.

Scherzbold
don't feed...

Pssssssst! ;-)

Mensch oder Planet

Seit langem denke ich zwischen Affen zu leben, aber jetzt entdeckt man täglich wieder der Mensch.

besucher nennt man die

Toll !

Phantastisch
aber arbeiten die Archivare nicht schlampig, weil sie nicht wissen was sie besitzen ?
Wieviel entdeckt man heute noch mehr ?
Oder ist es nur show ?

Ein Bekannter von mir war mal als Historiker zu einer Führung in München im bayrischen Staatsarchiv. Der Archivar fragte, die Gruppe welches Aktenpaket er öffnen solle und die sagte: Ach nehmen sie das von dem Kloster XY das ist bei uns zu Hause.

Das Aktenpaket war seit der Auflösung des Klosters 1803 nicht mehr angerührt worden und da wann dann halt ziemlich zu oberst ein Schenkungsurkunde des Kaisers von 1270 usw. und die Aktenmeter die da noch Lagern, da kann noch eine Masse drin sein.
Denn ab und an haben auch die früheren Archivare etwas geschlamt und was falsch abgelegt und zusätzlich weiss man ja noch nicht mal bei dem richtig abgelegten, was da liegt.
Von daher würde man sich mal alle Archive vornehmen, könnte noch eine Masse zu tage kommen, wovon man denkt es sei für immer verloren.
Doch leider bringt das ja nicht sofort Gewinn und läßt sich vermarkten.

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