Aung San Suu Kyi lässt Burma Burma sein

3. Juli 2012, 09:54

Friedensnobelpreisträgerin weist Rüffel der Regierung wegen Länderbezeichnung zurück

Rangun - Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat die Anweisung der Regierung, sie habe ihr Heimatland fortan "Myanmar" und nicht mehr "Burma" zu nennen, zurückgewiesen. Das stehe in keinem Gesetz, sagte sie am Dienstag nach dem Ende ihrer ersten Europareise seit 24 Jahren bei einer Pressekonferenz in Rangun.

Das sei wie mit der Bezeichnung "England". Viele Leute benutzten diesen Namen für die britischen Inseln, obwohl es eigentlich "Vereinigtes Königreich" heißen müsse. "Und Frankreich nennen wir Pyin Thit, obwohl der Name 'France' ist", sagte sie. "Darüber beschwert sich auch niemand." Burma war die Bezeichnung der britischen Kolonialherren. Das Militärregime benannte das Land 1989 in Myanmar um.

Burma lässt Gefangene frei

Die burmesische Führung will unterdessen 46 Gefangene freilassen, darunter offenbar auch rund 20 politische Gefangene. Präsident Thein Sein habe eine Generalamnestie für 37 Männer und neun Frauen erlassen, berichtete die Staatszeitung "New Light of Myanmar" am Dienstag. Ziel sei es, die "Stabilität des Staates" zu gewährleisten und zur "nationalen Versöhnung" beizutragen, "damit sich alle am politischen Prozess beteiligen können". Ob politische Gefangene freigelassen werden, wurde offiziell nicht mitgeteilt. Ein Oppositionsvertreter sagte aber, die Amnestie betreffe rund 20 politische Häftlinge.

"Wir haben die Bestätigung erhalten, dass rund 20 politische Gefangene von der heute verkündeten Amnestie betroffen sind", sagte Kaung Kaung von der Gruppe Studenten der Generation 88, die maßgeblich an Oppositionsprotesten im Jahr 1988 beteiligt war. Laut dem Bericht in der Staatszeitung wurden zudem 34 ausländische Häftlinge freigelassen und "ausgewiesen".

330 politische Häftlinge in Burma

Ein burmesischer Minister hatte Mitte Juni in Oslo eine baldige Amnestie weiterer politischer Gefangener angekündigt. Er äußerte sich, kurz nachdem Aung San Suu Kyi in der norwegischen Hauptstadt ihre Nobelpreisrede von 1991 nachgeholt hatte. Suu Kyi sagte am Dienstag in Rangun, ihre Partei Nationale Liga für Demokratie gehe davon aus, dass noch 330 politische Häftlinge in Burmas Gefängnissen sitzen. Zu der Amnestie-Ankündigung könne sie nichts sagen.

Die burmesische Führung hatte bereits im Oktober 2011 rund 200 politische Gefangene freigelassen. Nachdem im Jänner weitere 300 Dissidenten aus der Haft entlassen wurden, kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen zu Burma an.

Die meisten der in Burmas Gefängnissen sitzenden politischen Häftlinge wurden zu Zeiten der Militärjunta festgenommen. Ende März 2011 löste sich die Junta auf und übergab die Macht an eine formal zivile Regierung unter dem früheren General Thein Sein. Diese leitete eine Reihe von Reformen zur politischen Öffnung des Landes ein und ließ zahlreiche politische Gefangene frei. (APA, 3.7.2012)

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Die Tante zeigt wohl endlich ihr wahres Gesicht! A running dog of imperialism!

die "tante" studierte, lebte, und arbeitete jahrelang in england, und war jahrelang mit einem engländer verheiratet.

wie kann sie da nur eine länderbezeichnung verwenden, die in england ganz normal ist?

Wenn der Standard.at schon so einen Artikel schreibt, so sollte man auch dazu schreiben, dass Burma oder Birma schon vor vielen hunderten Jahren Myanma hiess und das Militär auf Burma umbenannte. Nur im deutschsprachigen Raum, Australien u.Vereinigt.Königreich und die USA nennen es aus Protest gegen das Militär noch Burma oder Birma.

das stimmt nicht

http://de.wikipedia.org/wiki/Myan... Landesname

die bezeichnungen wechseln einander regelmäßig ab, aber gängig, sind sie beide.

naja ich habe e snur unter mynmar gekannt....hab shcon burma gehört aber war mir nicht geläufig dass es das seleb land ist

sind Sie sicher, dass es nur das "jahr" ist?

das passiert wenn man so lange weggesperrt ist man wird engstirnig....

Und ich lasse die Ostmark die Ostmark sein.

Ist Ihnen nicht ganz wohl?

Probieren Sie es mit sinnverstehendem Lesen !

grins

das wär was für die sprachkosmetiker hierzuzeitung

na? kriegt die dame eine zitrone? oder gar ein weißes negerbrot?

Nein, ein Sackerl mit braunen Hundstrümmerln.

Hat die Tante nichts besseres zu tun?

wieso die "tante"?

die burmesische führung rügt sie doch...

Dieser "Tante" können Sie sicherlich nicht einmal das Wasser reichen, lieber Poster!

Ich reich doch niemanden das Wasser! Ich lasse mir das Wasser reichen, habe ja schließlich meine Angestellten dafür.
Im übrigen braucht die ewig Gestrige nicht unnötig provozieren. Beizeichnet ja auch niemand Österreich heute als Groß Deutsches Reich.

man kann nicht alles miteinander vergleichen!

die bezeichnung burma war zwar in der kolonialzeit gebräuchlich, aber sie wurde nicht einfach von den briten eingeführt, sondern sie war es schon zuvor!

... ist Ihnen langweilig?

Die "Tante"...

reagiert nur auf eine unnötige "Zurechtweisung" der Burmesischen Regierung. Also wenn überhaupt, hat die Burmesische Regierung nichts Besseres zu tun...

Ich finde es übrigens sehr geschickt WIE sie das tut: sie vermeidet die Regierung zu provozieren, indem sie es als das natürlichste der Welt darstellt Burma "Burma" zu nennen. Natürlich weiß jeder was eigentlich damit gemeint ist...

Nein das ist nicht geschickt, das ist erbärmlich wenn man nicht mal weiß wie sein eigenes Land heißt.

Die Tante ist doof oder will provozieren. Kein Namibier würde akzeptieren als Deutsch-Südwestafrikaner bezeichnet zu werden, abgesehen von einigen "Aberjetz" ;-)

Danke für die roten Striche, ihr Deutsch-Ostmarkischen "Aberjetz"- Kolonialisten ;-)

Völlig überflüssige Debatte

Wie in diesem Blatt, glaub ich, einmal ein Linguist genau erklärte, und weil's mich so beeindruckte, hab ich es mir gemerkt:

In der Landessprache werde beides, Burma und Myanmar, ungefähr "Wawa" ausgesprochen. Sei also nur eine Frage, wie man es schreibt.

Also was soll diese Debatte?

Ich würde empfehlen

den Film "Die Lady" anzusehen, dann würden Sie zumindest ansatzweise, worum es hier wirklich geht. Den Einsatz für Freiheit und gegen Unterdrückung halte ich für zu wichtig, um ihn mit "lustigen" Wortklaubereien abzutun.

Schauen Sie sich an, was hier im Forum passiert, wenn jemand "Zwetschge" mit "Zwetschke" verwechselt. Es mag linguistisch egal sein. Aber politisch ist es nicht egal.

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