Ägyptens Präsident sucht Hilfe beim IWF

3. Juli 2012, 09:02
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Neue Regierung soll angeschlagene Wirtschaft in Schwung bringen

Kairo - Der neue ägyptische Präsident Mohammed Mursi will sich nach Angaben seiner Berater um Gelder des Internationalen Währungsfonds (IWF) bemühen. Die künftige Regierung werde an den IWF und weitere Institutionen herantreten, sagte der Finanzexperte der Muslimbrüder, Amr Abu-Seid. Allerdings relativierte ein weiterer Berater des politischen Flügels der Bruderschaft, "Partei für Freiheit und Gerechtigkeit", eine endgültige Entscheidung werde frühestens in einer Woche getroffen.

Mursi hatte am Wochenende als erster freigewählter Präsident Ägyptens die Amtsgeschäfte übernommen. Noch vor der Bestätigung des Wahlsiegs des 60-Jährigen hatte der herrschende Militärrat unter Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi das von den Islamisten dominierte Parlament aufgelöst, die Vollmachten des neuen Staatschefs stark beschnitten und sich die Federführung bei der Ausarbeitung der neuen Verfassung gesichert. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre. (APA/Reuters, 3.7.2012)

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