Weltbank-Chef will Griechenland helfen

3. Juli 2012, 07:50
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Die neue Weltbank-Führung deutet einen fundamentalen Kurswechsel an und bringt eine Unterstützung für entwickelte Länder wie Griechenland ins Spiel

Washington - Die neue Weltbank-Führung deutet einen fundamentalen Kurswechsel an und bringt eine Unterstützung für entwickelte Länder wie Griechenland ins Spiel. Im scharfen Gegensatz zu seinem Vorgänger Robert Zoellick sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim zum Amtsantritt, die Weltbank könnte Ländern mit strukturellen Problemen wie dem angeschlagenen Euro-Land mit technischer Hilfe beratend zur Seite stehen:  "Eine starke Weltwirtschaft kommt allen Ländern zugute, eine schwache Weltwirtschaft macht alle Staaten angreifbar." Zoellick hatte ein Engagement Griechenland stets abgelehnt und vor Risiken für die Weltbank gewarnt.

Der ausgebildete Mediziner Kim erklärte, er sehe es als seine Hauptaufgabe, in dieser "entscheidenden Stunde" für die weltweite Konjunktur auch entwickelte Länder zu schützen. Bislang hat die Institution ihre Ressourcen und Expertise auf Schwellen- und Entwicklungsländer konzentriert. Kernaufgabe ist die Förderung ärmerer Staaten.

Griechenland leidet unter einer extrem hohen Verschuldung, Massenarbeitslosigkeit, Rezession und strukturellen Problemen. Die Regierung in Athen bemüht sich, die im Gegenzug für internationale Hilfen zugesagten Reformauflagen zu lockern.

Kampf gegen die Armut

Darüber hinaus kündigte Kim einen entschiedenen Kampf gegen die Armut angekündigt. Er werde den armen Ländern helfen, sich in der fragilen Weltwirtschaft zurecht zu finden, sagte Kim. Er fügte hinzu, er werde eine von den Entwicklungsländern angeregte Diskussion über die Struktur der 187 Nationen umfassenden Organisation aufgreifen.

Kim war vor wenigen Monaten überraschend von US-Präsident Barack Obama als Nachfolger von Robert Zoellick vorgeschlagen worden. Er gilt als Gesundheitsexperte und hat sich mit seinem Kampf gegen das HI-Virus und Tuberkulose in Entwicklungsländern einen Namen gemacht. (Reuters, 3.7.2012)

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    Sein oder Schein - für die angeschlagenen Schuldenländer steht viel am Spiel.

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    Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sieht akuten Handlungsbedarf.

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