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Jahrhundertelang sorgte die Heilige Inquisition für die Durchsetzung der Reinheit des katholischen Glaubens - oft mit brutalen Mitteln. Auch wenn diese einflussreiche Behörde 1542 von Paul III. reformiert wurde und seit 1965 offiziell den Namen "Kongregation für die Glaubenslehre" trägt: Ihr Chef wird, ob scherzhaft oder ernst, auch heute noch immer wieder als "Großinquisitor" tituliert.
Mit dem deutschen Hardliner Gerhard Ludwig Müller wurde nun ein Mann berufen, der diesem Amt, sagen wir einmal so: wieder schärferes Profil verleihen soll. Die romtreue Kirche heißt den Dogmatik-Professor erfreut willkommen, Reformkreise schreien aber entsetzt auf. Kurioserweise stehen sie dabei auf der gleichen Seite wie die erzkonservativen Piusbrüder: Sie wettern gegen den "Glaubensbock" der "vom Teufel gerittenen Konzilskirche".
Wer gehofft hatte, der Amerikaner William Joseph Levada würde nun von einem reformfreundlicheren Geistlichen abgelöst, wurde - natürlich - enttäuscht. Es musste doch klar sein: Justament bei der Bestellung des obersten Hüters der Glaubenslehre werden nicht neue Zeiten anbrechen. Diese lassen ja auch beim Fußvolk der Amtskirche seit langem auf sich warten. Und in Reaktion auf "Vatileaks" - die Affäre um das Bekanntwerden vertraulicher Kirchendokumente - will Papst Benedikt offenbar signalisieren, dass er das Ruder der Kirche weiterhin mit fester Hand führt. Das hatte zuletzt nicht mehr immer so gewirkt. (Gianluca Wallisch, DER STANDARD, 3.7.2012)
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ist die Entscheidung für Müller eine handfeste Detschen, für den als korrupt verrufenen, mehrheitlich italienischen "Vatikan". Glaubt´s mir, dieser Bischof Müller hat einen großen Weitblick und - vor allem und ganz wichtig für diesen Posten - ein offenes Herz.
Bitte nehmen auch Sie zur Kenntnis:
"Der Bischof und die Priester heiligen die Kirche durch ihr Gebet und ihre Arbeit, durch den Dienst am Wort und an den Sakramenten. Sie heiligen sie durch ihr Beispiel, nicht als 'Beherrscher' der 'Gemeinden', sondern als 'Vorbilder für die Herde' (1 Petr 5,3). So werden sie 'zusammen mit der ihnen anvertrauten Herde zum ewigen Leben ... gelangen' (LG 26)" (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 893).
http://www.vatican.va/archive/c... onstitutio
Venerabiles fratres episcopi: ducite nos ad Deum, patrem omnipotentem!
Oremus et laudemus.
Sind Sie blind, taub, oder beides?
Ist ihnen entgangen, was sich seit Jahrhunderten in der Kirche abspielt?
Hier wird ein Glaube gehütet, der für die überwiegende Mehrheit der Mitglieder der katholischen Kirche keinerlei Bedeutung mehr hat.
Nicht zuletzt wegen der "Vorbilder für die Herde".
Mag sein.
Das mit dem "...zum ewigen Leben gelangen".
Das Thema ist hier aber die diesseitige r.k.Kirche.
Deren sukzessive, aber sichere Zerstörung scheint jedoch Sie noch weniger zu kümmern, wie es diesem Papst oder seinen Anhängern Sorgen bereitet. Die sind - gemeinsam mit Ihnen - auf etwas anderes hin orientiert.
übrigens: Vorbilder?
Im Dialog mit ihren Schafen? In der tätigen Sorge um die Einheit der Kirche?
Schlechte Vorbilder. Spalter.
(er hat versucht durch abmahnungen die berichterstattung über kirchliche missbrauchsfälle zu verhindern) passt ja wiedereinmal.
http://www.heise.de/tp/artike... 198/1.html
Die romtreue Kirche heißt den Dogmatik-Professor erfreut willkommen. Das stimmt nicht , Bischof Müller sagt man nach , sehr nachhaltig und glaubhaft dass er als Theologie die Jungfräulichkeit Marias leugent oder zumindest relativiert.
eine der mächtigsten innerhalb der Kurie - vor allem in Zeiten wo von "rechts" und "links" Unzufriedene Einfluss nehmen wollen.
Aber der "zweite Mann" in Rom ist nun einmal der Kardinal-Staatssekretär.
Das sollte der Autor, wenn er über kirchliche Belange schreibt, eigentlich wissen...
Das StGB gilt - letztlich! - für jeden, unabhängig vom Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Bitte nehmen Sie doch Ihre Scheuklappen ab!
z.B. § 111 StGB ("üble Nachrede"):
http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.... e+Nachrede
Splendorem Sanctae Romanae Ecclesiae videre aude!
genau!
man sollte wohl um der wahrheit willen die liste der körperschaften privaten und öffentlichen rechts entsprechend ergänzen.
klänge auch gleich viel besser:
... bund, länder, gemeinden, universitäten, kammern, aktiengesellschaften, GmbHs, genossenschaften, vereine - geliebte braut christi.
ach, sie sorgen verlässlich immer wieder für göttliches gelächter, lieber @chiesa.
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