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Bahnhof Patsch: alt, schön und abgelegen.
Innsbruck - Bis zum Ende der Sanierungsarbeiten der Brennerstrecke am 30. September steht er noch, der alte Bahnhof in Patsch. Das Denkmalamt hatte sich lange gegen einen Abriss gewehrt. Die Architektur der beiden Gebäude gelte als typisch für die 1867 eröffnete Bahnstrecke.
Doch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) blieben bei ihrem Wunsch, den stillgelegten Bahnhof abreißen zu lassen, architektonisch wertvoll oder nicht. Es sollte besser der Bahnhof Gries am Brenner erhalten werden. Patsch sei doch sehr abgelegen, der Zug bleibe zudem nur zweimal am Tag für einige Schüler stehen.
Auch Gemeinde dagegen
Doch das Denkmalamt wollte den Bahnhof weiter erhalten. Bis neben den ÖBB auch die Gemeinde gegen das alte Gemäuer mobil machte. Der Bahnhof habe keine eigene Zufahrt und sei wegen seiner Abgelegenheit immer wieder Ziel von Verwüstungen. Zudem müsse die Gemeinde die Wasserversorgung für die unbenutzten Gebäude sichern.
Das Denkmalamt wurde schließlich umgestimmt. Die Erhaltung des alten Bahnhofes sei nicht realisierbar, die Architektur an der Brennerbahn durch andere Objekte ausreichend dokumentiert, etwa in Gries. Dieser Bahnhof sei auch leichter erreichbar, für Pendler und Architekturinteressierte. (ver, DER STANDARD, 3.7.2012)
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...es sind Schüler,Studenten,Pensionisten,Berufstätige die den Zug nach Ibk benutzen und der 4 mal am Tag stehen bleibt ! Seit letzten Jahr gibt es einen zusätzlichen Stop , dank einer Anfrage beim VVt...
Ja, echt Schande, dass so ein altes Klumpert erhalten wird:
http://www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at/perchtold... _innen.htm
Ein neuer Supermarkt wäre viel cooler, nicht wahr?
http://www.initiative-denkmalschutz.at/index.php... kt-weichen
Pro Denkmalschutz!
Haben Sie einen persönlichen Bezug zu diesen beiden Objekten bzw. eine Parteienstellung im Verfahren oder warum argumentieren bzw. reagieren Sie so emotional zu diesem Thema! Es wurden offenbar verschiedene öffentliche Interessen (Denkmalschutz, Gefährdung von Leib und Leben, Wirtschaftlichkeit, etc.) verglichen und man ist zum Schluss gekommen, dass der Denkmalschutz aufzuheben ist. Haben Sie erwogen die Objekte selbst zu kaufen und zu erhalten bzw. haben Sie einen Käufer oder Investor gesucht oder kennen Sie diesbezüglich jemanden? Haben Sie ein konkretes Konzept (inkl. Finanzierung) für das von Ihnen angedachte Museum oder soll das der Steuerzahler finanzieren? Was haben Sie aktiv zur Erhaltung dieser Objekte im Vorfeld getan?
Sehr geehrter Herr Perstaller, ich habe leider erst vor kurzem von den Plänen aus den Medien erfahren. Es geht in diesem Fall um ein Stück Heimat, Vergangenheit, Erinnerung - um ein Stück des Alpenraumes und der Lebenskultur dort. Um die Geschichte der Arbeitswelt, die dort, im Personalhaus und der Bahnstation stattfand. Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Gegenwart und Zukunft. Aber das habe ich alles schon geschrieben. Wenn noch Zeit wäre, für die Entwicklung eines Projektes, kann man sich auch um die Finanzierung kümmern. Herzlich, Winfried W. Linde, Innsbruck-Igls
Ja natürlich, so z.B. die Architektur des neuen Landhauses, 1938/39 als Gauhaus errichtet und stark an die Berliner Reichskanzlei angelehnt... man beachte allein schon mal das Portal ohne jeden Hinweis auf Ursprung und Zeitgeist... Befreiungsdenkmal etc. etc.
Ich finde gerade die Zusammensicht in zentraler Achse des Landhauses hinter dem Befreiungsdenkmal erschreckend genial und genial erschreckend, beziehe das auf die formale Sprache, fast so wie die Konfrontation der Pavillons von D und der UdSSR in Paris '37.
Es geht da um die idente Formensprache und die damit verbundenen Inhalte die damit transportiert werden.
Mir passt das in Innsbruck zu präzise, ist fast eine Überhöhung der dahinter befindlichen Architektur und das irritiert schon erheblich bis fast ins unerträgliche.
Tirol war immer ein sehr liberales Architekturland, davon zeugen unter Anderem die Bauten aus den 20ern von Franz Baumann, Alois Welzenbacher, Alfons Walde aber auch Zeitgenössisches von Prachensky und Zaha Hadid...
Liste beliebig fortzusetzen.
1) muss man alle abgelegenen Gebäude abreißen (z.B. die Ruinen Ehrenberg, Schrofenstein, Kienburg)?
2) warum machen sie nicht einen Zaun rundherum, lassen ihn nicht einfach stehen und langsam vor sich hin verfallen? Wenn man in Irland herumwandert stolpert man alle Nasen lang über ein verfallenes Haus. Die haben nicht den Wahn, Geld zu verbrennen, um Ruinen abzureißen, obwohl nichts neues dort gebaut werden soll. Oder wollen ÖBB und Gemeinde dort was anderes hinbauen?
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