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Sportstadtrat Christian Oxonitsch und Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien Holding, Ende 2011 im leeren Stadthallenbad.

Im Stadionbad ist derzeit mehr los.
Wien - Das Wiener Stadthallenbad ist seit Mai 2010 eine Baustelle. Und auch das Stadionbad könnte bald eine werden. Die Stadt Wien hat eine Machbarkeitsstudie für ein Schwimmsportzentrum in Auftrag gegeben. Bis September soll geprüft werden, ob dieses Zentrum im Stadionbad errichtet werden kann. "Das ist eine Variante, die angedacht wird", sagt Christian Meidlinger, SP-Gemeinderat und Präsident des Wiener Schwimmverbandes.
Nach Informationen des Standard könnten Teile des Stadionbades samt 50-Meter-Becken und Sprungturm zur exklusiven Nutzung für Vereins- und Verbandssportler überdacht werden. Als Entschädigung für die Hobbyschwimmer könnte ein zusätzliches Schwimmbecken gebaut werden, schließlich kommen an heißen Tagen bis zu 14.000 Badegäste ins Stadionbad. Der Neubau eines Wassersportzentrums in der Seestadt Aspern ist ebenfalls ein Thema. "Vielleicht kommt man aber drauf, dass alle Projektvorschläge zu teuer sind", sagt Meidlinger. "Es kann also auch sein, dass nichts gemacht wird."
Spitzenschwimmer jammern
Erste Zwischenergebnisse der Studie werden im September erwartet, sagt Wolfgang Prochaska vom städtischen Sportamt. Eilig hat man es in Wien nicht. "Richtige Daten sollten wir zu Jahresende bekommen." Sportstadtrat Christian Oxonitsch (SP) war am Montag für den Standard nicht erreichbar.
Seit Jahren jammern Spitzenschwimmer in Wien vor allem im Winter über katastrophale Trainingsbedingungen. Seit Jahren wird ein Schwimmsportzentrum gefordert. Dass die Machbarkeitsstudie im Frühjahr doch relativ schnell in Auftrag gegeben wurde, ist kein Zufall: Noch immer ist völlig ungewiss, wann das Stadthallenbad aufsperren kann.
Eigentlich hätten die Schwimmer schon im September 2011 wieder im 50-Meter-Becken trainieren sollen. Nach zahlreichen Verschiebungen wurde im Jänner 2012 ein Baustopp verfügt. Seither sind gerichtliche Sachverständige am Werk, um zu klären, wer die Schuld an den gravierenden Baumängeln trägt.
Training in Rijeka
Der 23-jährige Wiener Dinko Jukic, einer von Österreichs Medaillenanwärtern bei den Olympischen Spielen in London (ab 27. Juli), bereitet sich im kroatischen Rijeka auf den sportlichen Höhepunkt des Jahres vor. "Im Stadionbad stehen den Sportlern nur vier Bahnen zu gewissen Zeiten zur Verfügung", sagt Jukic. "Die Olympiavorbereitung müsste ich dort neben den Badegästen absolvieren. Das ist mental schwierig. Von uns Schwimmern werden in London ein professionelles Auftreten und Ergebnisse gefordert. Professionelle Rahmenbedingungen dafür finde ich aber leider nicht in Wien, sondern in Rijeka." Jukic kandidierte bei der Gemeinderatswahl 2010 für die VP.
Selbst Markus Rogan, der in Los Angeles lebt und trainiert, aber für den Wiener Verein Hakoah startet, absolviert die unmittelbare Olympia-Vorbereitung nicht in Wien - sondern in der Schweiz. Die Wasserspringer müssen ins Ausland ausweichen: Solange das Stadthallenbad geschlossen bleibt, gibt es keinen geeigneten, überdachten Zehn-Meter-Turm in Österreich. Erstmals seit 92 Jahren hat sich, das passt zum Bild, kein Springer für Olympia qualifiziert.
Im Winter steht den Schwimmern im Stadionbad dank Traglufthalle das derzeit einzige überdachte 50-Meter-Becken in Wien zur Verfügung. Das Werk sollte nur von Oktober 2010 bis April 2011 stehen - und 840.000 Euro kosten. Weil bezüglich Stadthallenbad nichts mehr sicher ist, wird die Halle den Schwimmern zumindest zwei weitere Winter Unterschlupf gewähren. (David Krutzler, DER STANDARD, 3.7.2012)
Es tröpfelt und bröckelt
Mai 2010: Die Renovierung des Stadthallenbads beginnt, sie soll bis Herbst 2011 dauern. 17 Millionen Euro sind dafür veranschlagt.
19. Dezember 2011: Der Eröffnungstermin wurde bereits nach hinten verlegt, da beginnt das Becken auf einmal zu tröpfeln.
22. Dezember 2011: Bei einer Pressekonferenz verkündet Stadtrat Oxonitsch, dass das Bad im Februar aufsperrt.
24. Jänner 2012: Die Stadthalle verhängt einen sofortigen Baustopp, gerichtliche Sachverständige rücken an.
25. Mai 2012: Oxonitsch berichtet dem Gemeinderat, dass nun auch die Fliesen von der Wand bröckeln. Der Eröffnungstermin ist völlig ungewiss.
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Mit Ausnahme der U-Bahn gibt kein größeres Bauprojekt der öffentlichen Hand bei dem die Stadt Wien etwas zu sagen hat, das nicht durch Korruption, eklatante Baumängel oder Kostenexplosion auffällt. Seit dem AKH bis zum Pratervorplatz, Skylink oder Stadthallenbad.
Den nächsten Skandal gibts beim Nordspital in Floridsdorf. So sicher wie das Amen im Gebet. Ich such verzweifelt einen Anbieter, bei dem man drauf wetten kann, aber ich find keinen... :-(
es wäre um einiges erträglicher wenn die bäder eine interne regelung und unterteilung festlegen würden die es ermöglicht sportschwimmer auf zb zwei bahnen zu verteilen, hausfrauen/pensionist(inn)en ebenfalls auf zwei und die hobbyschwimmer die ihre 20-50 längen schwimmen wolln auch auf zwei (hausnummer).
ausserdem sollte es eine art "verkehrsregel" geben die die schwimmrichtung regelt - wenn die menschen schon so unfähig sind dies selbst zu tun.
rechts rauf links runter..zb
vielleicht hilft sowas ja...
und die spezialisten die meinen blind durch die menge zu grauln oder rückenschwimmen ohne einmal aufzuschauen sollten von den badewascheln ins kinderbecken verbannt werden wo sie erst einmal die benimm-regeln lernen müssen
bussi
Da gibt es zwar ein tolles neues Bad, doch zwischen 16 und 21 Uhr gibt es keine freien Bahnen mit Leinen. Dazu dauernd Veranstaltungen, alle Sportarten in einem Becken (Wasserball, Springen, ...) und fehlende Schwimmkultur (Möglichkeiten zum Planschen gibt's genug) und wieder ist es für Hobbyschwimmer kaum möglich, planbar und regelmässig zum Schwimmen zu kommen.
Schliesslich ist noch das Freibecken nicht tief genug und ohne Leinen -> damit auch nur zum Planschen geeignet (fehlende Schwimmkultur).
Es sollte sich mMn eigentlich auch der OSV mehr zum Thema Schwimmkultur engagieren und die gute Generation an Spitzenschwimmern, die AT derzeit hat dazu nützen, etwas für den Breitensport zu tun.
Traurige Situation für Normalschwimmer:zwischen rücksichtslosen Sportschwimmern und tratschenden Hausfrauen-,Pensionisten- und anderen das Becken blockierenden Grüppchen ist es fast unmöglich eine Nische zu finden.Selbst in den Morgenstunden (einige Hallenbäder öffnen ja brav um 7 Uhr) ist es mühsam, die 20 oder 50 Längen zu absolvieren.Leuchtendes Beispiel Palma de Mallorca: 5 herrliche städtische Bäder, wo ausschliesslich zügig, aber nicht agressiv geschwommen wird, keine Rutschen, kein Schnickschnack.Z.B. Son Hugo: 2x 50m Innenbecken, 2 x50m Aussenbecken,überall herrscht Disziplin und Vorwärtskommen.Tageskarte 4€, Familienjahreskarte ca. 200€.Ein wahres Vergnügen.Hier:Stadthallenbad zu, Amalienbad bis Jahresende zu.Rest überfüllt.
leider gibt es viel zu wenig. Im 22. Bezirk seit 1.7.2011 schon 2 im Donaustädter Bad und das wars dann. Ich habe versucht regelmäßig schwimmen zu gehen (Längenkraulen). Leider ist das teilweise sehr mühsam da ständig ein Bereich der Becken für Schulen und Schwimmvereine gesperrt ist. Dann kommts zu Engpässen. Es gehören mindestens 5 neue 25m Becken in Wien schnellstens errichtet.
Vorteil: leistbar und flächendeckend verfügbar.
Nachteil: Korruption ins Bodenlose, Organisationsprobleme.
An den Skiliften kann man den umgekehrten Fall starker Privatisierung studieren: keine Organisationsprobleme aber unleistbar, trotzdem von der öffentlichen Hand errichtet, ebenso korrupt.
Am Ende würde ich mich wohl doch für das kleinere Übel der öffentlichen Hand entscheiden.
wie man an dem stadthallenbad von mai 2010 bis jetzt rumwurschteln kann und noch immer nicht weiss bis wann das bad eröffnet wird ist mir auch ein rätsel.
da sind wohl ähnliche profis wie beim skylink am werk.
wobei so ein bad nur für die paar profi schwimmer ohnehin schwachsinn ist so lange nicht mal die breite masse an hobbysportlern bedient werden kann.
naja, wer sich in wien bzw in österreich vorbereitet muss natürlich schon damit rechnen, dass die nationale doping agentur, unangekündigt, jederzeit usw am beckenrand steht und eine pinkelprobe nimmt, falls nicht gerade die blase leer ist und da fällt es auch nicht auf, wenn die für unser land startenden sportler andere nationalflaggen am körper tragen oder vielleicht einem fragen zur politische kandidatur von nicht sportjournalisten gestellt werden und nur so nebenbei, in der südstadt gibts genug wasserfläche die vom steuerzahler erhalten werden und dort muss nicht der otto normal schwimmer neben gesperrten bahnen schwimmen, naja, ein schelm wer was anderes denkt
es gibt insgesammt viel zuwenige Bäder in Wien. Früher gabs auf jedem größerem Platz ein gratis Kinderfreibad im Sommer. Und Bäder wie das Margaretenbad und das Dianabad waren große schöne Bäder mit leistbarem Eintritt für (fast) alle.
Nun ist die Stadt enorm gewachsen und in den Stadterweiterungsgebieten gibt es nichts Nennenswertes, im innerstädtischen Gebiet ist das Angebot ausgedünnt. Dass da die Sportler keinen Platz finden, ist da nur logische Konsequenz.
pläne sind schön und gut, alleine das, was man sofort umsetzen könnte, um die situation für spitzen- und hobbyschwimmer in wien zu verbessern, wird nicht gemacht. wenn man jemanden darauf anspricht, wird man bestenfalls müde belächelt:
in sportbecken (stadionbad und 25m-bahnen der gemeindebäder) gehören die abtrennungsleinen gespannt. ständig.
dann hat man bahnen für schnelle, mittelschnelle und langsame hobbyschwimmer. kann bahnen für vereine zu trainingszeiten reservieren. kann bahnen für wassergymnastik oder was auch immer reservieren (das ist eines der argumente, die immer wieder gegen ein generelles "beleinen" der becken angeführt werden.)
insgesamt würde das zu einer SCHWIMMkultur im gegensatz zur derzeitigen PLANSCHkultur beitragen
was noch dazu gehörte: fähnchenleine zum anzeigen der rückenwende und installierung einer schwimmuhr (die uhr mit den zwei oder vier bunten zeigerarmen).
ich kenne das aus anderen ländern. dort schwimmen mehr menschen, sie sind gewohnt, dass "schwimmen" eine sportart ist, junge leute entdecken die sportart, manche haben talent, auch der spitzensport profitiert von einer unter den Menschen verbreiteten und akzeptierten SCHWIMMkultur.
@clothèd (weiter unten: "...eine 08/15 Arxbombe wirft unsere Schwimmelite aus der Bahn?")
- das ist eh witzig, wenn es ironisch gemeint ist. nur: wenn man einmal (schnell) brust schwimmt und ein planscher kommt auf die idee, sich auf die leine zu setzen, weil netterweise mitten im planschbecken eben plötzlich eine leine "auftaucht", wer das erlebt hat, weiß: "kleiner zeh, adé"...
soll heißen: in einem als PLANSCHbecken betriebenen SPORTbecken kann man nicht schwimmen, auch wenn zwei, drei oder vier bahnen abgesperrt sind. es kommt zu konflikten.
deshalb: alle leinen immer gespannt -> SCHWIMMkultur -> mehr menschen schwimmen i.s. von "schwimmen".
(es wäre auch mehr platz, wenn nicht nebeneinander, sondern hintereinander geschwommen würde...)
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